Physiker glauben, wir leben in einem vergangenen Paralleluniversum

Theorien über die Zeit zeigen, dass sie in zwei Richtungen angewendet werden können. Die Zeit bewegt sich unaufhörlich vorwärts, d.h. in Richtung Zukunft. Doch das zweite Gesetz der Entropie besagt, dass je mehr etwas voranschreitet, Chaos entsteht. Doch im alltäglichen Erleben gewinnt alles immer mehr an Ordnung, je weiter es in die Zukunft geht.

Aufgrund dieses Widerspruchs ist nun eine weitere Theorie aufgetaucht, dass nämlich die Zeit mit ihrem Zeitpfeil in Richtung Zukunft vielleicht nicht der einzige Zeitstrahl sei, der existiere, sondern, dass gleich zwei davon vorhanden sein könnten. In dieser Hinsicht würde man jedoch nicht mehr von einem einzelnen Universum ausgehen, sondern von einem Multiversum bzw. der Existenz zweier oder gar unzähliger Universen, welche man auch als Parallel-Universen betiteln könnte…

Der renommierte Wissenschaftler Julian Barbour von der Oxford-Universität sowie Tim Koslowski und Flavio Mercati aus dem Bereich theoretischer Physik sind nun auf den Verdacht gekommen, dass die Zeit überhaupt nicht mit der Entropie , d.h. Thermodynamik, verbunden sein muss, sondern vielmehr mit der Gravitation. Daraufhin hat das Team beschlossen, Computersimulationen zu entwerfen, die, in Anlehnung an den Urknall und seinen auseinandertreibenden Galaxien, mit tausend einzeln erstellter Pixel das dynamische Verhalten einzelner Partikel messen sollen. Dabei stellte sich heraus, nur die Gravitation es bewerkstelligen kann, die Partikel zu dichten Wolken zusammenkommen zu lassen oder sie wieder auseinanderzubringen.

Auf diese Weise wäre zu erklären, dass sich die Zeit in zwei Richtungen ausdehnt, aber auch wieder zusammenzieht. Daher ist davon auszugehen, dass es zwei Zukünfte geben kann, die sich hier demonstrieren. So wäre es sogar möglich, dass unsere Realität, so, wie wir sie erleben, in einer parallelen Vergangenheit unserer tatsächlichen Realität existiert.

Dieses Doppelverhalten der Zeit, in Anlehnung an die Wirkungen der Gravitation, ermöglicht es dem Universum, die Zeit in zwei Richtungen verlaufen zu lassen, auch wenn man normalerweise nur einen Zeitstrahl von Vergangenheit nach Zukunft wahrnehmen kann.

Bislang wurde angenommen, dass der Urknall der Beginn des Universum darstellte und danach, wie auf einem einzelnen Zeitstrahl, alles auseinandertreibt und sich ausdehnt. Doch in Anlehnung an die Verknüpfung zwischen Zeit und Gravitation ist eine Zusammenballung ebenso möglich wie ein Auseinandertreiben. Der Urknall wäre in diesem Fall nicht der Ursprung des Universums, sondern nur eine Phase bzw. ein Zustand.

Julian Barbour sagt hierzu: „Die Existenz zweier Zukünfte würde die Existenz zweier Universen bedeuten. Und wenn dem so ist, dann können beide Seiten des Universums auch Beobachter hervorbringen lassen, die die Zeit wahrnehmen könnten und die Zeit in jeweils entgegengesetzte Richtungen wahrnehmen lassen. Jedes intelligente Lebewesen würde in dem Kontext seines Zeitpfeils in nur eine Richtung wahrnehmen und sich von einem Anfangspunkt entfernen.“

Demnach wäre es also möglich, dass man sich in der Vergangenheit eines anderen Lebewesens befindet oder in einer anderen alternativen Version seiner selbst oder gar in einer höher entwickelten. Beide Zeitstrahlen würden dies durchaus ermöglichen können.

Die hier angesprochene Doppel-Zukunftsheorie wurde bereits vor dreizehn Jahren von Jennifer Chen und Sean Caroll angesprochen, indem sie erklärten, dass die Existenz mehrerer Zukünfte auch ein Hinweis sein könnte, dass immerzu Baby-Universen entstehen.

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Quellen:
Business Insider
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