Forschung: Silene Capensis: Afrikanische Traumwurzel (Teil 1)

Silene Capensis flüssig liquidDie Kategorie ‘Forschungen’ beinhaltet meine persönlichen Forschungen zu legalen Hilfsmitteln und Substanzen, die die Bewusstseinserweiterung unterstützen, aber auch andere wissenswerte und unerforschten Bereiche zur Erforschung des menschlichen Bewusstseins

Ein weiteres Forschungsprogramm, für das ich mich z.Z. interessiere und ab dem heutigen Tage durchführen werde, ist die Nutzung der afrikanischen Traumwurzel, die die stärkste Wirkung auf das nächtliche Traumerleben besitzen soll. Diese Wurzel ist legal im Handel erhältlich und beeinflusst das Alltagsbewusstsein für gewöhnlich nicht, aber es hat eine verstärkte Auswirkung auf die Träume der Nacht. Da die Auseinandersetzung mit dem Träumen eines meiner Steckenpferde darstellt, habe ich mir nun vorgenommen, dieses Kraut einmal näher unter die Lupe zu nehmen und dieses ganz nach afrikanischer Empfehlung anzuwenden. Dabei bin ich selbst natürlich wieder einmal das Versuchskaninchen…

Ich hatte vor einigen Jahren mehrere Traumkräuter für jeweils kurze Zeiträume ausprobiert und empfand die Silene Capensis auf den ersten Blick als besonders gut und herausstechend. Aus dem Grund habe ich mich bei meiner Forschungsreihe für diese Pflanze entschieden.

Zur Pflanze: Die afrikanische Traumwurzel (Silene Capensis) oder auch “Ubuwalu” oder “Undela Ziimhlophe(der weiße Weg) oder auch “Xhosa Traumkraut” genannt, ist ein Nelkengewächs und gilt als eines der stärksten Kräuter, die Einfluss auf die Träume nehmen. Der Stamm der Xhosas benutzt dieses Kraut seit Jahrhunderten für die Anregung des Traumerlebens, zu Zwecken der Heilung und dem Aufbau einer tieferen Verbindung zu ihren Urahnen. Es kommt als Gewächs in Südafrika und Zimbabwe vor. Interessanterweise wirkt diese Pflanze ausschließlich auf die Träume und es ist rational nur schwer nachzuvollziehen, weshalb sich dies so verhält. Manche jedoch behaupten, dass sie auch im Alltag eine unterschwellige Wirkung zeige, d.h. sie lässt die Umgebung ein wenig intensiver wahrnehmen und hellt die Stimmung auf.

Wirkung: Löst farbvolle, intensive Träume aus, bis hin zu luzides Träumen. Außerdem können prophetische Träume ausgelöst werden sowie erschreckende oder kindheitsbezogene Träume. Albträume können manchmal auch auftreten, hängt aber von der Betrachtung solcher Träume ab.

Verwandte Pflanzen: In Deutschland existieren ebenfalls einige Silene-Pflanzen, die aber bisher noch von niemandem getestet wurden. Wer hier Pioniergeist zeigen möchte, der kann gern einmal zuschlagen und mir seine Ergebnisse zusenden. Persönlich habe ich mich erst einmal für die erprobte Silene Capensis entschieden. Weiteres ergibt sich nach meiner Testreihe.

Einschränkungen und Nebenwirkungen: Es können Kopfschmerzen und grippeähnliche Symptome auftreten, wenn man das Gewächs zu sich nimmt und sich parallel dazu von altem Käse, Bier, Kaffee, schwarzer Tee u.ä. ernährt. Die Traumwurzel enthält MAO-Hemmer, die mit solcher Nahrung Körperprobleme auslösen können. Manche empfehlen eine vegetarische Diät in den ersten 3-5 Tagen der Einnahme. Ansonsten sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Wirkstoffe: In der Pflanze enthalten sind Alkaloide, vermutlich Triterpenoidsaponine, die dafür sorgen, dass dieser Effekt auf das Träumen bewirkt wird. Sicher ist dies bisher jedoch nicht, da diese Pflanze noch als recht unerforscht gilt und chemische Zusammensetzungen noch nicht geprüft wurden. Der Wirkstoff kriecht förmlich durch den Körper und wird nur stark verzögert aufgenommen.

Verstärker: Als Verstärker für die Wirkung kann Vitamin B6 angewendet werden.

Selbstanbau: Man kann die Samen einfach auf die Erde streuen und möglichst von unten bewässern, andernfalls schwimmen die Samen davon. Die erste Ernte sollte frühestens nach zwei Jahren oder später erfolgen.

Dosierung: Zumeist 0,3 bis 1,0 Gramm. Bei einer Überdosierung kann sich Übelkeit einstellen.

Preis: Allgemein im Handel für ca. 2-3 Euro pro Gramm. Es ist als Wurzel oder Pulver zu erwerben.

Anwendungsmöglichkeiten: Es gibt vier unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten, um dieses Gewächs zu sich zu nehmen:

1. Anwendung: Man kann es als zerstückelte Wurzelsammlung kaufen und ca. 0,5-1 Gramm schwere Stücke im Mund, ähnlich wie Süßholzstäbchen, zerkauen und schlucken. Der Geschmack ist etwas bitter, leicht nach Walnuss. Man kaut eine dieser Wurzeln vor dem Zubettgehen. Das Zerkauen kann bis zu einer Stunde dauern.

2.  Anwendung: Man nimmt 125 ml kaltes Wasser und fügt einen halben Teelöffel des Krauts hinzu. Man wartet, bis sich das Kraut auflöst und trinkt dann den Inhalt aus.

3. Anwendung: Man nimmt 300-500 ml kaltes Wasser und füllt es in einen verschließbaren Behälter. Danach fügt man einen gestrichenen Teelöffel des Krauts hinzu und schüttelt kräftig den Behälter, solange, bis sich ein Schaum an der Wasseroberfläche bildet. Mit einem Strohhalm saugt man nun diesen Schaum auf. Dies wiederholt man mehrere Male, bis sich ein Gefühl der Völle oder des Aufgeblähtseins einstellt. Der Inhalt kann durchaus mehrere Tage lang verwendet werden.

4. Anwendung: Man nimmt einen halben Teelöffel Silene-Capensis-Pulver und füllt dieses in einen vorhandenen Kräuter-Teebeutel ein. Dann nehme man ein große Tasse heißes Wasser und macht daraus einen Tee, der mindestens 8 Minuten ziehen sollte.

5. Anwendung: Man stelle aus dem Pulver Tablettenkapseln her und nehme sie einfach zu sich. Dafür kann man sich Leerkapseln im Internet bestellen und das Pulver einfüllen. Die Dosierung einer Kapsel pro Tag sollte 500 mg nicht überschreiten. Hierfür wäre eine Milligramm-Waage angebracht. Dosierung 1 Tablette am Tag.

6. Anwendung: Man erstelle einen Alkoholauszug aus der Wurzel und kann daraufhin einige Tropfen täglich zu sich nehmen.

Diese Varianten sind also möglich, um das Kraut zu sich zu nehmen. Persönlich habe ich mich für die klassische Variante entschieden (s. Anwendung 3), weil diese jene ist, die auch das Volk der Xhosa anwendet. Bei dieser Anwendung muss man den gebildeten Schaum am frühen Morgen nach dem Aufwachen zu sich nehmen. Dies klingt erst einmal irritierend, aber die in der Pflanze befindlichen Alkaloide werden nur schrittweise vom Körper aufgenommen und verzögert weiter transportiert. Erst nach 3-10 Tagen tritt die Wirkung auf.

Die beste Wirkung erzielen die älteren Pflanzen, d.h. 2-5 Jahre aufwärts. Je älter also die Pflanze ist, desto stärker ist der Wirkstoff. Aus dem Grund sollte man möglichst darauf achten, das Alter der verwendeten Pflanze in Erfahrung zu bringen. Eine Pflanze, die jünger als 2 Jahre ist, könnte zu schwache Wirkung zeigen.

Gerücht 1: Die Silene Capensis wird auch in der Magie verwendet. Hierbei erstellt man einen Tee und mischt in diesen Körperteile der Person hinein (z.B. Haare, Fingernägel usw.), in dessen Träume man eindringen möchte. Es wird behauptet, dass man auf diese Weise diese Person kontrollieren kann. Dass es möglich ist, auf diese Weise in den Traum einer anderen Person einzudringen, mag vielleicht zutreffen, aber mehr wird vermutlich nicht möglich sein.

Gerücht 2: Wenn man die Silene Capensis ununterbrochen 90 Tage lang zu sich nimmt, wird die Traumerinnerung danach für den Rest des Lebens erhalten bleiben.

Beide Gerüchte sind für mich bisher noch unbestätigt.

Nach diesen Informationen beginne ich nun mit meiner eigenen Forschungsreihe…

Tag 1:

Kraut: Pulverisierte ‘Silene Capensis’
Anwendungsmöglichkeit: 3
Körperempfinden: gut
Geistiger Zustand: gelassen, ein wenig müde, alles okay
Einnahme: 8:17 Uhr
Dosierung: Ein Teelöffel auf 300 ml Wasser
Schlafzeit: 2.00-7.00 Uhr

Am frühen Morgen habe ich dann den Teelöffel zu der Flüssigkeit gegeben und mehrmals kräftig geschüttelt. Danach mit einem Strohhalm den Schaum eingesaugt. Diesen Vorgang wiederholte ich mehrmals. Irgendwann wollte ich nicht mehr und fühlte mich irgendwie leicht “satt” und habe aufgehört. Der Geschmack erinnert mich an verschaltes Bier.

Im Laufe des Tages habe ich keinerlei Veränderungen in der Wahrnehmung bemerkt. Nur ein leichter Kopfdruck fiel mir auf, aber war kaum auffallend.

Am Morgen bin ich plötzlich um 5 Uhr aufgewacht und war hellwach. Träume waren keine besonderen zu vermerken, die in Qualität oder Art anders als sonst gewesen wären. Vermutlich muss ich noch einige Tage warten, bis die Alkaloide so weit vorgedrungen sind, dass sie eine Wirkung verursachen.

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Achtung: Meine Forschungsarbeit dient nur zu eigenen Zwecken und soll keine Aufforderung sein, dies nachzuahmen. Nachahmung auf eigene Gefahr!
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Quellen:
Erowid
Wikipedia
Youtube-Video

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9 Antworten für “Forschung: Silene Capensis: Afrikanische Traumwurzel (Teil 1)”

  1. Klaus Bronski sagt:

    Hey Jonathan,

    ich kann Dir noch das Traumkraut ‘Calea zacatechichi’ “empfehlen”.
    Ich habe dies über 2-3 Tage jeweils abends im Vaporizer verdampft und hatte danach sehr anstrengende 2 Wochen.
    Es ist schon eine Weile her, daher ist meine Erinnerung an einzelne Träume nicht mehr so präsent, aber es war extrem intensiv. Ich hatte keinerlei Erholung mehr durch den Schlaf, denn sobald ich eingeschlafen war, bin ich quasi auf der “anderen Seite” aufgewacht. Ich hatte das Gefühl überhaupt nicht mehr zu schlafen, sondern nur von der Alltagsrealität auf die andere Seite zu wechseln. Ich war froh als sich nach 2 Wochen endlich wieder ein normaler Schlaf eingestellt hat.
    Seitdem habe ich nicht nochmal mit dem Kraut experimentiert. Hast du Erfahrungen damit gesammelt?

    Gruß

    Klaus

  2. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Klaus,
    danke für Deinen Kommentar.
    Ja, ich kenne eigentlich so gut wie jedes Kraut, das mit dem Träumen zu tun hat. Die meisten habe ich schon getestet, aber bisher nicht so ausführlich wie nun die Capensis. Calea hat bei mir am besten gewirkt, als ich sie räucherte.
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. reproanja sagt:

    Mit Traumkraut hatte ich bisher noch keinen Erfolg. Ich habe damals laut Anleitung einen Tee gebraut und extrem runterreduziert. Das hatte so eklig geschmeckt und Wirkung war bei mir gleich Null. Was richtug gut bei mir wirkt ist Vitamin B6 in hohen Dosen. Da nehme ich schon 5 Tabletten pro Nacht ein. Zur Zeit versuche ich noch die syrische Steppenraute. Das habe ich zermahlen und in Kapseln gefüllt. Wenn ich es mal nehme, dann sind es 4 Kapseln pro Nacht. Aber für sich alleine habe ich da auch kein Erfolg. Das Wirkungsvollste ist die Einnahme von Galamer. Das möchte ich aber nicht allzu häufig nehmen. Bin also immer noch am Experimentieren.

  4. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Reproanja,
    Traumkraut nicht mit Silene Capensis verwechseln. Das sind zwei völlig verschiedene Kräuter.
    Liebe Grüße, Jonathan

  5. Ronnie sagt:

    Hallo Jonathan,
    ich bins Ronnie aus Hannover, ich bin ein sehr interesirter lesser deines blocks und bin schon seit 1 jahr am üben …im laufe der zei habe ich mir melatonin, borax und vitamin 6 (100mg) besorgt heute bestelle ich mir seratonin …. deine beitrag vom Silene Capensis hat mich neugirich gemacht. ich möchte kein falschen kauf tetigen und würde gerne wissen wo du es ersteigert hast .
    Liebe grüße, Jonathan

  6. reproanja sagt:

    Da bin ich mir auch nicht mehr ganz sicher, wie das damals hieß. Vielleicht wiederhole ich das mal mit Silene Capensis. Ich habe auch noch Wurzeln hier. African Dream Root. Ist das nicht das Silene Capensis?
    Das hatte ich damals im Mixer verhackt und versucht trocken runterzuwürgen. Danach mit Wasser nachgespült. Ein Päckchen mit 5gr habe ich noch da.

  7. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Anja,
    richtig, die African Dream Root ist die afrikanische Traumwurzel und somit die Silene Capensis.
    Liebe Grüße, Jonathan

  8. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Ronnie,
    danke für Deinen Kommentar.
    Also ich habe da einmalige Quellen benutzt. Ansonsten Azarius verwenden.
    Liebe Grüße, Jonathan

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