Der Untersberg: Astralreise zum Untersberg (Teil 2)

barbarossa-im-untersbergGestern Abend hatte ich mal wieder zum Thema Untersberg recherchiert. Auch wenn mich aufgrund meiner vielen erlebten Erfahrungen, Traum- und Astralreisen nur noch wenig fasziniert, so sind doch unterbewusste Anteile meiner selbst anscheinend sehr am Thema Untersberg interessiert. Wenn ich doch gegenwärtig keine Zeit habe, ins Auto zu steigen und dorthin zu fahren, wieso nicht einfach eine Astralreise unternehmen? Also legte ich mich nachts ins Bett, es war ungefähr 3.30 Uhr, und konzentrierte mich darauf, meinen Körper zu verlassen…

Nachdem mein Körper völlig entspannt war und ich daraufhin die Frequenzanpassung in Form von Vibrationen spürte, wechselte ich in meinen feinstofflichen Körper. Kurze Zeit später befand ich mich auch schon in der Luft und flog am dunklen Firmament über das Land. Unter mir huschten Straßen, Häuser, Züge und Landschaften vorbei, bis ich auch schon den geheimnisvollen Berg in der Ferne erkennen konnte. Rein intuitiv landete ich an einer bestimmten Stelle am Fuße des Berges. Ich war von Wald umgeben und musste mich darauf konzentrieren, die Umgebung heller wahrzunehmen. So lief ich einige der Wege entlang, in der Hoffnung, irgendwelche Zeitfelder oder andere ungewöhnlichen Phänomene wahrzunehmen. Irgendwann tauchte auf einem der Waldwege rechts ein Nebel auf, der zuvor noch nicht zu sehen gewesen war. Sofort lief ich darauf zu und konnte erkennen, dass dieser Weg zuvor noch nicht dort gewesen sein konnte.

Irgendwie wirkte dieser Weg wie aus einem Märchen entstanden. Es war wie eine extra Zone, die aus dem Nichts erschienen war, ein getarnter Weg, der nun sichtbar geworden war und sogar ein Törchen als Eingang besaß. Jedoch nahm ich nicht das Tor, sondern schwebte einfach vom Waldweg hinüber auf diesen geheimnisvollen Weg. Ein Blick zurück zeigte mir, dass unmittelbar hinter dem kleinen Tor ein Steinquader lag, auf dem jemand ein Kleid abgelegt hatte. Intuitiv hatte ich dabei den Eindruck, als hätte man zu diesem Zeitpunkt jemand ganz anderen erwartet als meine Wenigkeit. Ich schaute mich um, damit ich die eingeladene Frau entdecken konnte, aber konnte sie nicht sehen. Dann lief ich weiter diesen Pfad entlang.

Nach mehreren Minuten traf ich tatsächlich auf eine Frau. Sie lief etwas desorientiert den Weg entlang und erschien mir in ihrem Nachthemd wie ein verirrter Geist. Ihre hellbraunen Haare waren lang und sie besaß ein feines, hübsches Gesicht. Aufgrund ihres Leuchtens erkannte ich, dass sie keine Verstorbene, sondern vielmehr ebenso in ihrem feinstofflichen Körper unterwegs war wie ich auch.

„Was machst du hier?“, fragte ich sie neugierig.

Ich war in der Tat gespannt auf ihre Antwort, denn der Steinquader am Anfang des Weges, das bereitgelegte Kleid und das plötzliche Erscheinen dieses Weges, auf dem wir uns gerade befanden, wirkten geradezu, als hätte man sie erwartet. Meine Anwesenheit entsprach dabei eher einem unbeteiligten Zaungast oder einem ungebetenem Voyeur. Doch sie antwortete nicht. Sie blickte mich nur lächelnd an, wandte dann wieder ihren Blick von mir ab und glitt weiter über Wurzeln und Moos.

„Wer hat dich hierhin eingeladen? Kannst du dich daran erinnern, woher du gekommen bist?“, hakte ich noch einmal hinterher.

Erneut blickte sie mich an und zog ihre Augenbrauen zusammen:

„Ich… ich weiß nicht“, entgegnete sie. „Gerade eben war ich noch bei meinen Eltern zu Besuch. Ich bin häufiger dort, aber wie ich jetzt hier hingekommen bin, weiß ich nicht.“

Aufgrund ihrer Reaktionen hegte ich nun stark den Verdacht, dass sie sich auf einer unbewussten Astralreise befand. Sie war sich ihres Zustandes nicht bewusst und ging vermutlich davon aus, irgendeinen Weg aus ihrem Alltag entlangzulaufen. Sie konnte mir vermutlich kaum mehr Informationen geben als ich bereits selbst besaß. Natürlich hätte ich sie nun schütteln und rütteln können, um ihr deutlich zu machen, wo und in welchem Zustand sie sich gerade befand, aber damit hätte ich höchstwahrscheinlich nur dafür gesorgt, dass sie sich erschreckt und blitzschnell wieder zurück in ihren physischen Körper geflohen wäre. Also hielt ich meinen Mund und begleitete sie stumm.

Kurze Zeit später, während wir schweigend nebeneinander hergelaufen waren, trafen wir auf einige Häuser. Eines dieser Häuser wirkte spontan interessant auf mich. Es war ziemlich hell verputzt und rechts davon befand sich ein Abhang mit einem extra angelegten Waldstück, das von einem hohen Maschendrahtzaun umgeben war. Nun erkannte ich, dass die junge Frau neben mir magisch von diesem Haus angezogen wurde. Sie glitt nun lautlos die Treppen hinauf und stellte sich vor die Wohnungstür. Das ließ ich mir natürlich nicht entgehen und lief hinter ihr her.

Die Tür wurde von einer alten Frau geöffnet, die vielleicht um die 60 Jahre alt war. Sie besaß langes, welliges, dunkles Haar mit vielen grauen Strähnen. Irgendwie wirkte sie wie eine Kräuterhexe. Sie blickte mich kurz an, aber schien mich dann einfach zu ignorieren. Ich war zwar nicht eingeladen, aber ich wurde glücklicherweise geduldet. Vielleicht erkannte sie mir einen umherirrenden Geist oder sie konnte mich nicht wirklich wahrnehmen. In ihrer Begrüßung fiel der Name Wiebe oder Wiebke, aber ich bin mir nicht mehr sicher. Solche Eckdaten, wie sie im Alltag völlig normal sind, sind auf der astralen Ebene völlig nebensächlich und auch schwer zu merken. In solchen Zuständen dominiert die rechte Gehirnhälfte doch ziemlich auffällig.

Die beiden setzten sich an einen Tisch in der Küche. Sie unterhielten sich über ein Buch, das der älteren Frau gehörte. Sie hatte es aus einem Bücherregal geholt und auf den Tisch gelegt. Interessiert blickte ich über ihre Schultern. Das Buch schien sehr alt zu sein. Es besaß einen dunklen, ledernen Einband mit hellbraunen Pergamentseiten, Bildern, Gedichten und anderen Textpassagen. Ich versuchte eines der Passagen zu entziffern, konnte mir sogar ein paar Zeilen für den Augenblick merken. Es war ein magisches Gedicht, wie ein Zauberspruch würde ich eher sagen, der sich um das Wetter und die Jahreszeiten drehte. Ein weiteres dieser magischen Gedichte handelte von der Zeit und der Möglichkeit, die Zeit zu beeinflussen bzw. eine Art Zeitfeld künstlich zu erzeugen. Ich versuchte mir irgendwas davon einzuprägen, aber besaß nicht viel Hoffnung. Um mir diese Zeilen merken zu können, müsste ich dafür sofort diese außerkörperliche Erfahrung beenden, aufwachen und direkt eine Aufzeichnung auf meinem Smartphone starten. Doch ich entschied mich dann dafür, lieber weiterhin Zeuge dieser Erfahrung zu bleiben und zu schauen, was im Weiteren geschehen würde – auch wenn ich wusste, dass ich die gelesenen Zeilen daraufhin vergessen würde.

Mir schien es, als würden sich die beiden kennen. Auch dachte ich nun darüber nach, ob ich in dem Moment vielleicht einfach nur Zeuge einer vergangenen Szene war, indem diese beiden Frauen aufeinandergetroffen waren. Ein wahres Erlebnis dieser Frauen aus ihrer Vergangenheit. Sollte mir diese Erfahrung zeigen, was es mit dem Untersberg auf sich hatte oder mir Hinweise liefern? War es vielleicht eine der vielen Geschichten, die hier einst geschehen waren oder handelte es sich tatsächlich um eine Szene aus der Gegenwart? Ich war mir dessen nun nicht mehr ganz sicher.

Die alte Frau ging in ein Nebenzimmer und ließ die jüngere am Tisch sitzen. Diese ergriff dann das Buch und verließ klammheimlich das Haus. Sie ging durch die Haustür und schon war sie draußen. Ich entschied mich dazu, ihr zu folgen. Draußen sah ich, wie sie durch ein Tor den hohen Maschendrahtzaun passierte und den Waldhang hinauflief. Sie lief und lief, das Buch noch in ihren Händen, tiefer in den Wald hinein.

Plötzlich kam ein sehr starker Wind auf und sie versuchte sich zu schützen. Sie legte sich neben einen Baum und umklammerte das Buch. Irgendwie wusste ich, dass es ihr wichtig war, das Buch wieder der Besitzerin zurückzugeben. Sie wollte es nur studieren und sich Notizen machen.

Ein altes, geheimnisvolles Buch über den Untersberg. Wer würde aufgrund der vielen Zeitverschiebungen und sonderbaren Phänomene dort es nicht interessant finden, ein solches Buch in den Händen zu halten, das einen Teil seiner Geschichte zu erzählen wusste und mehr Klarheit schaffen konnte?

Irgendwann verlor ich diese Szene und spürte, wie mich ein anderer Ort anzog. Es zog mich weiter zu dem Berg. Immer mehr und mehr trieb ich darauf zu und ließ mich wie von einem Magneten anziehen, bis mich der Berg aufsog und ich ins Innere glitt. Dort wurde ich von Gestein umschlossen und immer tiefer gezogen.

Kurz darauf befand ich in einem großen Raum im Inneren des Berges. Mein ganzer Körper kribbelte und ich fühlte eine seltsame Wahrnehmung, ein Gefühl der Warnung oder Widerwillens, so, als würde hier etwas mit mir geschehen, das ich nicht richtig einschätzen und kontrollieren konnte. Es war ein Gefühl des Fließens, von Wellen, die mich fortzureißen gedachten. Dann erkannte ich es! Es war ein starkes Energiefeld, das meinen ganzen Körper umgab und mich mitriss, hinfort durch die Zeit!

Neben mir stand plötzlich ein Mann. Er war recht schlank und vielleicht um die fünfzig Jahre alt. Er blickte mich an und war erstaunt, mich zu sehen. Meiner Ansicht nach schien er in diesem Berg zu leben.

„Wie bist du hierher gekommen?“, fragte er mich.

„Ich weiß es nicht“, antwortete ich. „Was ist das für eine starke Energie, die ich hier wahrnehmen kann? Entführt mich diese in die Zeit?“

„Nein, in deinem Zustand, in dem du dich gerade befindest, kannst du zwar die Energie spüren, aber sie wird dich nicht in die Zeit davontragen. Die Zeit geht hier viel schneller um als draußen. Du bist hier sicher.“

„Nicht, dass ich nachher in meinem Bett erwache und mich fünfzig Jahre in der Zukunft befinde?“, scherzte ich herum.

Wir lachten.

„Würde es dir denn etwas ausmachen?“, fragte er mich.

Ich dachte darüber nach, was er gefragt hatte. Würde ich es zulassen, alles hinter mir zu lassen, mein Leben um fünfzig Jahre oder mehr vorzuspulen und alles zu verlieren, was ich mir bisher aufgebaut und erreicht hatte? Ich glaube, diese Frage sollte sich eigentlich jeder stellen, der bereit war, dem Rätsel des Unterbergs näher auf die Spur zu kommen.

„Ich denke schon. Es würde mich in jedem Fall faszinieren, diese wunderbare Gelegenheit zu erhalten“, antwortete ich nun auf seine Frage.

Dabei entglitt mir eine Fantasie, in der ich mir vorstellte, dass ich nach fünfzig Jahren aus diesem Berg heraustreten und mir wieder ein neues Leben aufbauen würde. Gewiss war ich gespannt darauf, wie das Leben dann wäre und wie die Menschen darauf reagieren würden, wenn ich dann erneut einen Blog eröffne und erklärte: ‚Hallo, ich bin wieder zurück und habe Spannendes zu berichten…‘

Langsam verlor ich meine Klarheit und Konzentration. Wir unterhielten uns noch eine Weile über die Zeit, bis meine Wahrnehmung in sich zusammenfiel und ich mich wieder auf den Rückweg begeben musste.

Als ich in meinem physischen Körper angekommen war, öffnete ich vorsichtig die Augen… War noch alles so, wie am Abend zuvor? Wie viel Zeit war mittlerweile vergangen? Stunden, Tage, Wochen, Monate…? Nein, es schien alles genau so zu sein, wie am Abend zuvor. Also erhob ich mich und beschloss, erst einmal von dieser Erfahrung in meinem Blog zu berichten.

Was war das für ein Buch gewesen? Existiert dieses Buch wirklich? Wer waren die beiden Frauen und handelte es sich um eine Erinnerung der beiden, von der ich nun Zeuge geworden war?

Es war richtig spannend und sicherlich war dies nicht die letzte Begegnung mit den Geheimnissen des Unterbergs…

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Auch zu empfehlen: Das Buch des Untersberg-Spezialisten Stan Wolf: „Steine der Macht

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7 Antworten für “Der Untersberg: Astralreise zum Untersberg (Teil 2)”

  1. Julie Libra Aquila Julie Libra Aquila sagt:

    War mir schon irgendwie klar, dass du früher oder später den Untersberg besuchen würdest.

    Warum bist du eigentlich so spät ins Bett gegangen? Hast du einen entsprechenden Schlafrythmus oder war die Uhrzeit strategisch geplant?

    Einmal hatte ich nämlich mal einen Tag, da wäre ich normalerweise schon vor Mitternacht im Bett, aber irgendwie bin ich dann erst um 4 Uhr ins Bett gegangen. Ich entspannte mich sehr schnell und irgendwann habe ich kurz Stimmen gehört, die reptilienartig klangen. Allerdings passierte darauf nichts mehr und ich schlief ganz normal ein.

  2. Florian sagt:

    Ein sehr interessanter Bericht! Kann mir beim Lesen deiner Berichte immer alles ziemlich gut bildlich vorstellen.

    Vor kurzem, als ich mich wieder mal in einem Zustand der Schlafparalyse befand, hätte ich fast eine außerkörperliche Erfahrung gehabt. Ich fühlte schon das Kribbeln, wurde jedoch irgendwie nervös und die Angst überstieg meine Neugier. Bin ehrlichgesagt auch kein Fan der Schlafparalyse, da dieser Zustand sehr unangenehm und eher bedrohlich auf mich wirkt. Wie auch immer, bekam ich es dann mit der Angst zu tun und ich brach ab, rüttelte mich aus der Schlafparalyse und ich wachte auf. Dann hab ich mir den Fernseher auf einer kleinen Lautstärke eingeschaltet, denn ich dachte, dass die Stimmen aus dem Fernseher mich eventuell etwas beruhigen könnten, falls ich wieder in diesem Zustand der Schlafparalyse finden sollte. Jedoch funktionierte es dann nicht mehr und ich schlief einfach ein.

    Das passiert mir ziemlich oft, dass ich Angst bekomme und dann abbreche. Nachdem ich mich beruhigt habe und mir denke „Ach, kann eh nichts passieren, Probier es einfach mal aus!“ dann klappt es nicht mehr. Ich finde deine außerkörperlichen Erfahrungen immer sehr interessant, und hoffe, dass ich dir auch mal von meinen berichten kann, falls es jemals dazu kommt :)

    Liebe Grüße
    Florian

  3. Mirsad Rukic sagt:

    Der Votansberg
    DER FUHRMANN
    Auch einem Weinfuhrmann ist es Anno 1794 so ähnlich ergangen wie 265 Jahre vorher Lazarus Gitschner. Ein Zwerg hat ihn angehalten, seine Ladung, die für ganz jemand anderen bestimmt war. in den Berg zu fahren. Er brauchte es aber nicht zu bedauern, denn ihm wurde nicht nur vieles Künftige geoffenbart, sondern er erhielt auch noch 180 Dukaten, die sich nach Verbrauch stets auf wundersame Weise erneuerten.
    Die Geschichte :
    Eine wundersame Begegnung mit der unirdischen Welt des Untersberges hatte vor fast dreihundert Jahren einmal ein Fuhrmann. Sein Erlebnis wurde wie folgt in der »Bergheimat« beschrieben:
    Im Jahre 1694 fuhr ein Fuhrmann mit einem mit Wein beladenen Wagen aus Tirol nach Hallein, um dort seine Ladung zu verkaufen. Als er neben St.Leonhard bei der Almbrücke zu Niederalm (einem Dorf nächst dem Untersberg) fuhr, ging ein Bergmännlein aus dem Untersberg hervor und fragte den Fuhrmann, woher er komme und was er da führe. Auf die Antwort des Fuhrmannes sprach das Bergmännlein:
    »Fahre mit mir, ich will dir gute Münze dafür geben, und zwar noch mehr, als du in Hallein dafür bekommen wirst.«
    Der Fuhrmann aber wollte dies nicht tun, sondern erwiderte, daß er den Wein jenem Herrn zuführen müsse, der ihn bestellt habe. Da nun das Bergmännlein wahrnahm, daß der Fuhrmann nicht mitfahren wollte, faßte es plötzlich die Pferde an den Mähnen und sagte:
    »Fuhrmann! weil du nicht mitfahren willst, so sollst du nicht wissen, wo du bist; ich will dich so führen, daß du dich nicht mehr auskennen sollst.«
    Der Fuhrmann war voller Ängsten und wußte sich nicht zu raten und zu helfen; doch besann er sich und hielt es für besser, einer zweifelhaften Sache nachzugehen, als alles zu verlieren. Er ging deswegen mit dem Männlein und dieses führte die Pferde fleißig beim Zaume gegen den Wunderberg zu. Als sie näher dem Berg kamen, schien es dem Fuhrmann, als führen sie auf einer ganz neu angelegten Straße, und als sie an dem Berge waren, überfiel ihn der Schlaf. Beim Erwachen sah er ein großes prächtiges Schloß, welches aus rotem und weißem Marmor sehr hoch erbaut und mit Fenstern aus Kristall versehen war, in dessen Mitte ein vortrefflich mit Kupfer gedeckter hoher Turm stand. Außerhalb des Schlosses war eine 30 Klafter hohe und 10 Klafter dicke Mauer und ringsherum ein zwanzig und etliche Klafter tiefer Graben. Das Schloß selbst stand auf einem behauenen und glatt abgeputzten Felsen. Bevor man zu dem Schlosse kommen konnte, mußte man über sieben Aufzugsbrücken und durch mehrere Tore und Schlußgitter. In dieses Schloß mußte nun der Fuhrmann hineinfahren.
    Sobald ihn aber ein Diener, der eben von einem Fenster des Schlosses herabsah, erblickt hatte, sagte er es sogleich mehreren anderen im Schlosse, welche zu den Fenstern liefen und den Fuhrmann freudig winkend begrüßten. Es waren lauter Bergmännlein. Einige von ihnen kamen vor das Schloß heraus, an der Spitze der Kellermeister, der ein etwas stärkeres Männlein war, mit vielen Schlüsseln und großen Taschen versehen. Sein Bart reichte bis über seinen dicken Bauch hinab und auch seine Haare bis über die Mitte seines Leibes.
    »Willkommen, mein lieber Fuhrmann!« sprach der Kellermeister, »sei nicht traurig und fürchte dich nicht, ich werde dir zu essen und zu trinken geben, was dir gefallen wird.«
    Aber ungeachtet er dem Fuhrmann die besten Worte gab, so zitterte derselbe doch wie Espenlaub an allen Gliedern vor Angst und Bangigkeit. Nachdem sie in der Mitte des Hofes angekommen waren, erschienen eilends einige Bergmännlein, welche die Pferde ausspannten und sie in den Stall führten, um sie zu füttern; andere aber führten den Fuhrmann in den unteren Teil des Schlosses in ein lichtes Gemach, gaben ihm zu essen und zu trinken, soviel er nur genießen konnte, und zwar alles in feinen und sehr wohlgeputzten zinnernen Geschirren. Dem Fuhrmann aber war immer nicht gut zu Mute, weil er nicht wußte, was für einen Ausgang dieses wunderbare Ereignis für ihn und seinen Wein nehmen werde.
    Als er genug gegessen und getrunken hatte, luden sie ihn ein, das Schloß zu besichtigen. Der Fuhrmann wäre zwar lieber an seinem Ort geblieben, um auf seine Pferde zu schauen; weil er sich aber nicht zu weigern getraute, so ging er mit ihnen. Er wurde über eine Stiege mit 35 messingenen Stufen in einen mit schönen Tapeten bedeckten Saal geführt, in welchem 20 Schuh hohe und 7 Schuhe breite, aber nicht verglaste Fenster waren; darauf in einen prachtvolleren zweiten, welcher mit kostbarem Marmor gepflastert war, dessen Seitenwände wie den Tafelboden klares Gold bedeckte und welcher Fenster von reinstem Kristall hatte. In der Mitte des Saales standen vier 18 Schuh hohe, aus Metall gegossene und fein ausgearbeitete Riesen, welche mit großen goldenen Ketten gefesselt waren. Oben in der Mitte des Tafelbodens befand sich ein zierlich geformtes Bergmännlein mit einer goldenen Krone, welches die Riesen gleichsam geschlossen hielt. Da nun der Fuhrmann diese vier Riesen eine Zeitlang betrachtet hatte, sagte das Bergmännlein zu ihm:
    »Fuhrmann! Verstehst du nicht, was diese Riesen samt dem Bergmännlein mit der Krone für die künftigen Zeiten bedeuten wollen?«
    Der Fuhrmann sagte: »Ich weiß es nicht«, und das Bergmännlein meldete davon kein Wort.
    Ringsum im Saal hingen Kürasse, Harnische, Pickelhauben, Schwerter, unbekannte Geschosse usw., alles mit Gold reich verziert. In diesem Saal stand auch ein Tisch, bei welchem der Fuhrmann aber nicht unterscheiden konnte, ob sie von Holz, Stein oder einer anderen Materie wären, doch sah er, daß sie allenthalben mit Gold und Edelstein kostbar verziert waren. Aus diesem Saal führten sie den Fuhrmann in einen dritten, der nicht weniger prächtig und schön geziert war. Es standen in ihm überaus schöne Bettgestelle mit dem feinsten Golde geziert und oben auf den vier Ecken der Bettgestelle vier Kröpfe, bei welchen der Fuhrmann ebenfalls nicht erkennen konnte, von welcher Materie sie wären; an diesen Kröpfen hingen goldene Ketten.
    Darauf wurde über eine Stiege hinunter in den wohlgebauten Keller gegangen, der mit Weinfässern so angefüllt war, daß man kein Ende ersehen konnte. Von diesem Keller mußte er mit ihnen in ein hohes Gewölbe, darinnen eine große Tafel stand. An diese setzte sich ein Bergmännlein, zog einen großen Beutel mit Geld heraus und gab dem Fuhrmann für den mitgebrachten und zugeführten Wein 180 Dutzend Dukaten, und zwar mit dem höflichsten Dank und mit den Worten:
    »Hebe dein Geld auf und kaufe dir um dasselbe anderen Wein. Du wirst mit diesem Gelde deine Lebenszeit Handel treiben können und es wird dir alles glücklich gelingen!«
    Hierauf spannten die Bergmännlein die Pferde wieder ein, machten mit einem rotblauen Steine das eine blinde Pferd sehend und gaben den Stein dem Fuhrmann, um andere blinde Pferde armer Bauern damit zu kurieren. Darauf kehrten alle ins Schloß zurück, aus welchem nur drei schwarzgekleidete Männlein, die grünsamtene Kaskets mit roten Federn auf dem Kopfe trugen, traten und zum Fuhrmann sagten:
    »Du hast wohlgetan, daß du den Wein, den du mit dir geführt, hier zu verkaufen gegeben hast. Ermahne auch deinen Bruder, daß er verkaufe, womit ihn Gott zum Überflusse gesegnet hat.«
    Sie begleiteten ihn dann eine ziemliche Strecke Weges und sagten ihm zuletzt: »Da man anfangen wird, weiße und rote Hütlein zu tragen, wird die Not allerorten ihren Anfang nehmen und der Segen Gottes sich wenden nach dem Leben der Menschen.«
    Voll Erstaunen und Verwunderung über das Gesehene und Gehörte fuhr der Fuhrmann in Frieden weiter und sah sich plötzlich wieder an dem Orte, an welchem er zuerst mit dem Bergmännlein zusammengetroffen war, ohne daß er wußte, wie er aus dem Berg gekommen. Die 180 Dutzend Dukaten verminderten und vermehrten sich bei seinem glücklichen Weinhandel nicht mehr. Er ermahnte oft seine Freunde und Bekannten zur Mitteilung von ihrem Überflusse an Arme, führte einen nachdenkenden und gottesfürchtigen Lebenswandel, und entdeckte das Gesehene nach dem Befehl des Bergmännchens erst bei seinem herannahenden Tode.

  4. Jenn sagt:

    Danke für deinen interessanten Beitrag. Mich faszinieren die Geschichten rund um den untersberg genauso! Versuche mich schon seit langen am Astralreisen, doch leider gelingt es mir nicht willkürlich. Öfters war ich plötzlich in der schlafparalyse, merke auch wie ich im zimmer herumschwebe, doch kann ich leider nie etwas sehen. Naja, da es mir scheinbar nicht gelingt, habe ich vor, den untersberg im physischen Körper zu besuchen. Vl sieht man sich :)
    Wollte mich noch für deine wunderbare Seite bedanken, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. lese immer gespannt deine Beiträge und freue mich auf den nächsten!
    Ganz liebe Grüße aus Österreich!!

  5. Albert sagt:

    @Mirsad Rukic

    Danke für die Geschichte, die sich wunderbar mit dem Bericht von Jonathan ergänzt. Wie auch beim Jonathan, zeigt sich auch hier das dieses Zauber-Gebiet eigentlich größer ist als der sichtbare Untersberg-Bereich. Auch in anderen weiteren Story’s und Berichte wird von einer Inneren, riesigen Welt verkündet. Scheinbar nähert sich die vorausgesagte Zeit wenn der Untersberg sich öffnen wird. Das soll vor oder nach der großen Schlacht stattfinden. Mal schauen…

    LG Albert

  6. 00o sagt:

    geiles teil
    unterm berg is es ziemlich dunkel
    ernst tettich sagte es treff35550 IZMIRnd, „wer tief fliegt der landet hoch“ naja dad muss ja nicht zwingend für jeden zutreffen.
    off all fall so doing you knall ?

  7. pyaso sagt:

    ach, ich bin so erfasst von dem Bericht. Mir wurde gesagt, ich werde eine weise Frau treffen, die würde mich lehren. Ich dachte immer nur (seit 20 Jahren) an weise Frauen / Heilerinnen in Südamerika oder so was, und warte und warte…. An weise Frauen bei uns habe ich gar nicht gedacht/geglaubt…..
    Es ist, als wäre es meine Geschichte/mein Traum, auf den ich warte…

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