Menschen- und Tierkunde: Zeit und der menschliche Todestrieb

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Die menschliche Zelle, so sagt man, teile sich unaufhörlich bis zu einem gewissen Lebensjahr. Danach stellen die Zellen diese ständige Teilung schrittweise ein. Das Ergebnis dessen ist daraufhin die Alterung des Körpers, die spätestens im 30. Lebensjahr ihren Anfang nimmt. Was geschieht denn hier und warum setzt die Alterung überhaupt ein? Wäre es nicht viel schöner, wenn man bis zum 30. Lebensjahr auswächst und dann in diesem Alter 100 Jahre alt würde und stürbe?  Und was geschieht denn genau beim Alterungsprozess? Wie kommt es, dass sich die Zellen irgendwann einmal überlegen, sich nicht mehr zu teilen? Bei der Zellteilung werden ununterbrochen Gene geteilt, die aus zwei Strängen bestehen. Jeder Strang handelt wie ein Kopierer, der sich solange auffädelt, bis er sein passendes Pendant findet und sich dann verdoppelt. Die Kopie ist zwar nicht ganz so korrekt und rein wie das Original, aber kommt dem schon sehr nahe.

In erster Linie ist das Prinzip der Zellteilung und die ständige Neuschöpfung von Tochterzellen nicht viel anders aufgebaut als das Prinzip der Schöpfung alternativer Realitäten bzw. von “Realitätskopien”. Die ursprüngliche Realität teilt sich in mehrere alternative Realitäten bzw. Kopien ihrer selbst auf. Jeder Mensch, der auf unserem Planeten existiert, ist mittlerweile das Produkt einer mehrfach kopierten Realität. Er hat die Ursprungsrealität längst verlassen. Man darf jetzt nicht denken, dass z.B. die Ursprungsrealität die Zeitspanne im Babyalter gewesen sei. Die Zeit, wie wir sie wahrnehmen, ist antrainiert worden und wird von unserer Wahrnehmung in eine kausale Kette eingegliedert. Somit erleben wir alles in der Reihenfolge des uns bekannten Zeitablaufs. Wir gehen zuerst zur Schule und dann arbeiten wir. Wir müssen einen Führerschein machen, um dann Auto fahren zu können. Wir müssen erst morgens aufstehen, um daraufhin den Mittag und Abend erleben zu können. Jeder von uns weiß, dass, wenn er seine Hand auf eine Herdplatte legt, sich eine Verbrennung zuziehen wird. Jede dieser Aktionen unterliegt einer strengen Reihenfolge. Diese Reihenfolge ist jedoch eine Wahrnehmungsprogrammierung. Wie Albert Einstein eins sagte: “Zeit ist relativ” und dies ist völlig korrekt. Somit ist die Ursprungsrealität unabhängig vom Entwicklungsstadium des physischen Körpers. Diese Realität kann durchaus einen erwachsenen Körper beinhaltet haben, von der aus die unterschiedlichen Zeitkörperzustände bzw. die biologischen Entwicklungsphasen des Körpers in kopierten Realitäten in Erscheinung getreten sind. Immer wieder teilte sich die Ursprungsrealität auf und erzeugte eine hohe Anzahl an wahrscheinlichen Existenzen oder alternativen Realitäten, in denen der Körper eine andere Entwicklung durchlebt. Das Gleiche gilt auch für den Geist, der eben mit seinen Gedanken und Emotionen weitere geistige Realitäten erschafft. Geist und Körper gehen hier Hand in Hand und sie teilen sich immer mehr und mehr auf, solange, bis ein riesiges Netzwerk an Realitäten erschaffen worden ist.

Der Alterungsprozess entsteht nicht, weil sich die Zellen nicht mehr teilen können, sondern weil die Entwicklung des Geistes innerhalb der physischen Ebene an seine Grenzen stößt. Die Realitätenteilung (vgl.: Zellteilung) nimmt ab, da der menschliche Geist bzw. die Persönlichkeit einen natürlichen Todeswunsch entwickelt. Dieser Todeswunsch ist verantwortlich für den Alterungsprozess. Aus keinem anderen Grund altert der Mensch.

Die Kraft des Geistes bzw. die Gedankenkraft setzt also nicht nur die Realitäten- und Zellteilung in Gang, sondern bringt sie auch mit der Zeit zur Verzögerung bis hin zum Erliegen. Die Persönlichkeit sehnt sich wieder nach seiner Ursprungsrealität zurück und das aktiviert den Todestrieb. Natürlich schmeißt man sich hierzu nicht aus dem nächstbesten Fenster oder springt von einem Hochhaus, sondern der Todestrieb besitzt einen nahezu natürlichen Ablauf, der sich schrittweise durchsetzt. Somit geschieht der Alterungsprozess langsam und gemächlich. Manche Menschen, die ungeduldig werden, entschließen sich manchmal, den natürlichen Todestrieb zu beschleunigen. In diesem Fall spricht man vom Freitod. Über den Freitod berichtete ich in einem anderem Artikel (s. “Jeder Tod ist ein Selbstmord“).

Nun könnte man sagen, dass der Todeszeitpunkt dann doch nicht immer willentlich herbeigeführt wird, sondern durch den natürlichen Todestrieb irgendwann zwangsläufig eintreten muss. Doch hierbei muss bedacht werden, dass der Todestrieb erst durch den Geist aktiviert wurde, der sich ab einem bestimmten Zeitpunkt dazu entschied, Richtung Tod zu gehen.

Die erwähnte Realitäten- und Zellteilung ist auch im Makrokosmos zu beobachten. Die vielen Galaxien strömen aus und sind ursprünglich aus einer Realität entstanden und haben sich daraufhin vermehrt. Ganze Sternenhaufen mit Milliarden Sonnen haben sich entwickelt und jagen durch das Universum. Gleichzeitig existiert auch eine riesige Bandbreite an alternativen Universen, die sich aus dem Ursprungsuniversum als Kopien entpuppten. Selbst unser Sonnensystem ist nicht ein stabiles Modell, das ständig am selben Ort im Universum verbleibt, sondern es bewegt sich im Einklang mit der Galaxie spiralförmig in Richtung eines unbekannten Ziels. Wir rasen unaufhörlich in einer Spirale mit einem drittel Lichtgeschwindigkeit durch das All.

Das beste Gefühl, um sich dies einmal bildlich vorzustellen, erhielt ich, als ich den Pilotfilm “Der Käfig” von Raumschiff Enterprise sah. Wenn man viele Folgen von dieser Serie gesehen hat und niemals den Pilotfilm, was sehr wahrscheinlich ist, da letzterer nach vielen Jahrzehnten erst aus der Versenkung auftauchte und mit anderen Schauspielern besetzt war, war der Effekt eine hervorragende Analogie zu dem, was ich hier zu vermitteln versuche. Wer also diese Serie gut kennt und den Pilotfilm nicht, könnte hier eine kleine Offenbarung erleben. Denn in einer TV-Serie verhält es sich ja nicht anders, was das Prinzip betrifft, denn es gibt einen Pilotfilm (Original) aus dem dann unzählige Kopien (Folgen) entstehen.

Vielleicht kann man nun anhand meiner Schilderungen das Prinzip der Vervielfältigung erkennen, wie es auf allen Ebenen und Dimensionen der Realität stattfindet, sei es im Mikro- oder dem Makrokosmos, auf biologischer oder auf psychischer Ebene.

11 Kommentare zu “Menschen- und Tierkunde: Zeit und der menschliche Todestrieb

  1. ein sehr hochwertiger beitrag, jedoch ohne das spezifische miteinbeziehen der expansion des universums, welche meiner meinung nach der grund des altwerdens und der vergänglichkeit ist.

  2. Die Expansion des Universums ist eine Illusion, weil sie auf der Zeit basiert, die ebenfalls eine Illusion ist.

  3. Hallo Indigo,
    das ist wohl richtig, dass das Universum eine Illusion ist, aber dies ist eine Verallgemeinerung und somit ist Dein Kommentar und meine Antwort hierauf ebenso eine Illusion und überhaupt alles, was im physischen Bezugsrahmen wahrgenommen wird. Dieser Umstand wird aber sehr schnell vergessen, immer wieder, wenn man zum Zahnarzt geht oder das Geld nicht rechtzeitig auf dem Konto ist. ;-) Somit dient diese Aussage innerhalb der physischen Realität nur dem Trost. Relevant ist sie also nur, wenn man sie erfährt.
    Liebe Grüße, Jonathan

  4. Hallo Jonathan,

    jetzt bist du Opfer deiner illusionären Sinnen geworden oder du hast in der falschen Realität geantwortet ;)

    Es ging um die Zeit und um die Expansion und nicht über das Universum selbst. Mit dem was du schreibst, bin ich vollkommen deiner Meinung. Wenn man sich bewusst wird, dass die Zeit so nicht existiert, dass alles gleichzeitig existiert und dass es kein Anfang und kein Ende gibt, dann kann man dein Text oben besser begreifen. Die Geburt ist nicht die Ursache vom Tod…

  5. Hallo Indigo,
    hm… da weiß ich jetzt nicht so recht, was Du aus meinen Worten gelesen hast. ;-) Es geht um die Verallgemeinerung, und da ist es gleich, ob Universum oder Expansion oder ob Kommentar oder Antwort. Denn so gesehen ist alles eine Illusion. Wenn jedoch alles eine Illusion ist, dann ist es auch irrelevant ob Expansion oder nicht. ;-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  6. Hallo Indigo,
    es ist auch nicht immer einfach, wenn man der Person nicht gegenüber steht. Es fehlen eben viele Informationen, wenn man solche komplexen Themen über das Netz diskutiert. Keine Gestik, keine Mimik usw. ;-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  7. Hallo Jonathan!

    Wie immer ein sehr interessanter und informativer Text, danke dafür erstmal. ;-)

    Wenn man also diesen natürlichen Todeswunsch gar nicht erst aktiviert oder ihn verringert (zumindest langsamer macht) könnte man quasi ja ewig Leben, bzw. zumindest länger als der Otto Normalbürger, richtig? (Entschuldige die dumme Frage, nur um es nochmal zu verinnerlichen)

    Auf jeden Fall sind diese Informationen sehr praktisch und zeigen nur mal wieder, wie wenig der Mensch doch eigentlich weiß. :-)

    Einen schönen Abend noch und viele Grüße, Marco

  8. Hallo Marco,
    danke für Dein Feedback. :-)
    Ja, das hast Du gut zusammengefasst. Der Wunsch zu sterben ist im Menschen i.d.R. stark verankert und dies leitet die Zellen dazu an, sich irgendwann nicht mehr zu teilen und zu altern. Tieren sieht man z.B. seltener oder schwerer das Alter an.
    Liebe Grüße, Jonathan

  9. Hallo Jonathan.

    Ich weiß, wie du das meinst. Ich glaube wie haben unterschiedliche Betrachtungswinkel. Du schaust von unten und ich von oben. Du akzeptierst die Illusion und ich nicht. Kann das sein?

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