Menschen- und Tierkunde: Jeder Tod ist ein Selbstmord (Teil 1)

Verstohlenheits-Prinzip Doppelspalt-Experiment Alle Tode sind SuizideJonathan Dilas erklärt das Verstohlenheits-Prinzip der Natur…

Beobachtet man Vögel, wenn man ihnen Futter nach draußen stellt, so wirkt es auf den ersten Blick so, als würden sie sich streiten und jeder will die leckeren Körner für sich alleine haben. Hier scheinen Revieransprüche zu gelten, die sich, die Amsel voran, spontan auserkoren wurden und mit hackenden Schnäbeln und lautem Gezeter verteidigt werden.

Kommt beispielsweise eine zweite Amsel heran und möchte ebenso vom leckeren Körnerfutter probieren, wird sie von der ersten verjagt. Beobachtet man diesen Machtkampf unauffällig weiter, kann man jedoch erkennen, dass es sich ganz anders verhält. Sperlinge (Spatzen), Kohl- und Blaumeisen u.a. werden beispielsweise von der Amsel geduldet und nicht verjagt. Wie kommt es, dass die Amsel ihresgleichen verjagt und Meisen beispielsweise nicht? Man könnte nun als Ornithologe (Vogelkundler) argumentieren, dass eben eine zweite Amsel auch Revieransprüche geltend machen könnte, wenn sie niemand verjagt. Dies entbehrt nicht einer gewissen Logik, doch warum werden dann andere Vogelarten geduldet? Auch sie kehren ständig wieder zurück und bedienen sich vom wertvollen Futter. Auch die Sperlinge streiten sich scheinbar untereinander und wenn man nicht zur eigenen Familie bzw. aus dem gleichen Nest gekommen ist, werden mit flatternden Flügeln kleine lautlose Luftkämpfe präsentiert.

Beobachtet man das Verhalten der Vögel unvoreingenommen der Theorie, dass sie sich um das Futter streiten und Revieransprüche geltend machen, so erkennt man erst dann, dass hier ganz andere Verhaltensgründe aktiv sind. Der Eintrittspunkt, um diese Gründe erkennen zu können, liefern am leichtesten die Sperlinge. Sie lieben es, sich in der Rolle eines Diebes zu fühlen und versuchen den Beobachter, in diesem Fall der Mensch, der das Futter platziert hat, zu täuschen und auszutricksen. Die Sperlinge wissen, dass der Mensch sie beobachtet. So setzen sie sich erst einmal in einen nahegelegenen Baum und beobachten ihn. Sobald er beschäftigt wirkt und nicht hinschaut, fliegen sie schnell zum Futter und stehlen es, indem sie es eilig fressen und fix wieder verschwinden. Sie lieben es einfach, sich in der Rolle eines Diebes zu fühlen. Für sie ist es ein Spiel, das ihnen einen Heidenspaß bereitet. „Schaut er hin? Nein! Dann schnell hin und ein paar Körner klauen!“

Auch die lautlosen Luftkämpfe sind ein Spiel und sicherlich kein Versuch, die Konkurrenz zu verjagen. Manchmal flattern sie aufgeregt, um den anderen zu „verjagen“, aber wenn man sie länger beobachtet, machen sie in anderen Momenten sogar Platz für sie und teilen sich das Futter. Selbst denen, die nicht aus dem gleichen Nest kommen und einer anderen Familie angehören. Falls es sich tatsächlich so verhalten sollte, dass das Futter verteidigt werden würde, dann widerspricht dieses Verhalten doch dieser Annahme. Warum sollten sie in der einen Stunde die so genannte Konkurrenz verjagen und in der nächsten sogar Platz für sie machen, damit sie gemeinsam futtern können? Die einzige Möglichkeit, die das erklärt, ist die Freude am Spiel. Es wird nicht immer gespielt und bei Menschen verhält es sich nicht anders. Auch sie spielen ihre Gesellschaftsspiele nicht den ganzen Tag. Es gibt also Spielpausen. Somit „verjagt“ auch die Amsel eine andere Amsel, die aus einem anderen Revier „eingedrungen“ ist und ebenfalls etwas von dem Futter möchte, nicht in jedem Fall. Es gibt Momente, in denen futtern sie gemeinsam und niemand erweckt den Eindruck, als würde er den anderen verscheuchen wollen. Es macht den Amseln einfach Spaß, ein Revier für sich zu beanspruchen und zu behaupten: „Das ist jetzt meins und nun versuch mir das mal abspenstig zu machen.“ Und sie freuen sich diebisch, wenn eine andere Amsel kommt und dies versucht. Es ist mit einem Gesellschaftsspiel zu vergleichen, wie z.B. „Risiko“, in dem man Länder zu erobern versucht. Weder während noch nach dem Spiel hasst man einen Mitspieler dafür, dass man gemeinsam spielte.

Aus meiner Perspektive geht es bei Vögel nicht primär um Futterbeschaffung und Konkurrenz verjagen, sondern um spielerische Stehlerei, Jägerei und Flugspiele. Vögel spüren auch sofort, wenn man sie beobachtet. Sie müssen nicht sehen, dass sie beobachtet werden, sondern sie fühlen es instinktiv, dass ein Mensch seine Aufmerksamkeit auf sie richtet – selbst dann, wenn man nur hinschielt und nicht direkt hinschaut. Um Vögel wertfrei beobachten zu können, sollte man möglichst eine Technik anwenden, bei der man die Vögel beobachtet, ohne groß die Aufmerksamkeit auf sie zu richten. Mit der Zeit ist dies tatsächlich machbar. Man kann sich mit etwas anderem beschäftigen, einfach busy wirken und entsprechende Gedanken hegen, aber gleichzeitig etwas anderes beobachten. Auch dabei überhaupt nicht zu denken ist sehr hilfreich, die Vögel auszutricksen. Sie verhalten sich ganz anders, wenn sie sich nicht ganz sicher sind, ob sie von einem Menschen beobachtet werden. Auch dieses Aufmerksamkeits-Ding ist für sie ein Spiel.

Als Kind glaubte man tatsächlich, dass Stofftiere nur so tun, als seien sie unbeweglich und tot. Doch wenn man nicht hinschaute, bewegten und unterhielten sie sich sogar. Auch diese Denkweise ist ein Spiel und gar nicht mal so unrealistisch. Das Kind hat nur ein vereinfachtes Verständnis für seine Annahme, dass sich die Stofftiere bewegen, wenn man nicht hinschaut. Warum das Kind mit dieser Aussage völlig Recht hat, erkläre ich im Weiteren.

Besonders stark herausgearbeitet wurde dieser Verdacht in dem Animationsfilm „Toy Story“. Bevor man mich jedoch zu früh auslacht, möchte ich klarstellen, dass ich nicht glaube, dass sich der Stoffhase bewegt, wenn ich den Raum verlasse, sondern ich betrachte dies auf quantenmechanischer Ebene. Sobald man die Aufmerksamkeit von einem Objekt ablenkt und den Raum verlässt, so wird in der Quantenphysik erklärt, verwandeln sich die festen Teilchen in Wellen und ergeben eine ganz andere Form, Struktur oder ein beliebiges Aussehen. Nichts anderes will das Kind mit seinem vereinfachten und recht unwissenschaftlichen Weltbild zu erklären versuchen, wenn es sagt: „Mein Stofftier lebt, vor allem, wenn ich nicht hinschaue.“

Warum ist dem so, dass sich beispielsweise Vögel anders verhalten, wenn man seine Aufmerksamkeit auf sie lenkt? Das ist nicht einfach zu erklären, aber das von mir titulierte „Verstohlenheits-Prinzip“ ist bereits in der Quantenphysik mehr oder weniger festgestellt worden. Und, was dort festgestellt wurde, beschreibt den Hauptcharakter der Natur überhaupt. Selbst Pflanzen wachsen viel schneller und plötzlicher, wenn man nicht hinschaut. Auch liebt es der Schnee, besonders dann heftig zu fallen, wenn nicht allzu viele zuschauen. Man wacht morgens auf und schaut aus dem Fenster und siehe da, alles ist vollgeschneit. Im Frühling kommt die Wucht der neuen grünen Natur so schnell. Es gibt Bäume, denen kann man beim Wachsen zusehen, aber auch nur indirekt. Schaut man hin, wächst es nicht, aber wenn man einen Tag nicht darauf achtet, so ist am nächsten alles wieder etwas grüner als zuvor. Das Verstohlenheits-Prinzip ist also eine Form der Verhaltenstarnung, um den Beobachter auf spielerische Art und Weise zu täuschen. Und genau mit diesem Satz möchte ich das natürliche Prinzip der Natur definieren, bezüglich einer bewussten Absicht, die sie in Form einer Verschleierungsaktion unentwegt ausführt.

Man weiß sicherlich von dem Spruch „Wie im Kleinen so im Großen“. Nichts anders lehrt die Quantenphysik, indem sie uns erklärt, dass eine Welle sofort zum Teilchen wird, wenn man sie beobachtet und die Aufmerksamkeit auf sie lenkt. Ein hervorragendes Beispiel ist das quantenmechanische Doppelspalt-Experiment. In dem Experiment schießt man mit einer Menge Glaskugeln durch einen Spalt auf eine dahinterliegende Wand. Je nach Aussehen des Spalts entsteht dahinter verständlicherweise das entsprechende Muster. Wenn man zwei Spalten nimmt und dort diese Kugeln hindurchschießt, entsteht auf der Wand dahinter ein Muster entsprechend der zwei Spalten. In der Anwendung mit Wasserwellen, die man durch solche Spalte sendet, wird das gleiche Verhalten beobachtet. Die Wellen erzeugen auf der dahinterliegenden Wand das Aussehen des Spaltes, durch den sie gesendet wurden. Nimmt man für die Wellen jedoch ebenfalls zwei Spalten, dann entsteht ein anderes Muster. Es tauchen nicht zwei Spalten an der Wand auf, sondern viele. Wenn man das Experiment mit Quanten ausführt und diese durch solche Spalten schießt, verhalten sie sich jedoch wie Wellen, obwohl es sich ja um Teilchen handelt. Das konnten sich die Quantenphysiker nicht erklären und bauten ein Beobachtungs- bzw. Messgerät auf, um festzustellen, warum die abgeschossenen Quantenteilchen plötzlich zu Wellen wurden. Und siehe da, in dem Augenblick verhielten sich die Teilchen ganz brav als die, die sie nun mal waren und verwandelten sich nicht mehr in Wellen. Was war geschehen? Richtig, die Quanten wussten, dass sie beobachtet wurden und das Verstohlenheits-Prinzip wurde aktiviert. Um diesen Vorgang besser zu begreifen und sich auch vorstellen zu können, empfehle ich das Video Doppelspalt-Experiment leicht erklärt. Das hilft dabei, falls an dieser Stelle noch Verständnisschwierigkeiten bestehen sollten, meine Gedankengänge nachvollziehen zu können.

Für mich ist das mysteriöse Verhalten der Quanten ein primäres Naturgesetz, das mit dem Verstohlenheits-Prinzip Hand in Hand geht. Wie im Kleinen so im Großen! Wenn die Quanten ihre wahre Natur verschleiern, dann möchten dies die Tiere und Pflanzen ebenso – eigentlich alles, was aus Quanten besteht, wird dem Verstohlenheits-Prinzip folgen. Auch der Mensch!

Wer die Natur mit Ernsthaftigkeit betrachtet und beobachtet, wird ihr Geheimnis niemals erfahren. Die Natur ist verstohlen und verspielt und nur so kann man sie auch begreifen lernen.

Über Katzen, Igel, Eichhörnchen, Rehe, Füchse und andere solcher Tiere, die manchmal auf den Straßen tot aufgefunden werden können, weil sie beispielsweise überfahren wurden, und Vögel, die gegen Fensterscheiben fliegen und sich ihr Genick brechen, spricht man von einem Tier-Unfall. Dazu wird geäußert, dass beispielsweise eine Katze nicht weiß, dass Autos sie töten können und einfach über die Straße laufen, ohne darauf zu achten. Über Igel und Eichhörnchen sowie andere Tiere spricht man nicht anders. Man fragt sich, besitzen sie überhaupt die Intelligenz, zu erfassen, was ein Auto mit ihnen anrichten kann? Auch über Vögel spricht man mit der gleiche Annahme, dass sie eine Glasscheibe nicht wahrnehmen können und glauben, dass ein Fenster einfach nur ein Loch in einem Haus ist. Aus dem Grund klebt man auf große Fenster gern die Silhouette eines Greifvogels, damit die ahnungslosen Vögel nicht dagegen fliegen.

Doch sind Tiere wirklich so dumm, dass sie die Gefahr, die beispielsweise von Autos drohen, nicht verstehen? Nein, sie wissen ganz genau, dass Autos sie überfahren und töten können. Beobachtet man beispielsweise Krähen oder Katzen, kann man genau beobachten, wie sie am Straßenrand vorsichtig nach Autos Ausschau halten. Sie wissen, dass es ihren Tod bedeutet, wenn sie nicht vorsichtig genug sind. Ein Tier kann in den meisten Situationen auch wesentlich schneller reagieren als ein Mensch und trotzdem findet man vorwiegend auf Landstraßen immer mal wieder ein überfahrenes Tier.

Tiere lassen sich überfahren. Sie treffen diese Entscheidung bewusst. Ich erinnere mich an eine Spazierfahrt mit einigen Freunden. Wir fuhren eine Landstraße entlang, wo man nur 30 fahren durfte. Plötzlich kommt eine Katze aus dem Gebüsch und geht gemütlich unter das Auto. Wir hielten an und warteten, ob wir die Katze irgendwo wieder sehen konnten, aber sie war nicht zu entdecken. So fuhren wir ganz langsam an und wenige Sekunden später holperte es. Die Katze war überfahren. Bei diesem geringen Tempo musste sie sich direkt vor eines der Räder gelegt haben. Wir waren auch so langsam angefahren, dass die Räder sie eher weggeschubst als überfahren hätten.

Nachdem wir sie überfahren hatten und wir zurückblickten, sprang die Katze im Todeskampf mehrere Male hoch in die Luft, als wollte sie den Körper abwerfen und losfliegen. Nach einigen sehr hohen Sprüngen fiel dann ihr Körper irgendwann leblos zu Boden. Ich stieg aus und ging zu ihr. Ihre toten Augen schauten mich an. Sie lebte nicht mehr. Sie muss in der Luft gestorben sein bzw. dort muss der Todesmoment eingetreten sein.

Wie verspielt ist die Natur? Wie verspielt sind die Quanten, dass sie mit uns Verstecken spielen und spielen sie mit uns Menschen auch Hide and Seek? Die wahren Absichten eines Lebewesens werden sehr gern im Verborgenen gehalten. Das trifft auf jedes Lebewesen zu. Auf der Jagd nach Nahrung ebenso wie bei einer simplen Unterhaltung auf der Straße.

Die Tiere sind dem Unterbewusstsein näher und wissen genau, wann der Todeszeitpunkt eintreten wird. Mehr noch, sie können ihn festlegen. Wenn ein Tier nicht mehr leben möchte, dann lässt es sich von einem Auto überfahren, von einem Greifvogel fangen oder legt sich zum Sterben ins hohe Gras.

Die Indianer, wie es sicherlich bekannt ist, wussten um den Zeitpunkt ihres Todes und zogen sich dann in die Berge zurück, um in die ewigen Jagdgründe einzugehen. Der zivilisierte Mensch ist sich dessen heutzutage nicht mehr so bewusst wie seine Vorfahren. Der Mensch ist also dem Unterbewusstsein nicht mehr ganz so nahe und aus dem Grund kann es vorkommen, dass ein Mensch nicht versteht, warum er an einem schönen Sonntagmorgen von einem Auto überfahren wurde. Trotzdem ist der Todeszeitpunkt eines Menschen geplant und um diesen auch einzuhalten, begibt sich der Mensch in Situationen, in denen er davon ausgehen kann, dass sie ihn töten dürften. Er verschleiert seine Sterbeabsicht vor sich selbst. Dieses Verschleierungs-Prinzip ist uns allen zuteil und es gibt keine Ausnahmen. Für die Natur und die Quanten ist es ein Spiel, aber für den Menschen bitterer Ernst und in den meisten Fällen eine traurige Angelegenheit.

P.S. Aufgrund der teilweise empörten Reaktionen, eine kleine Stellungnahme zu diesem Artikel: Ich „sehe“ solche Dinge, sobald ich mittels der Dissoziation in den erweiterten Bewusstseinszustand eintrete. Dort liegt alles klar und deutlich vor mir und auf einige solcher Erfahrungen basiert dieser Artikel.  Sobald ich wieder in den Alltagszustand zurückkehre, sehe ich es genau so, wie all die anderen Menschen, nämlich, dass niemand gerne stirbt oder dass Tode eher Unfälle oder auf anderen traurigen Gründen basieren. Doch wer die Dissoziation anwendet, wird exakt das Gleiche sehen können, was ich gesehen habe und kann dann noch einmal meine Worte beurteilen. Bei meinen dissoziativen Erkenntnissen geht es mir nur darum, die Realität in seiner Tiefe zu begreifen und nicht darum, irgendjemanden zu verletzen.

Siehe auch: „Jeder Tod ist ein Selbstmord – Nachgedanken

~.~

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242 Antworten für “Menschen- und Tierkunde: Jeder Tod ist ein Selbstmord (Teil 1)”

  1. Renzo sagt:

    Ich muss zugeben, dass ich den Artikel nur überflogen habe, aber wenn ich richtig sehe, hast du über folgendes nichts gesagt:

    Wie steht es nach deiner Theorie mit den Milliarden von Tieren, die überhaupt nur aufgrund des menschlichen Willens ins Leben kommen (Tierhaltung/ -zucht), um dann ein elendiges Dasein führen zu müssen und nach vom Menschen genau festgelegter Zeit abgeschlachtet und vertilgt zu werden??

  2. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    danke für Deinen Kommentar.
    Danke für Deine Ehrlichkeit. :-) Und ich gebe zu, dass ich in der Dissoziation noch nicht so weit geschaut habe, um selbst zu verstehen, warum die Tiere Tierhaltung über sich ergehen lassen. Darum kann ich diesbezüglich keine Aussage treffen. Gut finde ich den Umgang mit Tieren in diesem Sektor nicht.
    Zu Deiner anderen Frage: Man findet das bei Google, wonach man sucht. Wenn man danach sucht, dass die Dissoziation etwas Schlechtes ist, dann wird man eben auch fündig. Die Psychologie hat die Dissoziation leider völlig verkannt und behandelt diese auch falsch.
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Renzo sagt:

    Hallo Jonathan,
    (jetzt habe ich auch den Artikel und etwa die Hälfte der Kommentare gelesen)

    Das was du als erstmal nicht zu bewertende „Extrembeispiele“ nennst (der Schlachthof beim Tier; Krebszellen, die man zu sich ruft, weil man zu feige ist einen echten „Unfall-Suizid“ zu begehen) ist ja wohl eher die Regel. Und die Fälle, die du betrachtest eher die seltene (wenn überhaupt) Ausnahme.

    Wie wär es, wenn du auch in der Dissoziation mal in Betracht ziehen würdest, dass Milliarden „Nutz“tiere die elendige Haltung nicht über sich ergehen lassen, sondern von Geburt bis zur Schlachtung vom Menschen schuldhaft dazu verdammt werden?

    Du findest den Umgang auch auch nicht gut? Wow – das ist nicht aber nicht nur „nicht gut“, das ist das denkbar größte Menschheitsverbrechen!

    Zur zweiten Frage, die ich bei einem anderen Artikel auch dort gestellt habe, siehe dort!

  4. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    danke für Deinen Kommentar.
    Du hast das Prinzip der Dissoziation leider nicht verstanden – wie denn auch, Du sprichst hier nur von etwas rein theoretisch, ohne es jemals auch nur ein einziges Mal getestet zu haben. Doch möchte ich dir auf die Sprünge helfen: Die Dissoziation kann nur in der unmittelbaren Gegenwart angewendet werden. Man müsste sich also in einen Schlachthof begeben und dort dissoziieren, um zu einer klaren Antwort zu kommen. Da Dich die Frage so brennend interessiert, schlage ich darum vor, einen Weg in einen Schlachthof zu finden und dort einmal die Dissoziation anzuwenden. Dann wirst Du die von Dir ersehnte Antwort gewiss erhalten. :-) Andernfalls kannst Du auch erst einmal klein anfangen und dies in Deinem gewohnten Umfeld üben.
    Liebe Grüße, Jonathan
    P.S. Unbedingt diesen Artikel lesen: Dissoziation

  5. Renzo sagt:

    Hallo Jonathan,

    du hast auf meine Frage an anderer Stelle geantwortet. Der Übersicht halber zusammenfassend etwa:
    „wenn man bei google was Schlechtest über Dissoziation sucht, findet man Schlechtes. Die Psychologie verkennt die Möglichkeiten“

    Erstens habe ich nicht gegoogelt, zweitens hätte ich wenn dann auch „Dissoziation“ gegoogelt und nicht „Dissoziation schlechte Erfahrungen“

    Ich habe jedoch selbst schon zwei psychotische Phasen durchlebt und das was du über Fliegen schreibst kommt mir aus diesen Phasen sehr bekannt vor. Bei der ersten Phase hat sogar auch eine Fliege eine zentrale Rolle in der Entstehung gespielt! Daher war dein Bericht für mich ganz persönlich sogar ziemlich krass!
    Ich habe mit Psychologen und Ärzten durchaus auch viel schlechtes erlebt – kritisch sehe ich insbesondere recht eingeschränkte Mitsprachemöglichkeiten in der Behandlung. Aber alles in allem hat es mir im großen und ganzen doch gut getan, aus dieser ungewöhnlichen Wahrnehmung der eigenen Umwelt wieder in den Alltag zurückgeholt worden zu sein!

    Und der verlinkte englische Wikipedia-Artikel „ideas of reference“ beschreibt das Grundprinzip dieser Wahrnehmung meiner Meinung nach ganz gut. (der deutschen Wikipedia fehlt leider ein Artikel „Beziehungswahn“).

    Beste Grüße
    Renzo

    PS: Die alttestamentarische hebräische Bezeichnung „Beelzebub“ bedeutet zwar wörtlich „Herr der Fliegen“, hat aber von der Entstehung nicht viel mit Fliegen zu tun. Der Gott Baal („Herr“) wurde von den Kanaanitern „baal zebul“ genannt, was „erhabener Herr“ bedeutet. Die Israelitäten haben das dann bloß in einem Wortspiel zu dem Schimpfwort „baal zebub“ gemacht, um sich darüber lustig zu machen.
    Und dass das altgriechische (das Neue Testament ist nun mal in der damaligen Umgangssprache griechisch geschrieben worden) Wort für Beelzebub wörtlich „Herr der Misthaufen“ bedeutet, ist lediglich ne Übersetzungssache und nicht weil die Fliegen aus der Vorstellung entfernt werden sollten (schon mal einen Satz mit dem google-Translator hin und zurück übersetzt?)

  6. Renzo sagt:

    Hallo Jonathan,
    ja, der erklärende Link, was Dissoziation ist, war hilfreich.
    Da muss ich sagen: Nee, mag ich nicht! Ich habe es nämlich erlebt, dass so etwas (oder Ähnliches) nicht schnell vorrübergehend war (Näheres bei Interesse per Email).

    Und ob man damit die Welt so sieht, wie sie „ist“, wage ich zu bezweifeln.

    Mir wäre ganz im Gegenteil daran gelegen, wenn das normale alltägliche Assoziieren, besser gelänge. Ich bin nämlich äußerst „small-talk-unbegabt“ (und daher wohl erst Recht völlig flirtunfähig). Ein normales Alltagsgespräch, das beide Seiten von Beginn bis Ende einfach nur angenehm finden, führen zu lernen – das hätte schon was!

    Nach dem Aufwachen nicht zu wissen, wo man eigentlich grade ist und wie spät es sein könnte (geschieht ja vielen, vor allem wenn man mal nicht zu Hause schläft oder grade umgezogen ist), macht mir zwar keine Angst, aber dennoch versuche ich mich zu erinnern und finde es doch angenehmer, wenn ich`s wieder „auf dem Schirm“ hab. Wenn ich hingegen noch im Halbschlaf bin, träume ich gerne weiter! Das ist spannend und ich denke auch gerne hinterher über „Gesehenes“ nach. Ist wohl nicht ganz „luzid“, geht aber wohl in die Richtung.

    Den Vorschlag, in einen Schlachthof zu gehen, muss ich (leider?) noch entschiedener ausschlagen. Dieses verbrecherische Geschehen würde ich vermutlich keinen Moment lang psychisch verkraften können! Die Reflexion darüber, dass solche barbarischen Taten standfinden, ist schon schwer genug. Was du in einem Schlachthof sehen würdest, würde mich hingegen schon mal interessieren…

    Ich habe zu dem Fliegen-Artikel einen weiteren Kommentar geschrieben, der nicht erschien – hast du ihn nicht freigeben wollen?

    Merkwürdig finde ich übrigens auch, dass du für subjektives Erleben bzw. geistige Prozesse empirisch-physikalische Begriffe verwendest.

  7. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    danke für Deinen Kommentar.
    Nun, wenn Du die Dissoziation nicht magst, dann wirst Du sie auch nie kennenlernen, geschweige denn benutzen lernen. Somit bleibt es für Dich, bei Diskussionen um Meinungen, weiterhin stets nur eine Vermutung und wird eine solche ewig bleiben. Gewissheit kann man mit dem Verstand allein kaum erlangen.
    Eben, ich würde auch ungern in einen Schlachthof gehen und dort dissoziieren. Das Dissoziieren ist halt ein sehr intensiver Vorgang mit bleibenden Eindrücken. Ein Schlachthof wäre jetzt darum auch nicht so mein Favorit. ;-) Also, da musst Du wohl selber ran oder Du musst Dir andere Extrembeispiele suchen. *g*
    Ich habe alle Kommentare freigegeben. Ich lösche nur welche, wenn darin irgendwer beschimpft wird oder es Werbung ist.
    Liebe Grüße, Jonathan

  8. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    kleiner Zusatz: ich habe unter Spam mehrere Kommentare von Dir und einigen anderen gefunden, die vermutlich versehentlich falsch erkannt wurden. Ich habe diese nun alle freigegeben. :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  9. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    die Dissoziation ist auch kein Honigschlecken. Sie ist für die Pioniere und mutigen Bewusstseinsforscher dieser Welt gedacht. Wer eine instabile Persönlichkeit besitzt, sollte dies auch nicht praktizieren. Psychotische Schübe ist ebenso ein negativ geprägtes Wort der Psychologie. Man kann die Dissoziation kontrollieren lernen und damit umgehen, wie mit einem Auto. Für den braucht man ja auch einen Führerschein, sonst fährt man gegen den Baum. Mit der Dissoziation ist das nicht anders.
    Ich habe all das über Beelzebub auch gelesen, was Du hier erwähnst. Ich glaube, Du hast das mit der Dissoziation immer noch nicht richtig verstanden. Die Dissoziation zeigt Dir die Dinge, wie sie wirklich sind und nicht so, wie irgendein Wissenschaftler dies aufgrund seines Verstandes und Interpretationen herausgefunden hat.
    Richtig, der Google-Translator ist ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn man Theorien im Kopf hin- und herschiebt. Irgendwann kommt etwas völlig verzerrtes heraus. Das kann Dir bei der Dissoziation absolut nicht passieren.
    Liebe Grüße, Jonathan

  10. Renzo sagt:

    (ich hatte nachdem der Kommentar nicht erschienen war – auch nich mit dem üblichen Hinweis „wartet auf Freischaltung“ nochmal versucht ihn abzuschicken, daher geriet das dann wohl in den Spam-Filter).

    Der google-translator war nur ein Beispiel dafür, warum man nur durch die Bezeichnungen „Herr der Fliegen“ und „Herr der Misthaufen“ keine zutreffenden Erklärungen findet (wie du es in dem anderen Artikel merkwürdigerweise trotz des Wissens um die Herkunft des Wortes tatest), da die „beschränkten Buch-Wissenschaftler“ eben nachweisen können, dass Beelzebub eben lediglich ein beleidigendes Wortspiel war. Nicht mehr und nicht weniger.

    Und nochmal die ganz fundamentale Frage: Was gibt dir eigentlich die Sicherheit zu glauben, dass das was du in der Dissoziation siehst, die Welt so zeigt, wie sie „wirklich“ ist – angeblich gefeit gegen jeden Irrtum??
    Oder noch mal ein bisschen anders gesagt (ich habe auch den Eindruck, dass du manchmal nicht verstehst, was ich sagen will): Warum sollen die aus der Dissoziation gewonnenen Erkenntnisse keine Trugbilder sein können (meine Behauptung: sie könnten genauso gut falsche Erklärungen liefern wie die „beschränkte wissenschaftliche Forschung“
    Oder um mal Pontius Pilatus aus der Bibel zu zitieren: „Was ist Wahrheit?“ Sagt dir der Begriff „Epistomologie“ etwas?

  11. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    danke für Deinen Kommentar.
    Das kann sehr gut sein, wie Du es sagst, so muss es wohl in den Spamfilter gekommen sein. Leider waren darin auch noch 3 oder 4 andere Beiträge von anderen versteckt.
    Was mir die Sicherheit gibt? Ich kann Deine Zweifel und Vorsicht sehr gut verstehen. Als ich die Dissoziation noch nicht kannte, habe ich diesbezüglich exakt wie Du gedacht. Doch ich kann mich nur wiederholen: Erlebe es selbst und Du wirst sehen, dass das, was man in der Dissoziation erkennt und worauf man dann seine Aufmerksamkeit richtet, absolut klar und unmissverständlich wahrgenommen wird. Die Dissoziation lässt Dinge jenseits der Theorien und Vermutungen erkennen, sie zeigt die Realität, wie sie wirklich ist. Wenn Du es erlebst, ist es absolut unmissverständlich. Und ich bin nicht der Einzige, der das praktiziert und den ich kenne, der haargenau das Gleiche gesehen hat.
    Der Verstand mag die Dissoziation nicht, weil er dafür temporär abgeschaltet werden muss. Das versucht er mit allen Mitteln zu verhindern. Wenn man mit dem Verstand darüber nachdenkt, was die Dissoziation ist, dann ist man absolut befangen. Man darf niemals den Verstand fragen, wie man dissoziiert, sondern nur jemanden, der bereits des Öfteren dissoziiert hat. Wie man so schön sagt: Man soll nicht die Frösche fragen, wie man einen Sumpf trockenlegt. ;-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  12. Renzo sagt:

    Hallo nochmal, Jonathan,

    Es ist ja nicht so, dass ich damit überhaupt gar keine Erfahrung hätte. Ich kann nicht sicher sagen, ob das, was ich in meinen (so diagnostizierten) „psychotischen Schüben“ erlebt habe, wirklich das ist, was du mit „Dissoziation“ meinst; aber vor allem das, was du im Fliegenartikel beschrieben hast, kommt mir aus eigenem Erleben zumindest ziemlich bekannt vor.

    Ich möchte ein hoffentlich recht anschauliches Beispiel bringen: Du hast in dem Fliegen-Beitrag beschrieben, wie eine Fliege dich auf eine Telefonnummer hingewiesen hat, die du (mal wieder?) anrufen solltest.
    Wie gesagt habe ich tatsächlich selbst schon Erfahrungen mit einer „antwortenden Fliege“ gemacht. Die Fliege war bei mir die Initialzündung und die „Antworten“ weiteten sich schnell auf die gesamte Außenwelt aus, die mir „Dinge mitteilte“. Letztlich verstand ich alles, was sich in der Außenwelt (im Hinduismus „Maja“ genannt) ereignete, als persönlich auf mich bezogen (oder gar aus meinem Unterbewusstsein entstanden = Solipsismus).

    Dies „nur“ als erklärende Vorrede, nun zum Irrtum: Ein Irrtum dieses (~solipsitischen) Erkennen/Erleben/Verstehen kann gar nicht durch logische Argumentation nachgewiesen werden – der Solipsismus gilt in der Philosophie zwar als ein absurdes oder gar pathologisches Randproblem (außerhalb der Epistemologie erst Recht), aber widerlegt ist der Solipsismus (trotz aller problematischen und absurden Konsequenzen) nicht!!
    Mein Verstand konnte dieser (zumindest für Außenstehende) völlig absurden Weltsicht nicht beikommen – wenn überhaupt nur den Größenwahn, der dem Solipsismus innewohnt, (temporär!) abmildern (nicht ich bin der Schöpfer der Außenwelt, sondern Gott hat die gesamte Außenwelt und die darin befindlichen mir gleichwertigen Menschen FÜR MICH erschaffen))

    Nun aber wirklich endlich zum eigentlichen Irrtum: Letztlich konnte wie gesagt nicht mein Verstand einen Irrtum in meinem Denken/Fühlen/Erleben nachweisen (und auch die Neuroleptika haben – wenn überhaupt – nur einen bescheidenen Beitrag geleistet, sondern der Irrtum hat sich mir anhand eines scheinbar(!) banalen Beispiels von selbst gezeigt:
    Ich ging fest davon aus, dass mir die Außenwelt (wie z.B. eine Fliege!) eindeutige Hinweise darauf gibt, was richtig und was falsch ist. Ich war mir umschlüssig, ob es richtig sei, einer Frau die ein oder andere SMS zu schreiben. Ich „sah“ „Zeichen“ in meiner Umgebung (Außenwelt), die mir sagten, dass es richtig sei, die SMS zu senden – ABER kurz- und langfristig hat es sich gezeigt, dass es das Falscheste war, was ich tun konnte, diese SMS zu versenden!

    Wie die Welt „wirklich ist“, lässt sich m.E. wohl niemals mit Gewissheit sagen, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die anti-rational-empirisch-wissenschaftliche Welt-Deutung (bei mir wurde es als psychotischer Schübe diagnostiziert, du nennst es offenbar „Dissoziation“) mindestens genauso fehleranfällig und irrtumsbehaftet ist!

    Ontologische Annahmen über „die Welt“ sind an sich vermutlich erstmal unproblematisch – egal wie absurd sie anderen erscheinen mögen. Problematisch wird es m.E. nur, wenn daraus konkrete Handlungs(an)weisungen abgeleitet werden (wie z.B. jemanden anzurufen oder eine SMS zu schreiben ;-) ) oder wenn man gar (quasi missionarisch) andere Menschen davon überzeugen will, was wahr und „richtig“ ist!

    Wie gesgt: Nix für ungut
    Liebe Grüße

    Renzo

    PS: Ich möchte dir empfehlen, dir für die Antwort ein bisschen Zeit zu lassen – unbekannte oder kaum bekannte Begriffe meines Kommentars lassen sich leicht in der Einleitungsdefinition (oder dem ganzen Artikel) bei Wikipedia nachschlagen oder googeln!

    PPS: Der Wikipedia-Artikel zur Epistemologie ist z.Zt. wirklich gar nicht schlecht… (https://de.wikipedia.org/wiki/Epistemologie)

  13. Renzo sagt:

    Darf ich fragen, ob du dir für eine Antwort noch mehr Zeit lassen möchtest oder ob du keine mehr geben möchtest?

  14. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    danke für Deine Erinnerung. Da habe ich Dich doch glatt vergessen.
    Das freut mich sehr, dass Du damit bereits Deine Erfahrungen hast. Die Dissoziation ist ein freiwilliger Denkverzicht. Wenn man sich dazu gezwungen fühlt und das Ego bekommt Angst, dann will es natürlich das alles nicht. Es ist wie mit dem Fasten. Wenn jemand freiwillig mit dem Nahrungsverzicht beginnt, kann er mehrere Wochen ohne Nahrung auskommen. Doch wenn er auf einer einsamen Insel landet und auf Nahrung verzichten muss, ist er vielleicht schon nach einer Woche mausetot. Die Dissoziation ist die beste und schnellste Technik, um seinen spirituellen Weg zu meistern, aber dafür auch der riskanteste, wenn man es übertreibt oder nicht richtig angeht.
    Deine Erfahrung mit der Fliege hört sich doch ganz hervorragend an. Ich weiß nicht, warum Du das psychotischen Schub nennst. Für das Unterbewusstsein ist alles belebt, selbst ein Nagel. Und der Solipsismus ist der Eingang zu einem größeren Verständnis dieser Welt. Ich sage nicht, dass er die Lösung ist, nur der erste Schritt.
    Richtig, der Solipsismus kann nicht in der Außenwelt nachgewiesen werden, WEIL er nur den ersten Schritt zu einem größeren Verständnis darstellt. Hättest Du Dich nicht so gehen lassen und nicht gleich die Flinte ins Korn geworfen, hättest Du vielleicht begreifen können, warum Du das alles so wahrgenommen hast. Die meisten Leute drehen vorher ab, weil ihnen der Sturm zu groß vorkommt.
    Die Dissoziation ist nicht fehlerbehaftet, sie ist tadellos. Wenn Du das anders erlebt hast, dann hast Du Deinen Fokus mehr auf Dein Ego gelegt als auf die Fähigkeit an sich. Ausschließlich Egoismus und Fehlprogrammierung der Gesellschaft sowie das Opfer-Denken verwandeln die Dissoziation in eine psychische Krankheit, will sagen, es liegt nicht an der Badehose, wenn man untergeht, sondern daran, wie man eben schwimmt.
    Richtig, da stimme ich Dir absolut zu: In der Dissoziation geht es darum, den inneren Beobachter zu erreichen, es geht aber nicht darum, sich mit einer Situation dermaßen zu identifizieren, dass man SMSen schreibt oder sich Leuten missionarisch aufdrängt.
    Liebe Grüße, Jonathan

  15. Renzo sagt:

    Ich schreib dir bald nochmal eine Email. Eins vorweg: Ich hab mich weder gehen lassen noch die Flinte ins Korn geworfen!

  16. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    danke für Deinen Kommentar.
    Wenn Du in Panik zu einem Arzt oder Psychologen oder sonstwen läufst, dann ist das schon ein Sichgehenlassen. Wenn Du die Flinte nicht ins Korn geworfen hast, dann bin ich ja beruhigt. :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  17. Renzo sagt:

    Du schlussfolgerst zu voreilig!

  18. Renzo sagt:

    Viel zu voreilig. Aber selbst wenn ich dies getan hätte, könnte ich auch dann nicht verstehen, was daran ein „sich gehen lassen“ wäre, wenn man sich um professionelle Hilfe bemüht. Ich denke vielmehr das wäre auch eine Art von „die Sache in die Hand nehmen“!

    Ansonsten noch zu dem, was ich öffentlich schreiben möchte: Du schriebst: „Richtig, der Solipsismus kann nicht in der Außenwelt nachgewiesen werden“
    Das wundert mich sehr. Ich versuchte nicht den Solipsismus in der Außenwelt nachzuweien, sondern zu widerlegen, ihn zu überwinden. Der Solipsismus ist zwar keineswegs notwendigerweise eine maximal-egoistische Weltanschauung (wie ihm oft nachgesagt wird), aber zum einen maximal größenwahnsinnig (ich als alleiniger Schöpfer des gesamten Universums!) und zum anderen maximal einsam (die gesamte Außenwelt INKL. aller anderen Menschen ist nichts als Spiegelbild meiner selbst)

  19. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    ich lerne von den Besten. *g*
    Liebe Grüße, Jonathan

  20. Renzo sagt:

    Hast du eigentlich schon mal versucht über die Bibel zu „dissoziieren“??

  21. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    ja, das habe ich. Doch nur wenige Male.
    Liebe Grüße, Jonathan

  22. Renzo sagt:

    Bevor ich ggf. per Email noch persönlicher werde: Ich fand es wirklich sehr überraschend, dass du meintest „der Solipsismus kann nicht in der Außenwelt nachgewiesen werden“! Meinst du denn nicht, dass der Solipsismus eine Weltsicht ist, die (egal ob von außen oder von innen!) widerlegt anstatt nachgewiesen werden „sollte“?!?

    (Anmerkung zu dieser Frage: Oft wird behauptet oder geschlussfolgert, dass Solipsismus ein Maximum an Egoismus bedeute. Das sehe ich zwar nicht so. Aber einigermaßen unzweifelhaft scheint mir jedoch, dass Solipsismus ein Maximum an Größen[wahn]sinn und ein Maximum an Einsamkeit bedeutet…)

  23. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    noch persönlicher? Das klingt ja wie eine Drohung. ;-)
    Wie gesagt der Solipsismus ist eine Vorstufe, um begreifen zu können, wie es sich wirklich verhält.
    Nein, sie kann nicht widerlegt werden, aber sie kann auch in einem erweiterten Rahmen begriffen werden. Für sich alleinstehend ist diese Weltsicht nicht tragbar rigide.
    Liebe Grüße, Jonathan

  24. Renzo sagt:

    nee, persönlich anders herum – auf mich bezogen – meinte ich ;-)

    Ich verstehe „nicht tragbar rigide“ nicht. Meintest du, Solipsismus sei zu rigide oder etwa gar nicht rigide genug?

    Würdest du der Aussage zustimmen, dass Solipsismus überwunden werden muss?

  25. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    ah okay. :-)
    Der Satz ist nicht vollständig, soll heißen: „nicht tragbar und zu rigide.“ :-)
    Richtig, da würde ich zustimmen, aber präziser formuliert würde ich sagen, dass der Solipsismus transzendiert werden sollte.
    Liebe Grüße, Jonathan

  26. Renzo sagt:

    Ich kann mit dem Begriff der Transzendenz nicht viel anfangen. Könntest du mir vielleicht versuchen zu beschreiben, wie du in deiner Vorstellungswelt den Solipsismus transzendierst?

  27. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    danke für Deinen Kommentar.
    Wie ich dies transzendiere? Jedes existente Weltbild ist wie ein Puzzlestück des größeren Bildes, so auch der Solipsismus. Die Transzendenz liegt also darin, diesen darin zu integrieren. Auf diese Weise transzendiert sich der Solipsismus, d.h. er erweitert sich innerhalb des Bildes von dem er einen Teil darstellt.
    Liebe Grüße, Jonathan

  28. Renzo sagt:

    Kanntest du das Weltbild/die Idee des Solipsismus eigentlich schon, bevor ich dir davon schrieb?

    Kannst du mir vielleicht die „Teilwahrheit“ des Puzzle-Stücks „Solipsismus“ innehalb des größeren Bildes beschreiben?

  29. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Renzo,
    vielen Dank für Deine Kommentare.
    Solipsismus: Ich kannte das Weltbild über den Solipsismus schon, da hast Du vermutlich noch mit dem Storch gepokert. *g* Und nein, das werde ich Dir nicht mitteilen. Darauf darfst Du selbst kommen. :-)
    Alte Menschen: Du „verfluchst“ ja meine Ansichten auch und kommst trotzdem immer wieder her. *g*
    Schlachthaus: Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass ich in einem Schlachthaus oder bei solchen Bildern dissoziiere, nur weil Du Dich im Leben für die Skeptiker entschieden hast? So wichtig ist mir meine Überzeugungsarbeit Fremden gegenüber bei weitem nicht. *g* Lerne es selbst und dann kannst Du es ja ausprobieren. Einmal ausprobieren und dann die Flinte ins Korn werfen, ist mir von Deiner Seite entschieden zu wenig. ;-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  30. Renzo sagt:

    Die gepostete Dokumentation ist auch ohne dabei zu dissoziieren sehr erhellend.

    Okay, um mich dir zu erklären, bräuchte ich doch eine sehr viel längere Email.

    Wie alt biste denn, wenn ich fragen darf?

  31. Mia sagt:

    Hallo Jonathan,
    bin gerade erst auf deine Seite gestolpert. Sehr interessant! Kann das, was du schreibst, sehr gut nachvollziehen.
    Ich finde es bewundernswert, wie du auf all die Kommentare eingehst. Schade, dass einige Menschen es so sehr ablehnen, über den Tellerrand hinauszuschauen und sich für Gedanken und Theorien öffnen, die anfangs absurd erscheinen.
    Aber jeder geht eben seinen eigenen Weg.

    Du kennst doch sicher das Zitat von Gandhi: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

    LG Mia

  32. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Mia,
    vielen Dank für Deinen Kommentar und Dein Lob.
    Die Pioniere sind schon oft ins Kreuzfeuer geraten, darum mache ich mir da keine großen Sorgen. ;-) Aber ich freue mich, eine neue Leserin gewonnen zu haben.
    Liebe Grüße, Jonathan

  33. Natou sagt:

    Hallo Allerseits,
    ich bin zwar über diesen blog gestolpert, jedoch kenne ich diese themen. Ich finde hingegen etwas anderes sehr interessant (beschäftigt mich). Ein wissen, oder eine ahnung zu haben, auf dieser erde eine aufgabe zu haben, mein ganzes leben darauf zu warten (bin noch noch nicht alt;-). Aus altruistischen gründen freiwillig solange zu bleiben, wie nötig, ich werde jeden tag gebraucht, es gibt hier viel zu tun, ohne als held gefeiert zu werden; was eher unangenehm wäre. Die menschen haben keine ahnung, wenn sie angst haben, angst haben zu sterben. Ich zweifele (bei dem gedanken geht ein RUCK durch mein ganzes wesen, dass es !wehtut!) daran den menschen zu helfen. Doch ist diese unzerstörbare gewissheit da, es ist ‚jetzt‘ das wichtigste – nicht aufzuhören.

  34. rudolf streichler sagt:

    >Tiere lassen sich überfahren. Sie treffen diese Entscheidung bewusst

    Ich lachte sehr, danke.

  35. Sabrina sagt:

    Ich denke das passt hier her, über Umbuchungen vor Flugzeugabstürzen wurde ja in den Kommentaren schon diskutiert:

    http://www.spiegel.de/panorama/malaysia-airlines-mh17-radprofi-entgeht-mh370-und-mh17-knapp-a-981701.html

  36. leonardo sagt:

    ich finde den Artikel und deine Ansicht darin super

  37. Sabina Goller sagt:

    Fuer mich macht es Sinn, und ich danke fuer diese Gedanken. Ich lebe hier in einem Indianergebiet,und kenne diese Geschichten vom erzaehlen, dass diese Menschen zum Sterben sich ein Sterbelager errichten um hinueberzugehen ,sie sagen zu Manitu ich wuerde sagen in eine andere Dimmension. Ich werde immer wieder zu Menschen gerufen um dort als Schwester zu arbeiten um ihnen mit ihren alltaeglichen Aufgaben im Leben zu helfen.Vielemale sind es keine alte Menschen, sondern sogar juenger als ich, aber spaetestens nach 12 Monaten oder kuerzer sterben sie in meinen Armen.Von meinem Freunden erhalte ich schon den Namen“ Todesengel“,daraufhin befasse ich mich auch mit dieser Thematik des Sterbens Ich helfe sozusagen anderen Menschen in die andere Dimmension hinueberzugehen und erkenne die Absprache mit dem Unbewussten. Ich bin sozusagen eine Art Empfaenger fuer Menschen die wechseln wollen- um ihnen die Angst zu nehmen, da sie ja noch gefangen sind in ihren Bewusstsein. Ich empfinde jedesmal ein sehr erhebendes Gefuehl, wenn ich jemanden geholfen habe die Seite zu wechseln.Wir sind schon tausende mal gestorben, warum davor Angst zu haben und zu weinen. Ich sehe es als Zelebration des Lebens und nicht des Todes – das Gefuehl was ich hege dabei ist Freiheit, Frieden und Glueck fuer den der es beschlossen hat zu gehen. Die jammern, jammern nicht um den der gegangen ist, sondern um sich selbst, weil sie alleine gelassen wurden. Habe nicht nur Patienten so gehen gesehen, weil mir viele vorwerfen,das ich keine Ahnung haette wenn Emotionen mit im Spiel waeren wie bei lieben Angehoerigen- muss ich leider wiedersprechen mein geliebter Mann starb vor reichlich 5 Jahren auch in meinem Armen und ich hatte das gleiche glueckliche Gefuehl fuer ihm.Ich musste mir leider von vielen anhoeren, dass ich Herzlos sei. Im Gegenteil, ich habe so viel Liebe in mir, dass ich sie in ihrer schwersten Zeit mit ihnen teile.
    Wenn deine Zeit da ist,lt. deiner eigenen Absprache, dann gehst du ob es nun durch Krankheit oder Unfall passiert.

  38. Kasha sagt:

    Sehr interessant dein Artikel, Jonathan.
    Habe jetzt nicht alle Antworten durchgelesen und weiß nicht, ob das hier schon diskutiert wurde, aber das Global Consciousness Project (bitte googeln, kann man nicht in ein paar Worten erklären) sagt ja ganz klar aus, dass VOR einschneidenden Ereignissen (wie zb. 11.9.01) sich das Bewußtsein der Menschheit verändert, deshalb finde ich deinen Ansatz sehr plausibel.

  39. Thomas sagt:

    Geniale Seite.
    Es ist so, wir spielen alle in seiner Welt (Mr. Gold-Revolver, hier im Blog (Den Film sollte man mindestens 2 X anschauen).
    Es ist das Spiel des Lebens. Ulrike rettet den Vogel aus dem Maul ihrer Katze und ihr Verstand suggeriert ihr, den Vogel gerettet zu haben. Es bleibt aber eine Interpretation des Verstandes. Sie handelt programmgemäß. Das „Ich“ identifiziert sich mit der Handlung und bewertet diese. In diesem Fall schmeichelt es dem Ego, es war eine gute Tat, meine Freundin wird es bestimmt interessieren das die böse Katze diesen armen Vogel verspeisen wollte, aber „ich“ habe ihn gerettet. Das wird meine Freundin mir hoch anrechnen und bestimmt auch weitererzählen.Das verschafft mir Anerkennung bei ihr und bei den anderen. Aber es dauert nicht lange, da wird Ulrike eine Handlung, oder auch nur ein gesprochenes Wort, bereuen. Diese Reue hinterlässt bei ihr ein Gefühl von Schuld. Das ist es was wir erkennen müssen. Es gibt weder einen Grund uns zu tadeln, noch einen Grund uns zu loben.
    @ Ulrike: das ist nicht persönlich gemeint.
    Aber Elke könnte nun wütend werden weil Du das tödliches Spiel der Miezekatze mit dem Vogel , was Elke allerdings so nicht sieht, weil die Mieze ja nur Hunger hat und das ist halt „normal“,nicht akzeptierst.
    Im wirklichen Leben gibt es nichts zu interpretieren, oder zu bewerten.
    Salvador Dali: »Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.
    Ulrike:
    Ich hab schon oft für Tiere gebremst oder Beutetiere aus dem Mund meiner Katze gerettet. Tue ich denen dann damit gar keinen Gefallen ?!
    Wie ist das überhaupt mit Fremdeinflüssen wo sich z.B. jemand entscheiden muss zu helfen oder nicht? Hilft man sucht sich der Betroffene dann die nächste Gelegenheit??

    Diese Frage stellt sich eigentlich gar nicht. Die Frage ist: Warum rettest Du Beutetiere? Und was passiert mit Dir wenn Du sie nicht rettest?

  40. Feline sagt:

    Schöne und interessante Seiten hast du —
    zu der Geschichte – ich finde diese Betrachtungsweise sehr interessent – Tiere sind auch nicht dumm – und ich halte es durchaus für möglich, daß Tiere so etwas tun. Es gibt einige Geschichte darüber, von einem Delfin, der in Gefangenschaft lebte und es wahrscheinlich satt hatte – er hielt den Atem an und verstarb eine Weile später – er war nicht krank. Dann las ich mal von Tieren, ich glaube es waren Pferde, die einen Abhang hinunter sprangen. Ich denke, die waren nicht dumm und haben den Abhang nicht gesehen. Wie gesagt – Freitod gibt es auch bei Tieren. Keine Frage.

    Ich mag auch deine Traumgeschichten, weil ich auch viele habe.
    Im Traum läßt sich vieles ausprobieren, was hier oftmals nicht geht.

  41. Hallo Feline,
    danke für Deinen Kommentar.
    Das ist richtig, was Du über Delfine und Pferde sagst. Es gibt unzählige Beispiele, die das belegen. Der Mensch sit nur zu arrogant, um zuzugeben, dass ein Tier so weit denken kann wie er selbst.
    Liebe Grüße, Jonathan

  42. Katja sagt:

    Das ist so ziemlich genau das was ich gestern gesagt habe… mir sind vorgestern und gestern absichtlich! 2″Vögel ins Auto geflogen und das war definitiv Selbstmord ???? blöd nur das ich jetzt ein schlechtes Gewissen habe…aber ich konnte beide Male nichts tun.. sie kamen von links direkt ins Auto geflogen und der zweite schaute mir sogar noch ins Gesicht ????

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