Im Spukhaus – Teil 2 – Schlurfende Schritte

Ich habe noch einige Erfahrungen aus dem neuen Haus und möchte sie hier noch als zweiten Teil hinzufügen. Ich dachte mir, dass ich einfach wieder alles zusammen aufschreibe:

Gleich eine Nacht später bekam ich erst einmal erneut Besuch von der unbekannten Persönlichkeit mit den schlurfenden Schritten. Sie schlich sich dieses Mal lautlos in mein Zimmer hinein und ich spürte sie ganz deutlich hinter mir. In dem Moment lag ich auf der Seite mit dem Gesicht zur Wand. Mein ganzer zweiter Körper reagierte auf diese Person, teilweise mit dem Gefühl von Bedrohung und Grusel, aber auch von Neugier und Faszination geprägt. Eine schöne Mischung, wie ich finde. Hierbei muss man also wirklich Nerven behalten, um nicht das Licht anzumachen oder aus dem Zimmer zu rennen. Während ich also darauf wartete, bis diese Persönlichkeit mich wieder “anfunkte”, spürte ich schon wieder die Schwingungen auf den Ohren. In sporadischen Abständen mit einer Dauer von vielleicht zwei Sekunden jeweils. Doch dieses Mal war keine Botschaft enthalten. Es drängten sich aber Bilder auf, wie z.B. dass sich jemand über mich beugt und mich anschaut oder dass mir gleich wieder einer die Bettdecke wegzieht. Ich drehte mich dann auf den Rücken und öffnete kurz die Augen, aber außer einige Schemen in der Dunkelheit konnte ich nichts erkennen. Ich schloss wieder meine Augen.

So lag ich dort und schaltete dann kurz darauf in den zweiten Körper um. Ich löste mich vom Körper und stand dann in meinem Schlafzimmer außerkörperlich. Es war sehr dunkel und ich konnte kaum etwas erkennen. Ich drehte mich langsam im Kreis und suchte alles ab, aber ich konnte einfach nichts entdecken. Dies bedeutete für mich in dem Moment, dass ich nicht die Frequenzhöhe dieser Persönlichkeit aufwies oder dass sie schon wieder verschwunden war. Da ich nun schon mal außerkörperlich war, konzentrierte ich mich und teleportierte mich ins Ungewisse. Alles war Schwarz. Einige Augenblicke später fühlte ich Boden unter den Füßen. Ich hatte mich irgendwohin gebeamt. Ich befand mich auf einer Party. Neben mir saßen einige Leute auf Bänken und ebenso mir gegenüber. Ich lauschte den Gesprächen und lachte hier und da mit, aber ich war nicht wirklich involviert und fing wieder an, meine psychokinetischen Fähigkeiten weiter auszubilden. Ich konzentrierte mich auf eine Schachtel, die auf dem Tisch stand. Ich streckte meine rechte Hand aus und kurz darauf bewegte sie sich. Gut, das funktioniert, dachte ich. Dann probierte ich nun, den Gegenstand nicht wie ein Puller zu mir herzuziehen, sondern sie von mir fortzubewegen, also zu pushen. Nichts geschah. Die Schachtel blieb liegen. Dann bewegte ich meine Hand leicht hin und her, als würde sie flattern und in dem Moment verschob sich die Schachtel tatsächlich ein kleines Sück von mir fort. Langsam, aber deutlich sichtbar. Ich war erst einmal zufrieden. Nun überlegte ich, ob es denn auch möglich wäre, meine Hand gar nicht einzusetzen, sondern einfach mit purer Gedankenkraft zu arbeiten. Ich legte die Hände also auf den Tisch und konzentrierte mich mit meinen Gedanken auf ein anderes Objekt, das genau vor mir lag. Einige Sekunden später bewegte es sich tatsächlich. Es verschob sich auf dem Tisch zu mir hin. Einen Moment später verschwand die Szenerie und alles war wieder schwarz um mich her. Ich konzentrierte mich darauf, in die nächste Szene zu springen. Ich wunderte mich, was diese schwarzen Ausblendungen und Momente immer zu bedeuten hatten. Warum wurde immer wieder alles schwarz und blieb dann auch mehrere Sekunden so? Ich schloss meine Augen und stellte die Frage nach innen:

“Warum nehme ich immer wieder schwarze Ausblendungen wahr?”

Ich musste wirklich nicht lange warten und hörte sofort eine Stimme… oder besser, es waren hunderte Stimmen, die mir gleichzeitig antworteten:

“Wir sind Romoleus!”

Diese vielen Stimmen, die gleichzeitig den gleichen Satz sagten, waren sehr imposant. Ich spürte, dass es sich hier um eine Persönlichkeit handelte, die aus vielen anderen Persönlichkeiten bestand, vielleicht aus Tausenden! Ich vernahm auch einige leisere Stimmen im Hintergrund, aber ich konnte nicht hören, was sie sagten. Einige flüsterten auch und obwohl ich mit aller Konzentration lauschte, konnte ich sie nicht richtig verstehen. Allein verständlich waren nur die hundert Stimmen im Vordergrund, die diesen einen Satz geformt hatten!

“Danke für dein Kommen! Kannst du mir meine Frage beantworten?”, fragte ich nonverbal weiter. “Ich erfahre in meinen außerkörperlichen Reisen und luziden Träumen immer solche Aussetzer, in denen ich nur Schwarz wahrnehme. Es ist, als ob ich nicht richtig sehen kann.”

“Es gibt Dinge, die du noch nicht sehen darfst…”, war die Antwort der vielen Stimmen.

Wieder Flüstern und andere Stimmen im Hintergrund, aber sie blieben noch immer unverständlich.

“Wer bist du, Romoleus?”, fragte ich nach, aber es kam keine Antwort mehr. Im nächsten Augenblick befand ich mich nämlich schon in der nächsten Traumwelt…

Ich stand vor einem großen Tor und öffnete es gerade. Vor mir ein großer Garten und eine schöne Villa mit einem doppelten YTreppenaufgang zur Haustür. Sehr schön! Solch eine Villa hatte ich mir doch schon immer gewünscht, dachte ich… Dann kam das Update kam herein:

Ich wohnte hier mit einigen anderen Leuten in der Villa. Wir hatten eine recht große Wohngemeinschaft und diese Villa gemietet. Als ich das Tor wieder schloss, hörte ich eine Lautsprecherdurchsage:

“Es muss ein Ende haben! Wir können uns nicht mehr auf die Aussagen der Regierung und der von Großkonzernen manipulierten Wissenschaftler verlassen! Sie haben uns in einen halluzinatorischen bzw. leicht hypnotischen Zustand versetzt! Diese Halluzinationen müssen ein Ende für uns Normalbürger haben! Es geht so nicht weiter! Lasst uns aufstehen und uns dagegen wenden! Lasst es uns beenden…!”

Ach, dachte ich, das ist wieder eine dieser Demos, dieses Mal bei uns in der Innenstadt. Jetzt gehen sie aber ganz schön zur Sache. Sie hatten, laut meinem Update, in den letzten Monaten in vielen Städten in ganz Deutschland öffentlich demonstriert. Ebenso ging mir durch den Kopf, dass es auch endlich Zeit wurde, wenn sie sich nicht mehr an der Nase herumführen ließen und für die Unwissenden in unserem Land für Aufklärung sorgten. Ich hoffte nur, dass diese Demo nicht von der Polizei unterbrochen werden würde, denn es gibt da so ein Gesetz, das besagt, dass es das Volk aufwiegeln könnte, wenn man so vorgeht und somit wird die von der Demokratie für alle Bürger bestimmte Meinungsfreiheit auch wieder ziemlich relativiert. Welch eine Schein-Demokratie, in der wir leben, dachte ich. Dabei erinnerte ich mich sogar an den hervorragenden Film von den Wachowski-Brüdern, die auch “Die Matrix” produziert hatten: “V – wie Vendetta”. Dann stieg ich die Treppen hinauf zur Wohnungstür…

Wieder wurde alles Schwarz.

Es ist schon auffällig in dem neuen Haus, dass ich in drei Nächten hintereinander solche Erfahrungen erlebte. Aufgrund meiner Bequemlichkeit komme ich vielleicht auf ein oder zwei spannende Nächte mit luziden Träumen oder außerkörperlichen Erfahrungen in der Woche. Somit kann ich schon davon ausgehen, dass die Energie des Hauses oder des Kraftpunktes, auf dem es stehen mag, doch dazu beiträgt. Selbst mein neues Schlafzimmer besitzt nun für mich eine neue Atmosphäre. Allein wenn ich es betrete, habe ich das Gefühl, es ist nun das Magische Zimmer oder eben das Spukzimmer. Sicherlich eine scherzhafte Bezeichnung, aber schafft doch das richtige Gefühl für weitere interessante Nächte.

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4 Antworten für “Im Spukhaus – Teil 2 – Schlurfende Schritte”

  1. Momo sagt:

    Hallo Jonathan,
    ich möchte dir ein angenehmes Leben in deiner neuen Wohnung wünschen und natürlich viele schöne und wundersame neue Erfahrungen.
    Und erzähle nicht, dass du dich gruselst, das glaub ich nicht! Bei den Sachen, die du schon erlebt hast, werden dich auch ein paar Verstorbene nicht beunruhigen, oder doch?
    Ich spüre auch oft Feinstoffliche um mich, manche haben eine wundervoll warme Ausstrahlung, andere verströmen Kälte. Keine Ahnung, ob da auch Verstorbene dabei sind. Aber das ist gut so, denn da wüsste ich nicht wie helfen.

    Diese Romoleus-Persönlichkeit finde ich faszinierend. Sicher hochbewusst, wenn sie sich als “Wir” darstellt?

    Liebe Grüße von Momo

  2. Nicole sagt:

    Hallo Jonathan,
    auch ich wünsche Dir viel Freude und reichlich wundervoll magische Erlebnisse im neuen Haus!
    Die Wohngemeinschaft in der Villa könnte evtl. eure “Kommandozentrale” der Anderen-Seite- Erfahrungen sein?!
    Und ich bin sehr gespannt, wie sich weiteres der Romoleus-Persönlichkeit zeigen wird :-)
    Liebe Grüße
    Nicole

  3. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Momo,
    das Gefühl des Gruselns ist immer da. Für mich immer ein gutes Erkennungszeichen. Es bedeutet aber nicht, dass mich das beunruhigen würde. Ich mag es ja etwas Gruseliger. ;-)
    Ich bin ebenfalls gespannt, ob ich die Gesamtpersönlichkeit Romoleus noch einmal treffe.
    Liebe Grüße, Jonathan

  4. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Nicole,
    auch Dir lieben Dank für Deinen Kommentar.
    Kommandozentrale der anderen Seite klingt cool. ;-) Das krieg ich hier noch hin, dass es hinter den Ohren knistert, wenn man die Wohnung betritt. ;-)
    Liebe Grüße, Jonathan

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