Filmkritik: ZOOM – Good Girls gone bad

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Emma (Alison Pill) arbeitet in einer Firma, die lebensechte Gummipuppen für vermögende Kunden herstellt. In ihrer Liaison mit einem Arbeitskollegen fällt ihr auf, dass sie zu kleine Brüste hat und gibt ihr Erspartes für eine Brustvergrößerung aus. Nach der OP fällt ihr auf, dass sie diese Veränderung doch nicht mag und möchte es wieder rückgängig machen. Da sie kein Geld hat, zeichnet sie aus Frust eine Comicfigur namens Edward (Gael García Bernal), der ganz nach ihrem Geschmack ist. Diese Figur nimmt immer mehr Leben an und entpuppt sich plötzlich zu einer eigenen Realität, in der er ebenso eine Fantasiefigur erschafft, ein brasilianisches Model namens Michelle (Mariana Ximenes), die davon träumt, eine Schriftstellerin zu werden und von einer Emma schreibt…

Eine verrückte Filmstory mit Pep, bei der man irgendwann zwischen Realität und Fantasie kaum noch zu unterscheiden weiß. Die Manifestation von Wünschen und daraus folgenden Emotionen sind sicherlich Hauptthemen in diesem Plot, doch wird auch versucht, Querverbindungen zu Träumen herzustellen, indem mit Filtern gearbeitet wird, die an den animierten Film “Waking Life” erinnern. Es ist gut vorstellbar, dass der Regisseur Pedro Morelli sich hier inspirieren ließ.

Sehr schön gelungen sind auch die unerwarteten Überraschungsmomente, wenn sich die erdachten Figuren selbständig weiterentwickeln und misstrauisch nach ihrem Erfinder rufen. Eine schöne und vor allem sehr lustige und komödiantische Reise in die Fantasie und zurück zur Realität…

Fazit: 7 Sterne. Sehenswert und lustig.

Der Film kann hier bestellt werden

Regisseur: Pedro Morelli
Mit: Gael Garcia Bernal, Alison Pill, Mariana Ximenes
Land: Kanada, Brasilien 2015, 97 min.
Genre: Drama
FSK: ab 12 Jahre
Ähnliche Filme: Waking Life

Trailer: Youtube

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