Suche nach Erleuchtung: Tod und Wiederverkörperung (Teil 47)

suche nach erleuchtung

Ich saß mit meinem Padawan, einem vermutlich 8-10jährigem Mädchen, auf einer Parkbank in einer uns fremden Stadt. Mittlerweile haben wir uns mehrere Male getroffen, ebenso wie ich anderen Padawanen gelegentlich begegnete, die mir von dem alten Mann, mit dem ich seit einigen Jahren Kontakt habe, zugeteilt wurden. Für mich hingegen ist der alte Mann ein Lehrer, der mir immer wieder das eine oder andere gezeigt hat. Bereits in den 90er Jahren ist er manchmal in den unterschiedlichsten Rollen in meinen Träumen aufgetaucht. Entweder als Indianer, Landstreicher oder eben als ein alter Mann. Seit meiner Reihe “Suche nach Erleuchtung”, dessen Titel ich deshalb so gewählt habe, weil der Begriff “Erleuchtung” sicherlich verbreiteter ist als “Selbsterkenntnis” oder “Bewusstheit”. Wer sich also an dem Begriff Erleuchtung stört, den bitte ich, mir dies zu entschuldigen. Wer sich hingegen für die Entwicklung und Herkunft des Mädchens interessiert, findet HIER und HIER weitere Informationen zu ihr.

Während wir also dort auf der Bank saßen, schaute sie mich an und stellte wieder eine ihrer vielen Fragen:

“Was ist der Tod für dich?

“Der Tod ist für mich ein Gefühl. Für den Anfänger oder den Vergesslichen stets ein sehr fürchterliches, erschreckendes Gefühl, das mit einer rasenden Geschwindigkeit auf dich zurasen und dich ganz ausfüllen kann. Es ist wie eine Bedrohung, die sämtliche Alarmglocken in dir erklingen lässt. Du kannst dich dem nicht entziehen. Doch dieses Gefühl besitzt auch noch eine zweite Seite. Wer dieses Gefühl kontrollieren lernt, der kann sich damit an jeden Ort dieser Welt teleportieren und das mit seinem kompletten Erscheinungsbild.”

“Du meinst, ich kann mich dann auflösen und woanders wieder auftauchen, so wie in einem Film?”, fragte sie nach.

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“Ich weiß, es klingt ungeheuerlich, aber es ist tatsächlich so. Meine Bezeichnung für dieses Gefühl ist Flitzepanik. Und da es so eng mit dem Tod bzw. dem Moment des Todes verknüpft ist und die betreffende Person regelrecht überrollt, erkennt so gut wie niemand die geheimnisvolle und verborgene Kraft, die es in sich birgt.”

“Aber wenn ich das Gefühl fühle, dann kann ich doch sterben und was nutzt es mir dann noch, mich von einem Ort zum anderen zu bringen?”

“Das Gefühl des Todes, oder die Flitzepanik, ist eine der stärksten getarnten Gefühle in der physischen Realität. Sobald es jemand empfindet, wird jeder Mensch in deinem Umfeld versuchen, dich so schnell wie möglich dort wieder herauszubringen. Unterbewusst fühlt sich jeder Mensch dazu verpflichtet, dich in der Tarnung bzw. der Illusion unserer Realität festzuhalten. Selbst deine Argumentation, die natürlich auch einen gewissen wahren Kern enthält, entspringt bereits aus diesem Wunsch heraus, die Tarnung aufrechtzuerhalten. Wir sind darauf programmiert, grundsätzlich unangenehmen Gefühlen aus dem Wege zu gehen, d.h. sie möglichst zu vermeiden. Die Flitzepanik besitzt eine ungeheure Kraft und Energie, die man sich nicht vorstellen kann, aber weil sie eben durch das Gefühl des Sterbens bzw. des unmittelbar bevorstehenden Todes getarnt wird, so wird es jeder nach Möglichkeit umgehen wollen. Und du kannst mir glauben, dass für gewöhnlich jeder mit all seiner Kraft, zu Gott betend, versuchen wird, das Gefühl loszuwerden, wenn es auftaucht.”

“Ist ja auch klar, wenn es so schrecklich ist”, warf sie ein.

“Das ist richtig. Die physische Realität ist perfekt getarnt. Nur die wenigsten durchschauen sie und dann auch nur unter ständiger Konzentration und konsequenter Absicht.”

Sie seufzte: “Also ist es unmöglich, oder?”

“Nein, das würde ich nicht sagen…”

“Und was geschieht, wenn man stirbt?”

“Sobald du stirbst, wirst du auf die Astralebene gelangen. Es gibt drei Hauptebenen. Fast jeder landet erst einmal auf der untersten Ebene, die der physischen Realität aufs Haar gleicht. Der Tod, oder besser die Flitzepanik, bringt dich dort hin. Das ist eine Art Standardprogramm, das abläuft, so, wie man automatisch nach Luft ringen muss, wenn man nach dem Tauchen wieder an die Wasseroberfläche gelangt. Dann musst du als allerersten Schritt dir darüber bewusst werden, dass du gestorben bist. In der Regel wird dies erst einmal ins Unterbewusstsein verdrängt, um der schockierenden Erkenntnis zu entgehen.”

“Wie lange dauert es denn, bis man es dann erkennt, dass man tot ist?”

“Es kann Sekunden dauern oder aber Jahrhunderte. Wer immer dir dabei hilft, dir dieses Zustandes bewusst zu werden, dem bist du zu Dank verpflichtet. Für die meisten Verstorbenen ist dies anfangs die größte Hürde. Wenn du zu dir gekommen bist, kannst du auf die mittlere Ebene aufsteigen. Auch dieser Übergang wird durch den Tod bzw. der Flitzepanik ausgestanden. Auf dieser Ebene wirst du dann herausfinden müssen, ob du dich wieder mit deiner Ganzheit vereinen kannst oder erneut einen physischen Körper erhältst.”

“Wie lange läuft dieses Spiel?”, wollte sie noch wissen.

“Das kann immer wieder so ablaufen. Du wirst geboren, du stirbst, dann wirst du wiederverkörpert und du stirbst erneut. Solange, bis du bereit bist, das Steuer zu übernehmen und dich aus dieser ewigen Gefangenschaft zu befreien.”

“Gefangenschaft hört sich aber nicht schön an…”

“Das ist richtig. Viele empfinden es auch überhaupt nicht so, weil ihnen entweder dahingehend der Durchblick fehlt oder sie immer noch so viel Spaß an dem Spiel des Lebens haben, dass es ihnen nicht wichtig ist.”

Sie ließ ihre Füße baumeln und schaute nachdenklich zu Boden.

“Weißt du was?”, fragte ich sie gerade heraus. “Wie ist eigentlich dein Name? Ich dachte zuerst, es ist Sarah, aber ich bin mir nicht sicher.”

“Nein, so heiße ich nicht. Mein Name ist Vanessa.”

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