Die alte Dame: Das Alter und Weltenverschiebungen

retrievingaktionIm Alter werden die Menschen automatisch, wenn auch nur unterbewusst mit einigen Auswirkungen im Alltag an die Kunst der Weltenverschiebung herangeführt. Die Weltenverschiebung ist ein Vorgang, der eintritt, wenn man eine bestimmte Realitätsebene, bzw. einen Aufenthalt in einer bestimmten alternativen Realität nicht mehr aufrechterhalten kann und dann in die nächste wechseln muss. Eigentlich geschieht dies jeden Tag, aber man bekommt es selten mit, wenn man auf Auto-Pilot durch den Alltag läuft, um diesen zu regeln. Duschen, Einkaufen, Essen, Arbeiten usw. Doch gestern traf ich mich mit einer alten Frau, an die 90 Jahre alt, die ich ab und zu mal besuche. Sie ist sehr nett, aber auch sehr eigenwillig, eine kleine Diva sozusagen. Während sie mir wieder detailliert Geschichten aus ihrem Alltag erzählte und mitteilte, dass sie ja überhaupt keine Lust mehr besäße, ihr Leben fortzuführen und daran denkt, es einfach vorzeitig zu beenden. Doch, so sagte sie, könne man höchstens in die Schweiz fahren, um sich dort einschläfern zu lassen. In Deutschland sei dies überhaupt nicht erlaubt. Dummerweise muss ein triftiger Grund für die Rechtfertigung der Euthanasie im Alter vorliegen, z.B. eine Krankheit, die das Leben ziemlich unangenehm gestaltet.

Während wir so miteinander sprachen, bemerkte ich eine Weltenverschiebung, eine Verlagerung der gegenwärtigen Realität in eine andere, sehr ähnliche Realität. Täuschend ähnlich, aber doch ein klein wenig anders als vorher. Als ich das gerade wahrnahm, rief sie fast gleichzeitig aus:

“Haben Sie das gerade bemerkt??”

“Was denn?” fragte ich nach.

“Das Licht wurde grad heller! Mit einem Mal. Irgendwas ist anders als vorher.”

Jetzt war ich doch platt. Sie hatte die Verschiebung tatsächlich bemerkt. Eigentlich bemerkt das nie jemand. Selbst ich achte nicht immer darauf, da die Nuancen so fein sind, kann man es auch leicht übersehen.

“Ja, das habe ich auch gesehen”, antwortete ich.

“Haben Sie das Licht angemacht?”

“Nein, habe ich nicht.”

“Das ist aber komisch”, sagte sie und schaute sich irritiert um und erkannte, dass das Licht nicht eingeschaltet wurde. Auch schien die Sonne oder sonstige Lichtquellen nicht dafür verantwortlich zu sein – was ich auch nur bestätigen konnte.

Ich sollte vielleicht erwähnen, dass sie jede Form von Religion, Philosophie, Spiritualität und Esoterik ablehnt. Sie ist Atheistin und glaubt nur das, was sie sieht. Ich bin sehr gespannt, was sie zu erzählen hat, wenn sie kurz vor dem Tod steht und der rationale Selbstschutz nachgibt.

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12 Antworten für “Die alte Dame: Das Alter und Weltenverschiebungen”

  1. Rastalaster sagt:

    Ist das abgefahren!

  2. Nilgün Bingül sagt:

    Hallo Jonathan,

    glaubst du tatsächlich, dass oben beschriebene Veränderung/Ebenenverschiebung mit dem Alter zu hat? Ich habe schon oft Lichtveränderungen (heller und auch dunkler) erfahren, konnte sie aber durch niemanden in meiner Umgebung bestätigen lassen. Einmal von meinem Bruder, aber der ist noch jünger als ich. Ich bin bestimmt sehr weit entfernt von dem Alter 90. Auf welche Ebene rutsch man dann??? Liebe Grüsse Nil

  3. jonajona sagt:

    Sagen wir mal so, dass man es spätestens im Alter bemerkt. ;-) Ich nehme das ja auch wahr und bin ebenfalls weit von 90 Jahren entfernt. *g*

    Liebe Grüße, Jonathan

  4. Maureen sagt:

    ….und ich dachte bislang immer, mein Blutdruck ist nicht ganz in Ordnung, wenn plötzlich alles heller bzw. dunkler erscheint.

    Vielleicht hat die ältere Dame ja auch schon vorher (einige Jahre?) unbewusst Lichtveränderungen erfahren. Kommt doch schon mal vor, man bemerkt, es hat sich was verändert, kann es dann aber nicht zuordnen, wundert sich vielleicht ein wenig und vergisst es einfach.

    Wie alt ein Mensch ist, hängt doch auch davon ab, wieviel Zeit er hier verbringt. Ist meine Zeit auf z.b. 80 Jahre “beschränkt”, bin ich mit 9 Jahren noch sehr sehr jung. Habe ich aber nur 10 Jahre, bin ich mit 9 Jahren sehr alt.

    Liebe Grüße
    Maureen

  5. Maureen sagt:

    ….Während sie mir wieder detailliert Geschichten aus ihrem Alltag erzählte und mitteilte, dass sie ja überhaupt keine Lust mehr besäße, ihr Leben fortzuführen und daran denkt, es einfach vorzeitig zu beenden. Doch, so sagte sie, könne man höchstens in die Schweiz fahren, um sich dort einschläfern zu lassen….

    Hört sich jetzt vielleicht etwas kalt und unverständlich an, aber wenn es mir noch möglich ist, mein Leben allein zu beenden z.b. durch Tabletten o. ä., warum besorge ich mir dann keine und “bringe es hinter mich”?
    Ich habe ein ziemlich großes Problem damit, einen anderen Menschen zu bitten, mich zu töten, nur weil ich es nicht allein schaffe. Ich habe einige Menschen durch einen Suizid verloren, auch meinen Ehemann. Es passiert meistens ohne dass jemand anderes davon erfährt. Ein Mensch beschließt für sich, sein Leben zu beenden und die Hinterbliebenen verstehen nicht warum. Ich fragte mich auch lange (eigentlich immer noch) warum jemand seinem Leben ein Ende setzt (unerträgliche Schmerzen mal ausgenommen), kann es auch immer noch nicht so wirklich verstehen.
    Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass ich irgendwann selbst einen Suizid beging, woran ich mich aber nicht erinnere, auch nicht an den möglichen Grund. Vielleicht habe ich erkannt, dass ein Suizid nicht immer die einzige Lösung ist.

    Und wenn es möglich ist, seinen Todeszeitpunkt selbst zu bestimmen, warum versuche ich es dann nicht auf “natürliche” Weise? Es kommt doch vor, ein Partner, mit dem man sehr lange zusammen war, stirbt und der Hinterbliebene möchte nicht von ihm getrennt sein, er stirbt kurze Zeit danach.

    Viele Grüße

  6. Momo sagt:

    Lieber Jonathan,
    ich stöbere gerade begeistert in deinen wundervoll inspirierenden Seiten.
    Bei diesem Beitrag nun viel mir spontan ein, was ich gerade in “Transsurfing 3” von Vadim Zeland gelesen hatte.
    Es geht dabei um Lebenslinien und ihre “Bühnenbilder”. Wir können uns bewusst auf andere Linien begeben und dabei ist der Wechsel des Bühnenbildes meist durch feine Nuanchen zu erkennen.
    Sehr lesenswert und es bestätigt diese Sicht der Weltenverschiebung, wie du es nennst.
    Mich erstaunt nur, dass sowohl du als auch die alte Dame dies bemerkten. Das würde ja bedeuten, dass ihr gemeinsam auf eine andere Linie “gerutscht” seit, oder?

    Herzliche Grüße

  7. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Momo,
    ja, das ist richtig. Wir sind gemeinsam “geruscht”. Das mit den Lebenslinien und Bühnenbildern ist hierbei eine gute Analogie. Ich achte da nicht mehr so stark darauf wie vor Jahren, aber mir fällt es immer wieder mal auf, wenn ich eine Linie wechsele. Mich erstaunte an diesem Tag eben, dass es die alte Dame ebenfalls wahrnahm. Dass es überhaupt jemand mal so etwas in meiner Gegenwart wahrgenommen hat, war und ist sehr sehr selten.
    Liebe Grüße, Jonathan

  8. Momo sagt:

    Lieber Jonathan,

    danke für die Antwort und so schnell. Hätt ich nicht erwartet.
    Ich bin zu einem neuen Dauerbesucher deiner sowohl optisch, als auch inhaltlich ansprechenden Seiten geworden!

    Danke, dass du deine Erfahreungen so frei zugänglich machst!

    Lieben Gruß von Momo

  9. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Momo,
    das freut mich zu hören! :-) Hatte gerade noch einen Verbindungstraum, den ich erst einmal zusammenformulieren muss, damit ich ihn ins Tagebuch stellen kann. Verbindugnstraum deshalb, weil er für mich mehrere Träume, die in meinen Aufzeichnungen fadenlos herumlagen, nun einen Sinn erhalten und miteinander verknüpft werden können.
    Liebe Grüße, Jonathan

  10. Heidi sagt:

    Hallo Jonathan,
    Du sagst, dass Du nicht mehr so stark wie vor Jahren darauf achtest, aber es Dir immer wieder mal auffällt, wenn Du eine Linie wechselst.
    Was sind das für Dinge, auf die man achten könnte, an denen man merkt, daß man die Realität wechselt wie hier im Beispiel das Licht). Was gibt es noch?

    Liebe Grüße
    Heidi

  11. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Heidi,
    es gibt viele Anzeichen dafür. Das mit dem Licht finde ich sehr auffällig, aber auch Stimmungsschwankungen oder plötzlich auftretende Emotionen können Hinweise sein, wie auch abrupt wechselnde Sitzpositionen Deines Gegenübers.
    Liebe Grüße, Jonathan

  12. Heidi sagt:

    Hallo Jonathan,
    das finde ich ja interessant, werde mal in Zukunft mehr auf solche Dinge achten, danke Dir für Deine Antwort.
    Liebe Grüße
    Heidi

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