Jonathans Traum

Ich habe während meines ganzen Lebens immer wieder an meine Kindheit zurückdenken müssen. Dort erlebte ich als fünfjähriger jede Nacht Albträume der unterschiedlichsten Art. Entweder träumte ich davon, in einem Auto zu sitzen und gefährliche Serpentinen entlang zu rasen oder von kleinen Teufeln, die sich unter Bettdecken versteckten und nur darauf warteten, dass ich den Raum betrat, um hervorzuspringen und mich zu jagen. Da ich in dem Alter bereits um 20 Uhr ins Bett musste oder gar früher, war es als Kind für mich eine Qual, die 8-10 Stunden zum Sonnenaufgang durchzuhalten. Dabei ersann ich die interessantesten Seitenliegetechniken, damit mein Körper sich nicht in der Nacht auf den Rücken drehte, denn in dieser Stellung waren die Albträume am schlimmsten.  Natürlich funktionierte dies überhaupt nicht, denn ich schlief irgendwann gegen Mitternacht ein – auch wenn ich dagegen angekämpft hatte. Prompt drehte sich mein Körper auch auf den Rücken und wenige Minuten später erwachte ich in meinem eingeschlafenen, starren und unbeweglichen Körper und konnte mich keinen Millimeter bewegen!

Nun begann das unheimliche Szenario… Es tauchte ein schwarzer Schatten in meinem Kinderzimmer auf. Ich konnte ihn nicht direkt sehen, aber all meine inneren Sinne waren auf das Äußerste aktiv und angespannt, sie spürten seine Anwesenheit mit aller Deutlichkeit! Er schlich durch den Raum und dann krabbelte er an meinem Etagenbett nach oben. Spürbar registrierte ich, wie sich die Matratze senkte, als er sich auf ihr abstützte, dann kroch er über meinen Körper und setzte sich auf den Brustkasten. Dort raubte er mir den Atem und ich konnte kaum noch Luft bekommen. Mit aller Anstrengung und Gewalt versuchte ich meine Finger zu bewegen, um ihn von mir herunter zu schubsen.

Ein Psychologe wird nun glauben, ich sei als Kind missbraucht worden. Ein Psychiater wird vermutlich annehmen, dass ich ein Trauma erlebt hatte und daraufhin Wahnvorstellungen erhielt und ein wohl sorgender Vater würde mir erklären wollen, dass dies alles nur Einbildung war und dass Träume nur Schäume sind, während ein Ufologe davon ausgehen wird, dass ich von Außerirdischen besucht wurde. Mir sind all diese möglichen Interpretationen durchaus bewusst, aber es ist alles ganz anders…

Irgendwie schaffte ich es immer, den schwarzen Schatten von mir herunterzuwerfen. Er verschwand daraufhin auch meistens und kam oft erst in der nächsten oder spätestens übernächsten Nacht wieder zurück, in der Hoffnung, ich würde schlafen. Doch damit war die allnächtliche Horrorshow noch nicht zu Ende, denn dann schlief ich irgendwann ein und die Albträume setzten sich an anderen Orten fort. In diesen Träumen ging es darum, so viel Bewusstheit in meinem Traum zu erlangen, dass ich so eben die Kraft aufbringen konnte, mich aus dem Schlaf zu holen und in den Wachzustand zu flüchten. Doch so leicht wurde es mir nicht gemacht, denn zwar erwachte ich dann in meinem Bett, aber es war ein falsches Aufwachen. Ich träumte nur, ich sei aufgewacht, glaubte mich gerettet zu haben, stieg aus dem Bett und ging in die Küche, um etwas zu trinken. In der Küche suchte ich noch die Wasserflasche oder Milch, die ich vielleicht am Vorabend hatte übrig gelassen. Notfalls öffnete ich den Kühlschrank und schaute dort hinein, aber darin fand ich keine Milch, sondern einen roten Teufel, der mir kreischend entgegen sprang.

Sofort erkannte ich, dass ich träumte und floh in den Wachzustand. Endlich erwachte ich abermals in meinen Bett, aber nur, um dort herauszufinden, dass ich erneut träumte und schon wieder nur falsch erwacht war. Mit aller Kraft setzte ich den Kampf fort und wünschte mich endlich in den Wachzustand. Dann erwachte ich in meinem Bett, setzte mich auf, blickte misstrauisch umher und rief lauthals nach meinen Eltern. Kurz darauf kamen meine Eltern an mein Bett und teilten mir mit, dass Träume nur Schäume seien und dass ihnen keine Bedeutung zukäme.

Ich schaute sie kritisch an, denn nicht nur waren die Träume so real wie die Wirklichkeit gewesen, sondern vielleicht befand ich mich noch immer in einem Traum und erkannte dies nur nicht! Somit waren doch diese beiden Personen nicht meine wirklichen Eltern, sondern Fremde, die Teil meines Traumes waren. Sie verhielten sich normal, also stellte ich die alles umfassende Frage:

“Bin ich jetzt wirklich wach oder träume ich noch?”

“Natürlich bist du wach!”, antworteten sie mir, aber wenige Sekunden später spürte ich etwas Lauerndes, das in ihnen aufkam. Darauf folgte die absolute Gewissheit, dass sie sich abgesprochen hatten, um mich zu beruhigen und in Wirklichkeit hatten sie andere Pläne. Sie strahlten eine unglaubliche Kälte und Rücksichtslosigkeit aus und wollten, dass ich meine Träume und all das vergaß! Sie waren sich jeder ihrer Worte absolut bewusst und hatten einen Plan geschmiedet, der sich mir nicht richtig erschloss. Ich sollte jedoch für immer bei ihnen bleiben, das konnte ich in ihnen lesen. Es war also doch ein Traum, denn dies konnten nicht meine Eltern sein! Nun versuchte ich mit aller Kraft wieder zu erwachen, aber alles, was mir nur gelang, war, dass sich meine Eltern auf eine gewisse Art verwandelten. Jetzt strahlten sie mit einer unglaublichen Wärme aus und waren sehr lieb zu mir. Sie sprachen sanft mit mir und beruhigten mich. Dieser Effekt, dass ich in der einen Minute sehr kalte und rücksichtslose Eltern wahrnahm, so nahm ich in der nächsten Minute liebevolle und warme Eltern wahr. Es wechselte mehrere Male und es irritierte mich, aber im Inneren wusste ich, dass ich noch immer träumte. Dies konnte nicht meine Realität sein und somit auch nicht mein richtiger Wachzustand! Also floh ich wieder aus dem Traum, in der Hoffnung, jetzt endlich zu erwachen!

Erneut erwachte ich in meinem Bett und rief meine Eltern! Sie kamen an mein Bett und waren sanft und liebevoll zu mir. Es war nett, dass sie gekommen waren, um nach mir zu sehen, aber ich wusste, dies war wieder ein Traum. All meine Anstrengungen waren vergeblich gewesen. Ich konnte tun, was immer ich wollte, entweder landete ich in den Albträumen oder in diesen zwei Realitäten, in denen ich in einem Kinderzimmer aufwachte und die Eltern liebevoll oder rücksichtslos waren. Was sollte ich nur wählen? Sollte ich nun zurück in die fremden Realitäten gehen und dort gegen Dämonen kämpfen oder mich für eine der beiden Elternversionen entscheiden? Also entschied ich mich für die liebevollen und sanften Eltern, wenn ich schon in diesem Traum zu bleiben hatte…

Die Albträume der Nacht gingen langsam zurück und meine Eltern nahm ich nur noch in der einen Version wahr, für die ich mich entschieden hatte. Trotzdem war mir sonnenklar, dass ich mich noch immer in einem Traum befand. Ich hatte es einfach nicht geschafft, tatsächlich aufzuwachen!

Und genau dieser Umstand existiert noch heute! Darum trägt diese Geschichte den Titel “Jonathans Traum”, da ich noch immer träume, Jonathan zu sein, weil er es in seiner Kindheit nicht geschafft hatte, wirklich aufzuwachen.

All dies vergaß ich mit der Zeit und ich erinnerte mich nur an kleine Bruchstücke ohne jede Bedeutung. Mittlerweile jedoch habe ich durch meine Meditation immer mehr zusammenfügen und wiedererinnern können, was meine Kindheit betrifft und diese Entdeckung war darunter immer die Furchteinflößeste.

Wie ich sicher sein kann, dass ich nicht doch aufgewacht bin? Das ist eine gute Frage. In meiner Kindheit habe ich nach dem Aufwachen immer die Umgebung auf die winzigsten Hinweise untersucht, um bestimmen zu können, ob ich wache oder träume. Ziemlich schnell fiel es mir auf, dass es sich doch um einen Traum handelte und setzte dann alle Hebel in Bewegung, um beim nächsten Sprung in die Traumwelt endlich meine wirkliche Wachrealität wiederzufinden. Heute erkenne ich es daran, dass ich immer noch träume, weil ich nicht der bin, der atmet. Ich werde geatmet und aus dem Grund weiß ich, dass ich in Wirklichkeit noch immer in meinem Bett liege und schlafe… sprich, dass ich jetzt in diesem Augenblick träume, ich würde als Jonathan einen Artikel in einem Blog ins Internet stellen, der sich mit diesem Thema beschäftigt.

Das ist Jonathans Traum, der immer noch andauert. Er war auf der Suche nach seinem wirklichen Wachzustand und scheiterte. Dies veranlasste ihn dazu, sein Leben lang nach einem Ausgang zu suchen, der von verschiedenen Wärtern bewacht wird, die sich Angst, Zweifel und Verstand nennen. Doch ist dies nicht allein Jonathans Traum, sondern der Traum eines Jeden, der auf diesem Planeten lebt… oder all das vergessen hat und nun tatsächlich glaubt, er sei wach.

 

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Matrixblogger

Author: Matrixblogger

Der Matrixblogger ist Autor, Bewusstseinsforscher, Berater und Blogger, hat bislang neun Bücher veröffentlicht und ist bekannt aus Fernsehen, Radio, Interviews, Vorträge, Literaturwettbewerben, Workshops und vielen anderen Aktivitäten. Seine Interessen gelten der Bewusstseinserweiterung, außerkörperliche Erfahrungen, luzides Träumen, die Dissoziation, die Matrix und die Aktivierung der Zirbeldrüse.

20 Kommentare zu “Jonathans Traum

  1. Der Kleine, der immer noch träumt, heisst doch auch Jonathan, oder? Jonathan träumt davon, Jonathan zu sein. Wenn er dann endlich aufwacht, was dann???

    Lieben Gruß

    Louis

  2. Hallo Jonathan,
    sehr berührend!
    Ich hatte auch als keines Kind Erfahrung mit einem dunklen Wesen und keiner glaubte es. Nun ja, wenigstens hatte ich kaum Alpträume. Bei mir war es so, dass ich ein Träumelieschen war. Tagträumen in der Schaukel und sehnsuchtsvoll in den Himmel geschaut. Ich konnte es kaum erwarten ins Bett zu dürfen, weil ich dann in eine andere Welt reisen konnte. (Sehr pflegeleicht für Eltern ;-))
    Ich denke, jeder, der sich wirklich bemüht, kann sein ganz anderes Empfinden und Wahrnehmen der Welt als kleines Kind wiederentdecken.
    Ich befürchte, wenn wir aus diesem Traum erwachen, finden wir uns in einem anderen Traum wieder. Hoffentlich dann mit mehr Bewusstheit und Souveränität!
    Danke für deine offene Art auch über ganz Privates zu schreiben. Wer traut sich das schon?
    Liebe Grüße, Momo

  3. Hallo Momo,
    lieben Dank für deine schönen Worte. Das klingt wirklich nach einer sehr pflegeleichten Tochter. Schön zu wissen, dass Kinder diese Phase auch anders erleben können. Vor allem, dass Du Dich erinnern kannst, ist erstaunlich, da dies kaum noch jemand kann – wenn ich mich so umhöre. Tatsache ist auf jeden Fall, dass jeder so etwas erlebt haben dürfte.
    Liebe Grüße, Jonathan

  4. Hallo Louis,
    tja, gute Frage. :-) Jedenfalls ist es voraussichtlich wieder ein Jonathan… vermute ich einmal… und noch einer und noch einer. Solange, bis man die Realität wiederfindet, in der man wirklich aufwacht.
    Liebe Grüße, Jonathan

  5. Lieber Jonathan

    Deine Erzählungen haben etwas unglaublich faszinierendes.
    Aber dieser Satz irritiert mich auch ein bisschen:
    “Das ist Jonathans Traum, der immer noch andauert.”

    Ich glaube sogar, dass ich den “Fehler” gefunden habe, der Dich von der Selbsterkenntnis abhält. Ich wusste bei Dir auch nie so richtig, wo Du in dieser Sache, die ich meine, stehst. Das Problem ist nur, dass man jemand sehr schlecht schriftlich vermitteln kann, worum es bei der “Selbsterkenntnis” geht. Aber ich versuchs mal:-)
    Du kannst natürlich alles anzweifeln, was ich schreibe, wäre auch kein Problem für mich.
    Es mindert für mich auch nichts von dem, was Du alles gesehen und beschrieben hast. Ich finde Deine Aussagen zu der Täuschung durch den Versand usw. immer noch sehr gut.

    Was ich meine:

    An sich kann es ja nicht Jonathans Traum sein, da J. ja der Geträumte ist. Hat Louis ja auch schon festgestellt. Der Träumende befindet sich ja in einer anderen Seinskategorie. Rein theoretisch könnte der Geträumte vielleicht so eine Art Ableger oder Kind sein und immer noch irgendwie identisch mit dem, der träumt. Er wäre dann ein niederer Aspekt, aber völlig von dem Träumenden abhängig. Insofern kann das eigentlich nicht sein. Er hätte die Existenz nur von dem Träumenden und nicht aus sich selbst. Und seine ganze Umwelt und Realität genauso. Der Träumde muss also seinsmässig verschieden sein von dem Geträumten.
    Dies gilt in gleicher Weise für jeden Jonathan. Deswegen kann es sich bei dem Träumenden nur um ein höheres Wesen, Geist, Seele oder Bewusstsein handeln. Es kann eben kein Jonathan sein, da der sich in einer anderen Kategorie befindet.
    Der Träumende übersteigt alles, was Jonathan sich vorstellen kann und kennt.
    Dieser Träumende projiziert Jonathan und seine Realität aus sich heraus nach aussen und verleiht ihm eine scheinbare Existenz und gibt ihm einen Teil von sich selbst als Bewusstsein und Verstand. Dann jedoch vergisst dieser Träumende in Jonathan und seinem kleinen Bewusstsein, wer er wirklich ist (also viel grösser) und identifiziert sich in dem Teilbewusstsein vollständig mit Jonathan. In sämtlichen alternativen Jonathans geschieht dasselbe. Ohne ein Überbewusstsein könnten diese voneinander ja auch gar nicht wissen. In einem jedoch kommt der Jonathan vielleicht dahinter (welcher ist egal), dass sein Bewusstsein Teil eines viel höheren Bewusstseins ist. Er erkennt, dass jeder Jonathan und seine Welt nur eine Projektion ist (die Matrix) und erinnert sich wieder seiner wahren viel grösseren Bewusstheit. Somit wird er frei von den Sorgen und Nöten Jonathans, die nur Illusion sind.
    Somit wäre die Antwort nicht in den alternativen Realitäten zu finden, die alle nur eine Projektion, also Traum sind, sondern schon und nur hier gegenwärtig. Weder kann noch muss man anderswohin reisen, weil das alles nur in dem Traum geschieht. Der Träumende befindet sich immer an demselben Ort, in Wirklichkeit jenseits von Raum und Zeit.
    Wir sind bereits in der einen, wahren Realität und waren auch nie woanders. Aber nicht als die Form, sondern als das formlose, aus dem jede Form projiziert wird.
    So lehrt es auch der Osten.
    Wir müssen nur “uns”, den Uwe oder Jonathan und unsere Welt als Projektion in einer Matrix erkennen und uns wieder unserer wahren formlosen Natur bewusst werden.

    Dir ist doch eigentlich auch klar, dass wir über ein viel höheres Bewusstsein verfügen, deswegen habe ich mich über Deine Antwort an Louis gewundert.
    Ich denke, wir können jede Realität zu der machen, in der wir erwachen. Wir müssen nicht die Realitäten suchen, sondern den, der sie träumt. Damit ändern wir dann auch unsere Realität, stimm ich Dir wieder zu :-).
    Unsere wahre Natur, was wir wirklich sind, ist schon hier und jetzt vollständig gegenwärtig, ganz sicher. Alle Realitäten tauchen darin als Traum auf.
    Ich bin froh, dass mal angesprochen zu haben und würde mich freuen, wenn ich Dich inspirieren konnte. Lang genug war mein Text ja ;-)

    Im Übrigen: Wie es der Zufall oder was auch immer so will, hatte ich vor fünf Tagen (hab es notiert) ein ähnliches Erlebnis wie Du als Kind: Ich war in Schlafstarre und fühlte mich von einem bösartigen Wesen umklammert. Vorher hatte ich sehr eigenartige elektronische Töne gehört. Mir tat von dem Wesen sogar die Schulter weh. Dann dachte ich, ich träume und kann fliegen, und dann haben wir im Fliegen noch miteinander gekämpft, wobei ich aufgewacht bin. Am Abend vorher hatte ich mich noch geärgert, vielleicht deswegen dieser negative Traum.

    Wenn Deine Eltern zu Dir gesagt haben, dass Du nicht träumst, war das natürlich nicht wahr, auch, wenn sie es selber geglaubt haben. Interessant, dass Du die Lüge und Täuschung darin, die so fundamental ist und uns hier gefangen hält, gespürt hast bzw. Dich noch dran erinnerst.

    LG, Uwe

  6. Hallo Uwe,
    danke für Deinen ausgiebigen Kommentar.
    Ich sehe es genau so wie Du, das höhere Selbst, das ich einige Male “gesehen” habe, entspricht genau der Beschreibung, die Du hier anführst. Ob das nun ein Jonathan ist oder nicht, sei erst mal dahingestellt. Das höhere Selbst ist natürlich ein Selbst aus vielen Selbsten bestehend, von dem Jonathan nur eins ist. Daran gibt es natürlich keinen Zweifel. Worauf ich mich beziehe ist, dass dies auf jeden Fall Jonathans Traum ist, da Jonathan aus einer Ursprungsrealität kam und diese verloren hat. Somit muss Jonathan erst sein ursprüngliches Selbst innerhalb seines Systems finden, um danach zum höheren Selbst gehen zu können.
    Liebe Grüße, Jonathan

  7. Hallo, Jonathan

    achso, dann sind wir ja doch gar nicht so weit auseinander. Ich meinte nämlich auch, dass Du das Höhere Selbst doch gesehen hast und kennst.
    Wahrscheinlich sogar besser als ich ;-)

    Aber dann verstehe ich nicht, was das ursprüngliche Selbst von Jonathan sein soll. Wir müssten ja auch alle ein ursprüngliches Selbst haben. Ist das so eine Art Kopiervorlage, von dem alle anderen Traum-Jonathans nur geklont sind oder was meinst Du damit? Woran willst Du das Ursprüngliche von dem Selbst und dem System denn erkennen?

    Danke auch Dir,
    LG, Uwe

  8. Hallo Uwe,
    ganz genau so sieht es aus. Es gibt einen Original-Jonathan, d.h. das Ursprungsselbst. Alle anderen Jonathane sind daraus hervorgegangen. Man kann aber auch sagen, dass ein Jonathan die anderen Jonathane träumt.
    Liebe Grüße, Jonathan

  9. Manche sind schon mal aufgewacht, glaube mir, das war für mich absolut schrecklich, denn da ist nichts. Gar nichts, und du merkst dann, dass das ganze Leben ein Traum ist. Buddhisten nennen es wohl Nirvana. Das war eine Art Nahtoderlebnis. Ich beschloss, weiter zu träumen und war sehr froh, mein altes Leben neu erschaffen zu können, war mir aber nie sicher, ob ich in der alten Welt gestorben bin, denn es hatten sich einige Details verändert.
    Also, überlege dir das mit dem aufwachen gut, es war sehr gruselig.
    L.G.
    Astara

  10. Ganz genau Astara!
    Da war ich auch schon mal. Da ist Nichtser als Nichts. Sowas von nichts.
    Es war zunächst verstörend, dann nach einiger Zeit wurde mir langweilig und ich dachte: “Wo ist die Show?” Dann ging es weiter.
    Heute denke ich eher, man sollte vielleicht Ruhe bewahren und sehen, ob man in eine noch andere Dimension wechseln kann. Aber dann kann man womöglich nicht in diesen Körper zurück und er stirbt.
    So wie es scheint, sind wir dort alle Anfänger.
    LG Ingeborg

  11. Hallo Astara,
    danke für Deinen Kommentar.
    Ja, das ist richtig. Da stehen einem die Haare zu Berge vor Angst! Ich bin zwei Mal aufgewacht bisher, aber irgendwie kam es nie zu einem für mich optimalen Abschluss.
    Liebe Grüße, Jonathan

  12. Hallo ihr beiden,
    Ja gruselig, ich habe hart gearbeitet, um an diesen Punkt zu kommen, aber es war ein “beinahe Tod” nötig dafür und obwohl ich da vorgewarnt war, hab ich es nicht so heftig eingeschätzt. Man sagte mir, da muss man durch und dahinter kommt das sogesogenannte “Lichtreich”. Das hab ich nicht erreicht, aber eine Frau, die ich kenne. Ich hatte eher den Eindruck, dass wir immer in der selben Welt sind und die ist geistig. An diesem Punkt habe ich ein paar Veränderungen gemacht, in einem höheren Bewusstseinszustand. Das klappt. Meinen Lebenstraum hab ich so fortsetzen können, obwohl ich hätte tot sein sollen. Also stirbst du vielleicht nur in deiner Welt, wenn du in eine andere umziehst?
    L. G. Astara

  13. Hey Jonathan,

    da ich beim Workshop am Wochenende ja kurzfristig auf Beamer-Suche geschickt wurde, entging mir die Erzäehlung über Deinen “ersten Traum”.

    Zunächst: ich zähle auch zu denen, die als Kind äußerst “reale” angsteinflössende Alpträume hatten. Bei mir ist die unheimlichste Erinnerung die an zwei Teufel-Kobold-artige (nicht genau zu definieren) Wesen mit riesigen roten Haarschöpfen die aus dem Flur sehr plötzlich in mein Zimmer einbogen. Sie hatten etwas äußerst skrupelloses, gefährliches an sich. Ich meine, dass dieser Traum mehrfach passierte. Desweiteren sitzt in mir seit Kindertagen die mich immer wieder beschäftigende Vorstellung davon, dass als Alternative zum “etwas sein” ja auch ebenso garnichts sein/existieren könnte. Bei dem Versuch sich dieses vorzustellen tritt “am Ende” dieser Vorstellung für Sekundenbruchteile ein ganz seltsamer Zustand ein. Eben die Vorstellung von: “da ist keine Show”. Früher als Kind konnte ich öfter/länger in dieser “Zone” des vorgestellten Nichts verharren und dieser Zustand erinnert mich an die Schilderungen von Astara und Dir. Es ist Wahnsinn.

    Was ist Deine Definition von “Aufwachen”? Hast Du irgendwann diese zwei Male des Aufwachens beschrieben? Wie es dazu kam und was Du dabei empfunden hast?

  14. Hallo Julia,
    danke für Deinen Kommentar.
    Deine Kindheitsträume klingen ja sehr stark auch den meinigen. Teufelartige Kobolde, richtig. Meinen Artikel “Jonathans Traum” findest Du über die Suche, wie vieles andere auch per Stichwort. :-)
    Dieser Bewusstseinszustand im Nichts, den habe ich bereits häufig besucht, ist aber nicht mit dem “Aufwachen” gemeint. Dieses Nichts nenne ich Void und beschreibe dies in der “Jenseitskarte”.
    Die Definition von Aufwachen ist buchstäblich gemeint. Man erwacht aus dem Traum, den wir Alltagsleben nennen.
    Liebe Grüße, Jonathan

  15. Hallo Astara,
    danke für Deinen Kommentar.
    Richtig, ein “beinahe-Tod” ist für das Erreichen dieses Zustandes notwendig oder eine sehr lange Dissoziation.
    Das denke ich auch, dass man stirbt, wenn man in eine andere Welt umzieht. Äußerst elegant ist es natürlich, wenn man seinen Körper auch noch mitnimmt.
    Liebe Grüße, Jonathan

  16. Hallo Astara, hallo Jonathan, hallo Julia,
    das ist alles wirklich sehr interessant, was Ihr schreibt. Ich möchte Euch noch ein paar Erfahrungen von mir erzählen. Möglicherweise habe ich schon öfter mal einen Blick in dieses Lichtreich werfen können. Diese zufälligen luziden Träume fanden vorzugsweise zu besonderen Planetenkonstellationen statt (übrigens wie in der Mithrasreligion beschrieben). Das letzte Mal, es war Tag- und Nachtgleiche vor einem Jahr, fand ich es dort so schön, daß ich mir dachte: “Hier möchte ich sein” — und nicht in dieser unserer Welt hier. Kurz danach wachte ich hier auf und hatte Schmerzen im ganzen Körper. Die habe ich immer noch, mal mehr, mal weniger. Und ich bin seither nicht mehr dort gewesen. Mittlerweile denke ich, ich bin nicht mehr komplett zurückgekommen (deshalb die Schmerzen). Ein Teil von mir ist immer noch dort. Das nächste Mal, wenn ich wieder in dieses Lichtreich komme, werde ich ihm sagen, daß er wieder mitkommen soll. Denn, wie der Dalai Lama einmal so treffend gesagt hat, “es gibt auch ein Leben vor dem Tod”. Wir sind hier, um in dieser Dimension zu lernen. “Drüben” halten wir uns nach diesen Intermezzi von 70-110 Jahren auf der Erde sowieso immer wieder auf.
    Was meint Ihr, liege ich da richtig?
    Alles Liebe von Ingeborg

  17. Liebe Ingeborg,
    das ist ja toll, dass du den Sprung ohne Nahtod schaffst. Da kannst du bestimmt per Astralreise hin gelangen. Die Schmerzen können daher kommen, daß du deinen Astralleib nicht wieder richtig eingefügt hast. Da hilft Körperarbeit, Körper fühlen, ganz bewußt erden ist sehr wichtig. Es gibt schamanische Techniken um verlorene Anteile zurück zu holen. Du kannst das auch durch deinen Willen in hoher Konzentration machen. Es gibt nichts, was je von dir getrennt ist, darum kannst und du solltest es auch so bald wie möglich zurück holen. Fehlende Anteile machen verwundbar für Fremdeinflüsse.
    Lieben Gruß
    Astara

  18. Hey,
    Laut meiner Eltern bin ich in einen Zeitraum von ca. 6 Monaten, immer nachts schreiend aufgewacht und habe vom schwarzen Mann geträumt. Sie schönen es auf das anschauen von StarWars und dachten ich meine Lordvader.
    Ich selber kann mich an die Zeit nicht mehr erinnern.

    Währe echt interessant diese Erinnerungen wieder zurückzubekommen. Kennst du da irgendwelche Wege?

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