Möglichkeit des Zeitreisens wissenschaftlich erforscht!

zwischenbild03Der noch junge und frische Professor Martin Ringbauer und einige Physiker der Universität in Queensland, Australien, haben ein umfangreiches Computerexperiment auf Quantenebene durchgeführt, um die Möglichkeit des Zeitreisens zu analysieren. Es sollte festgestellt werden, ob Zeitreisen überhaupt möglich sein können. Dabei wurde das Verhalten eines Photons simuliert, das sich mithilfe eines Wurmlochs in die Vergangenheit begibt und auf sich selbst trifft. Ein Teilchen auf eine solche Reise zu schicken, wird als zeitnahe Kurve bezeichnet, d.h. das Teilchen wird auf eine bestimmt Bahn geschickt und dann wieder zum gegenwärtigen Raumzeit-Punkt zurückgesendet.

Die Forscher untersuchten hierbei zwei Szenarien: Im ersten wird das Photon durch ein Wurmloch in die Vergangenheit geschickt und trifft auf sich selbst. Im zweiten hingegen wird es für immer in eine zeitnahe Kurve eingeschlossen und lebt dann dort mit anderen gewöhnlichen Teilchen. Nach Ansicht des Forscherteams wird davon ausgegangen, dass ihre Computersimulation ein großer Beitrag in der Physik sei, in dem die Allgemeine Relativitätstheorie und die Quantenmechanik zusammenfinden könnten. Bisher standen diese beiden wissenschaftlichen Theorien noch in einigem Widerspruch zueinander.

Ringbauer sagt hierzu: „Einsteins Theorie beschreibt die Welt der Sterne und Galaxien, während sich die Quantenmechanik vielmehr auf die Eigenschaften von Elementarteilchen, der Atome und Moleküle konzentriert.“

Einsteins berühmte Allgemeine Relativitätstheorie erlaubt eine Zeitreise nur auf ein Objekt bezogen, z.B. auf ein Raumschiff, das sich in der Nähe eines schwarzen Loches befindet und durch die allzu starken dort herrschenden Gravitationskräfte Zeitverzerrungen auftauchen, die die Zeit dehnen. Für jemanden, der sich außerhalb dieser Kräfte befinden würde, würde die Zeit normal weiterlaufen, aber der wagemutige Raumpilot in der Nähe des schwarzen Loches würde in der Zeit derart verlangsamt, dass viele Jahrzehnte vergangen sein können, wenn er nach nur einer Woche zur Erde zurückkehren würde. Dies kann vielleicht sogar zu einem so genannten Zeitparadoxon führen, wenn z.B. ein Zeitreisender in die Vergangenheit reist und dort verhindert, dass sich seine Eltern jemals begegnen werden. Sollte ihm das gelingen, dürfte er selbst scheinbar gar nicht mehr existieren, weil er daraufhin nicht gezeugt werden könnte. In der Quantenphysik hingegen wird dieses Paradoxon jedoch aufgelöst, da laut der Unschärferelation Heisenbergs Teilchen nicht präzise definiert sind.

Die Computersimulation jedoch ermöglicht eine Studie des Verhaltens von Quantenteilchen, die solch einem Szenario ausgesetzt werden. Dabei stellte sich heraus, dass man unterschiedliche Quantenzustände nun besser identifizieren konnte. „Fest steht, dass die Ergebnisse der Quantenmechanik Zeitreisen für möglich erklärt, da das Verhalten eines Quantenteilchens sehr vielseitig ist und auf mehreren Zeitebenen existieren könnte. Quanten können aufgrund ihrer Eigenschaften in existenten und nicht-existenten Zuständen existieren, d.h. sie können existieren und dann auch wieder nicht.“, erklärt Ringbauer.

Laut der Quantenmechanik sind wir Menschen demnach existent und manchmal inexistent, immerhin bestehen auch wir aus diesen Quantenteilchen. Auf diese Weise ist natürlich alles möglich, auch Zeitreisen. Doch bisher wird nur an Teilchen in dieser Hinsicht geforscht. Menschen auf die Reise durch die Zeit zu schicken, ist sicherlich erst einmal entfernte Zukunftsmelodie.

Der Physiker Tim Ralph, von der gleichen Universität, bemerkte zu diesem Experiment leicht amüsiert: „Die Eigenschaften von Quantenteilchen sind zwar sehr unbestimmt und unsicher, um gleich mit ihnen zu beginnen, aber sie liefern genügend Spielraum, um inkonsistente Situationen bei Zeitreisen zu vermeiden.“

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Quellen:
http://www.science.uq.edu.au/doctor-who-meets-professor-heisenberg
http://www.smh.com.au/technology/sci-tech/martin-ringbauer-and-university-of-queensland-make-time-travel-science-breakthrough-20140625-zskmd.html

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