Traumnacht: Das ständige Vergessen und Spiegelrealitäten

Traumnacht” ist eine Reihe, in der ich mich bewusst darauf konzentriere, einen luziden Traum oder eine außerkörperliche Erfahrung zu erleben bzw. in der ich von einem interessanten oder außergewöhnlichen Traum berichte.

Wie schon so oft, legte ich mich um 23 Uhr hin und stand wieder um 2.30 Uhr auf. Nach dieser Schlafunterbrechung dachte ich mir, dass ich nach einer halben Stunde wieder zurück ins Bett gehen würde. Nachdem ich dann im Bett lag und mich konzentrierte, hörte ich plötzlich eine Stimme. Sie sprach einfach mit mir, als ginge sie davon aus, dass ich sie in dem Augenblick hörte: „Wenn du das hörst…Orleana.“ Vielleicht war es auch Armenanda oder Arnanda. Es ist nicht einfach, fremde Begriffe wirklich deutlich zu verstehen.

Diese Stimme hörte ich, während ich vor meinem Computer saß. Die Stimme kam mir sehr bekannt vor und ich wusste, zu wem sie gehörte. Sie gehörte zu einer sehr guten Freundin, die ich sehr mochte.  Ich erinnerte mich an einen verrückten Moment, den wir gemeinsam in einer Nacht erlebt hatten. Wir lagen gemeinsam im Bett und sind nebeneinander eingeschlafen. Irgendwann in der Nacht erwachte ich. Ich öffnete die Augen und plötzlich richtete sie sich auf, drehte sich zu mir und meinte:

„Du bist gerade eben erwacht, stimmt’s?“

„Ja, das stimmt“, entgegnete ich.

Dann legte sie sich wieder hin und schlief weiter.

Ich überlegte, warum sie dies zu mir gesagt hatte, schlief aber kurz darauf wieder ein. Nach ungefähr einer halben oder vollen Stunde das gleiche Spiel erneut: Kaum schlug ich die Augen auf, drehte sie sich wieder zu mir und fragte mich erneut:

„Du bist gerade eben aufgewacht und hast deine Augen geöffnet, stimmt doch, oder?“

Ich bejahte ihre Vermutung und war völlig verblüfft über ihre klare Gewissheit.

Sie sprach weiter:

„Ist das nicht komisch? Denk doch mal nach, wie kann es sein, dass wir im selben Moment erwachen und das immer wieder? Verstehst du es, ja?“

Sie behielt völlig Recht! Gewiss sieben bis acht Male wiederholte sich dieses Spiel. Immer, wenn ich gerade aufwachte und meine Augen öffnete, wurde sie ebenfalls wach, schien sich dessen automatisch bewusst zu sein, dass wir nun beide wach waren und sprach mich darauf an.

Ich dachte über dieses interessante Phänomen nach und auch über ihre unglaublich präzise Intuition in diesen Augenblicken. Woher konnte sie es nur immer wieder wissen? Es gab nur eine Erklärung: Sie unterhielt sich mit mir auf der anderen Seite der Realität. Sobald ich dort verschwand, wusste sie, dass ich hier in der Alltagsrealität wieder auftauchen und somit ‚erwachen‘ würde. Dadurch besaß sie eine Kontrollmöglichkeit, bestimmen zu können, wann ich hier aufwachte.

Als ich abermals einschlief, hörte ich wieder Stimmen. Auf seltsame Weise bestätigte dies meine Vermutung. Wir unterhielten uns auf einer anderen Bewusstseinsebene, während wir schliefen.

Am anderen Morgen sprach ich sie darauf an:

„Sag mal, woher wusstest du immer, dass wir gleichzeitig im Bett aufwachten? Du warst von mir abgewandt, es war dunkel und meine Augen konntest du sicherlich nicht sehen!“

Sie schaute mich fragend an:

„Wie? Was soll ich gemacht haben? Ich erinnere mich an nichts…“

Das bestätigte erst recht meine Vermutung. Sie hatte sich mit mir auf der anderen Seite des Bewusstseins unterhalten und wenn wir kurzzeitig wieder in den Alltag wechselten, hatte sie es dort mitbekommen, aber trotzdem weiter mit mir kommuniziert. Sie erwachte zwar ebenfalls in der Alltagsrealität, blieb aber mit dem Bewusstsein weiterhin auf der anderen Seite montiert. Dies hatte zur Folge, dass Überschneidungen dieser zwei Realitäten entstanden. Ich hingegen war mit meinem Fokus völlig in der Alltagsrealität montiert, aber sie schien sich teilweise auf beiden Ebenen zu befinden.

Ich dachte darüber nach, dass ich sie in diesen Momenten vielleicht hätte mehr ausfragen sollen. Wenn ich gewusst hätte, dass sie zwischen den Realitäten hing, dann wären vielleicht mehr Informationen dabei herausgekommen.

Im Nachhinein erinnerte ich mich auch an eine vergleichbare Erlebnisszene mit Vivian, einer Freundin, mit der ich vor vielen Jahren viel Bewusstseinsarbeit geleistet hatte. Wir hatten in einem Bett geschlafen und als ich sie immer wieder weckte, erklärte sie mir, wie sie die deutliche Wahrnehmung besaß, dass wir auf der anderen Seite noch einmal exakt auf diesem Bett gesessen und uns unterhalten hätten. Es war, als existierte eine Spiegelrealität, in der wir noch einmal ähnliche Handlungen in derselben Umgebung ausführten. Der einzige Unterschied lag in den Positionen, wie wir auf dem Bett saßen und worüber sich unsere Unterhaltung drehte. Verblüffend allemal, denn dies zeigte mir immer wieder, dass mehrere Realitäten gleichzeitig nebeneinander existieren und in bestimmten Situationen auch wahrgenommen werden können. Dabei stach mir sehr ins Auge, dass es erstens Realitäten gab, in der wir noch einmal eine vergleichbare Situation erlebten, aber ungefähr genau so bewusst oder unbewusst waren, wie wir es auch im Alltag waren, und zweitens gab es jedoch eine Realität, die ich fortwährend andere Seite nannte, in der von uns eine wesentlich bewusstere und erleuchtetere Version unserer Selbst existierte. Es war als würde diese bewusstere Version einen wesentlich größeren und umfangreicheren Überblick besitzen und alles, worüber die beiden sprachen, hatte ausschließlich mit der Bewusstseinserweiterung zu tun. Themen über Nahrungsbeschaffung, Getränke, Kleidung Toilettengänge, aber auch sämtliche Erinnerungen, die man irgendwie besitzen konnte, wurden voll umfänglich ausgelassen. Auf diese Weise lernte ich mit der Zeit, die gewöhnlichen Nebenrealitäten von der anderen Seite mit ihren erhöhten Bewusstseinszuständen zu unterscheiden. Es gab somit nicht nur alternative Realitäten, sondern auch höhere Realitäten bzw. Selbste, die ein wesentlich höheres Bewusstsein über alle Dinge besaßen.

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5 Antworten für “Traumnacht: Das ständige Vergessen und Spiegelrealitäten”

  1. Dia sagt:

    Seit frühester Kindheit habe ich Visionen. Je mehr ich diese ablehnte, desto mehr bekam ich zu „sehen“. Es machte mir Angst, weil immer alles auch eintrat. Ich dachte ich bin verflucht, andere sehen das als Gabe! Ich dachte ich kann in die Zukunft sehen! Und sehe das als Fluch!
    Heute denke ich anders darüber: keine „Zukunft“, sondern schlicht und einfach der Einblick in eine andere parallele Realität. Früher versuchte ich alles zu unternehmen, um das „Gesehene“ zu verhindern – das misslang mir aber ständig. Oder ich erwartete, dass das „Gesehene“ eintritt. Und fühlte mich stets hilflos. Und ich denke, dass ich damit „dem Gesehenen“ Nahrung gab und es in meine Realität anzog.
    Heute frage ich mich, wie kann das sein und wenn ich Recht habe, bedeutet das ich immer wieder in die „visionäre Realität“ wechsele?
    Bedeutet, dass ich unbewusst durch das Wissen der Visionen meine Realität- also diese!- gestaltet habe?
    Ich stimme Dir voll zu. Es findet alles jetzt statt. Also auch die Zukunft oder Vergangenheit. Diese Realität und viele andere. Alles ist jetzt. Manchmal füllt es sich bei mir so an, als ob „ich“ im riesigen Theater sitze und mal auf dieses Stück schaue und mal auf dieses, mal lasse ich eins in das andere einfließen und beobachte die Wirkung. Wie ein Kind, welches Neues erfährt. Ist nur das Gefühl. aber es ist so stark, dass ich über „mich“ in diesem Theater nur ärgere.
    Hoffe, dass das senden funktioniert. Versuche schon seit Monaten die Artikel zu kommentieren, und der PC geht einfach aus!?!

  2. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Dia,
    danke für Deinen Kommentar.
    Es ist natürlich eine Herausforderung an Dich, dass Du solche Dinge wahrnimmst und nicht immer einfach. Es ist aber gut, dass Du gelernt hast, damit leben zu können.
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Albert sagt:

    @Dia

    Du schreibst:
    „als ob “ich” im riesigen Theater sitze“
    …dass tun wir alle, mehr oder weniger bewusst…
    und
    „Wie ein Kind, welches Neues erfährt“
    Die vielen Kinder werden Erwachsene und sich ihrer vielen Rollen bewusster. In Deinen Träumen erlebst Du auch viele episodische Varianten Deines Daseins.
    Alle diese Möglichkeiten wollen (sollten) in das jetzt gelebte Dasein integriert werden. LG Albert

  4. Torben sagt:

    Hallo Jonathan
    Einfach großartig wie du deine erlebnisse hier beschreibst. Wenn ich mich Nachts auf das träumen konzentriere, habe ich danach oft ein „Falsches erwachen“. Das ist meistens sehr verwirrend und auch etwas unheimlich. Bin ich dann in so einer neben Realität wie du sie beschreibst?

  5. aNtii11 sagt:

    Interessanter Beitrag! Mich persönlich hat es einige Zeit gekostet, dass „bewusste träumen“ zu erlernen. Bei mir begann es intensiv, als ich mich um die Auflösung von Ängste erkundigte und dieses in den Alltag integrieren wollte. Zu dieser Zeit laß ich ein Buch zur „Weißen Magie“ und dort waren einige Gebete, Formel usw. (diese sind für mich nur Umschreibungen um den Geist bewusst auf etwas zu richten)aufgeführt. So bat ich, wie viele Male zuvor, darum in der Astralenebene auf Reise zu gehen und Geschwister aus fernen Galaxie besuchen zu können, auch der Tempel der Weisheit ist einer dieser „Räumlichkeiten“ die ich oftmals beuschen wollte. Ich wachte also in besagter Nacht auf, aber in der Schlafparalyse (die Vorstufe zur Astralreise) und merkte, dass eine Präsenz vor Ort gewesen ist, dessen Energie mir suspekt erschien, aufgrunddessen forderte ich sie auf diese Ebene zu verlassen und wandte dabei Handzeichen und bewusste Sätze an. Seit diesem Erlebniss, erschien mir Angst nur noch als Präsenz zur ERkenntnis des Fehlen von Liebe. Seit dem bin ich damit beschäftigt, die Angst mit der Liebe zu heilen und träume seither auch viel intensiver.

    Nun kommen wir zurück auf diesen Beitrag, eine Freundin, mit der ich länger eine Beziehung geführt habe, sagte mir einige Woche nach Beginn, sie würde von einem Mann (so umschrieb sie das Geistwesen) verfolgt. Dieser Mann würde ihr auch Angst machen, so sehr sogar, dass sie wie paralysiert dort gelegen habe und nur darauf wartete das er wieder ging. Zu dieser Zeit fing die Arbeit bzw. wuchs das Interesse an der Spiritualität bei mir, durch ein nahes Familienmitglied das Heilarbeit praktizierte. Somit ist mein Wissen über solche Geschehnisse relativ begrenzt gewesen. Dieser Freundin fiel auf, dass immer wenn sie bei mir schlief oder ich bei ihr, dieser Mann deutlich stärker wahrzunehmen war und ihr das Gefühl gab, ich sei nicht Gut für sie bzw. er wollte, dass ich gehe. Im laufe der Beziehung wurde sie immer panischer und schlief sehr unruhig, sie sprach auch oft im Schlaf. Eines Nachts, als wir bei ihr übernachteten, ging die Zimmertüre auf (im Haus gab es keinen Durchzug und die Türe wurde immer geschlossen) und ich wurde wach, beobachtete wie etwas in den Raum tritt, sich aber nicht für mich zu interessieren schien und daraufhin schlief ich wieder ein. Wenn ich heute darauf zurückblicke, fällt mir der signifikaten Unterscheid auf, dass ich mich hin zum „Licht“ entwickeln sollte/wollte und sie weiterhin in Gesellschaft von negativer Energie ihresgleichen suchte. Ich vermute eine negative Energie, welche sie aussaugte und sich durch meine Präsenz bedroht fühlte. Sie neigte auch zum Ritzen und fühlte sich nur Wohl, wenn sie intesive Schmerzen durchlitt.

    Entschuldigt bitte das Durcheinander, aber dieser Beitrag inspirierte mich dazu, eine kleine Erfahrung niederzuschreiben. Wenn ihr mehr wissen wollt, kann ich der Autor gerne meine Mailadresse geben und wir tauschen uns schriftlich aus, später gerne auch telefonisch oder persönlich. Namaste meine Lieben!

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