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Oskar Wildes letzten Worte…

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Am 30. November 1900 starb Oscar Wilde (1854-1900), ein berühmter Schriftsteller aus Irland in Paris. Seine letzten Worte waren:

„Entweder geht diese scheußliche Tapete oder ich.”

Oscar Wilde’s letzten Worte

An dieser Stelle wunderte es mich, dass ihm diese scheußliche Tapete nicht früher aufgefallen war. Außerdem kam er aus sehr ärmlichen Verhältnissen und wird bestimmt schlimmere Tapeten gesehen haben. Wieso nimmt er sich die Zeit, so unmittelbar vor dem Tod, von der Tapete zu sprechen? Dies hätte ihm doch viel früher einfallen können…

Wilde verstarb an einer Gehirnhautentzündung. Darüber hinaus wird gesagt, dass er kurz vor seinem Tod zur katholischen Kirche konvertierte. Was man so alles mit einer Gehirnhautentzündung machen möchte ist demnach zweifelsohne schon erstaunlich. Oskar Wilde war ein mittelloser Mann, er besaß kein Geld und auch kein Heim. Das Pariser Hotel d’Alsace stellte ihm ein Zimmer zur Verfügung, in dem er in Ruhe sterben konnte. Ganz beeindruckt von der Einrichtung und dem Komfort des Hotels sagte er mitunter auf dem Sterbebett: “Ich sterbe über meine Verhältnisse.” und behielt damit offenbar seinen Humor, aber gibt Anlass zu glauben, dass es ein sehr schönes und geschmackvolles Hotelzimmer gewesen war.

Hatte die Gehirnhautentzündung vielleicht den Effekt, dass er bereits Wahrnehmungen aus einer anderen Realität registrierte? Vielleicht nahm er im Augenblick gar nicht die Tapete des Hotelzimmers wahr, sondern einen anderen Raum mit einer anderen Tapete?

Das Traumselbst und die andere Realität

Als ich kürzlich die letzten Worte von Oscar Wilde las, erinnerte ich mich sofort an eine transzendente Erfahrung, die ich vor vielleicht 10 Jahren erlebte. In dieser lag ich in meinem Bett auf der Seite und mit dem Gesicht zur Wand. Draußen graute der Morgen und ich schaute auf diese extrem hässliche Tapete vor mir. Sie wirkte wie aus den 70er Jahren und war an schlechtem Geschmack einfach nicht mehr zu überbieten. Dann durchströmte mich plötzlich die Gewissheit, dass ich mich in meinem Traumselbst befand! Es befand sich offensichtlich in einem ganz anderem Zimmer in einer anderen Realität. Als diese Erkenntnis mein Bewusstsein durchflutete, sah ich plötzlich wieder meine vertraute, weiße Raufastertapete.

Es war eine sehr kurze aber auch sehr intensive Erfahrung gewesen. Dabei erinnere ich mich noch sehr gut daran, dass mich diese Tapete wochenlang verwundert hatte und ich immer wieder darüber nachdenken musste. Kein Wunder, dass mir nach Wildes letzten Worten diese Erfahrung wieder eingefallen war und sicherlich auch nicht überraschend, dass ich mich fragen musste, ob er wirklich die Tapete des Hotelzimmers gesehen hatte…

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