Filmkritik: The Big Short

the-big-short-filmMichael Burry (Christian Bale) ist ein Manager für Hedgefonts und durchschaut einen gewaltigen Banken-Betrug, der auf Immobilien und Krediten basiert. In seiner Position versucht er unter größter Anstrengung, seinen Kollegen und anderen Bankern deutlich zu machen, dass diese Blase bald platzen wird und zig Milliarden Dollar verlorengehen werden; immerhin ist dies ein offensichtlicher Betrug der meisten Banken weltweit. Da er nur von den anderen verlacht und unter Druck gesetzt wird, versucht er, das ihm zur Verwaltung stehende Kapital zu retten.

Sehr schön dargestellt werden hier die Ursachen für die Finanz- und Wirtschaftskrise des Jahres 2007, die weitgehend allein von den Tätigkeiten der Banken abhängt. Banken, die sich hierbei am meisten den Betrügereien gewidmet haben, verloren Unmengen an Geldern, doch anstatt dass sie zerbrechen, werden sie letzten Endes von einer Regierung mithilfe von Steuergeldern gestützt, das wiederum die Bürger liefern, die von dem kompletten Betrug keinerlei Ahnung besitzen.

Auch wenn der Film im Internet krampfhaft als Komödie interpretiert werden soll, wer auch immer dies so festgelegt hat, irrt gewaltig. In jedem Fall demonstriert The Big Short filmisch den kompletten Banksektor, in Zusammenarbeit mit den Regierungen, in ihrer Vorgehensweise und der Machtlosigkeit, mit der sich Bürger und aufrichtige Menschen dem Ganzen gegenübersehen – sofern sie das verschleierte System überhaupt durchschauen. Zwar wird hier das Immobiliengeschäft herangezogen, doch umfasst dies noch andere Bankprojekte, wie beispielsweise die Schuldscheinverschreibungen zur Produktion von Luftgeld, die hier jedoch nicht erwähnt werden.

Der Film basiert ursprünglich auf dem Buch von Michael Lewis, der diesem den Titel verlieh: “Im Inneren der Vernichtungsmaschine”. Diese Titelwahl spricht Bände. Natürlich wurde der Autor aufgrund der brisanten Inhalte seines Buches verklagt.

Besonders sarkastisch ist das Ende des Films, bei dem die Off-Stimme Burrys erklärt, dass natürlich die meisten Bankendirektoren verhaftet und die ganzen Betrügereien aufgedeckt wurden, aber dann doch hinzufügt, dass diese Aussage nur ein Scherz gewesen sei, denn tatsächlich verhielt es sich so, dass die großen Verluste der Banken vonseiten der Regierungen mithilfe von Sicherheitspaketen in Milliardenhöhe abgefangen wurden. Woher hierfür die Gelder genommen wurden, kann man sich nur allzu leicht denken.

Für Laien ein sehr verwirrender Film, da Betrügereien eben allzu gern verschleiert werden, damit der Durchschnittsmensch nicht durch das System steigen und es auf Anhieb begreifen kann. Trotzdem wurden immer wieder mit direktem Blick in die Kamera kleine Lehrminuten erteilt, damit der Zuschauer sich in das verworrene System hineindenken kann.

Zitate aus dem Film: “Wir leben in einer Ära des Betrugs in Amerika. Nicht nur bei den Banken, sondern auch im Staatswesen, in der Bildung, bei den Kirchen, den Lebensmitteln, sogar beim Baseball.”

“Die Hypothek ist der massive Fels, auf den die Wirtschaft aufgebaut ist.”

Fazit: 8 von 10 Sternen.

Regie/Drehbuch: Adam McKay
Mit: Christian Bale, Mark Baum, Jared Vennett
Genre: Business-Drama
Land: USA 2015, ca. 130 min.
FSK: ab 6 Jahre
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Trailer: Video

 

 

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