Traumnacht: Die seltsame Villa

Ich öffnete meine Augen. Es war Nacht und sehr dunkel im Zimmer. Ich versuchte mich zu orientieren… Ich lag in meinem Bett. Nein, doch nicht! Es war ein ganz anderer Raum! Das war nicht mein Schlafzimmer. Auch war der Raum größer, sicherlich an die 50 qm. Über mir befand sich noch ein Bett. Scheinbar lag ich in einem mir völlig fremden Etagenbett! Ich stieß mit meiner Hand gegen das Bett über mir. Plötzlich hörte ich die Stimme von Esther: “Wer ist da?”

Sie beugte sich dann aus dem Bett und schaute zu mir herunter. Unsere Augen mussten sich wohl an die Dunkelheit gewöhnt haben.

“Ach du bist es!”, meinte sie trocken.

Ich konnte deutlich ihre Umrisse sehen und auch, dass in diesem seltsamen Raum mehrere Betten standen und ziemlich groß wirkte.

Esther stand dann auf und ging zum Fenster.

“Wo sind wir hier? Ich war hier noch nie! Zumindest glaube ich das…”, meinte sie spontan.

“Ich weiß es nicht. Ich bin auch gerade hier wach geworden. Vor allem, was habe ich in einem Etagenbett zu suchen? Da komme ich mir gleich wie ein Kind vor!”, meinte ich lachend.

Esther schaute weiter aus dem Fenster und inspizierte die Umgebung: “Du, das sieht aus, als wären wir hier in einer Villa oder einem Herrenhaus. Der Garten ist sehr groß und englisch angelegt.”

“Interessant. Warte, ich schaue mir das mal an…”, meinte ich und erhob mich aus dem Bett.

Kaum richtete ich mich auf, spürte ich, wie das Bett nachgab. Es war, als wäre das Bett plötzlich aus Sand, in dem ich nun versank… Plötzlich war alles schwarz um mich herum und ich stand in einem anderen Raum. Das Schlafzimmer mit den Etagenbetten und ebenso Esther waren verschwunden.

“Esther?!”, rief ich laut.

“Ich bin hier!”, hörte ich und kurze Zeit später trafen wir uns auf einem der langen Korridore. “Wo sind wir hier nur? Und wie kann es sein, dass Du plötzlich weg warst?”

“Ich bin durch das Bett gerutscht und dann im nächsten Moment hier aufgetaucht”, erklärte ich. “Es scheint, als ob man hier mit seinem Körper nicht so stabil ist. Man kann teleportiert werden.”

Esther nickte und berührte eine der Wände. Im nächsten Augenblick verschwand sie in der Wand und war verschwunden! Ich ging zur Wand und berührte sie ebenfalls. Nichts geschah! Ich blieb weiterhin in dem Korridor. Ich rief einige Male ihren Namen, aber ich konnte sie nicht hören.

Dann ging ich eine lange Treppe hinunter. Es gab kein Licht. Nur der Mond, der von außen in das Haus schien, lieferte gerade genügend Licht, um mich einigermaßen orientieren zu können.

Unten angekommen ging ich durch die Tür und betrat einen schönen, großen Garten. Sehr gepflegt. Mit Hecken und Wegen. Steinen, runde Auffahrt und insgesamt sehr viktorianisch gehalten. Ich drehte mich um und schaute mir die Villa an. Es war ein großes Gebäude und es gefiel mir sehr, dort zu stehen und sie mir in der Dunkelheit anzuschauen. Eine okkulte Atmosphäre besaß dieses Haus.

Kurz darauf erwachte ich in meinem Bett. Ich vermute, dass ich hier in meinem Anwesen war, in dem ich in einem vorherigen Leben als ein Lord in England gelebt hatte. Die seltsamen Teleporter-Phänomene könnten daher gerührt haben, dass ich dort in meinem zweiten Körper gewesen bin und Probleme hatte, mich dort vernünftig zu stabilisieren.

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