Traumnacht: Die Farbräume

Traumnacht” ist eine Reihe, in der ich mich bewusst darauf konzentriere, einen luziden Traum oder eine außerkörperliche Erfahrung zu erleben bzw. in der ich von einem interessanten oder außergewöhnlichen Traum berichte.

In der Meditation der heutigen Nacht, es mag vielleicht schon 3 Uhr morgens gewesen sein, weil ich noch so lange recherchiert hatte, fühlte ich mich so stark motiviert wie selten. Dies wollte ich unbedingt ausnutzen, denn Motivation reimt sich nicht umsonst auf Meditation, sondern sie sind ein wichtiges Paar, das man nicht unterschätzen sollte. Also benutzte ich meine Ohropax und verdunkelte mein Schlafgemach. Danach entspannte ich mich mit einer Zähltechnik, bis ich einigermaßen gut entspannt war. Im Anschluss konzentrierte ich mich gleichzeitig auf meine geschlossenen Augenlider, auf den Bewusstseinsstrom und führte dazu noch meine Dissoziationstechnik aus. Bereits nach 5 Minuten verstärkte sich das Rauschen des Bewusstseinsstromes so immens, dass ich das Kollektivbewusstsein hörte.  Es waren tausende von Stimmen… Gedanken… Grübeleien, Sorgen, Ideen, Hoffnungen… von jedem Menschen auf unserem Planeten, der jemals gelebt hat und gegenwärtig noch lebt. Alles lag vor meinen Füßen, wenn man so will, aber ich besaß diesmal kein Interesse daran, mich ins Kollektiv zu stürzen, sondern wollte noch tiefer in die Meditation eindringen. Plötzlich spürte ich die Anwesenheit einer Person. Sie erschien links von meinem Bett. Ich konnte sie nicht sehen, sondern nur fühlen. Sie flüsterte auch etwas, aber es ging im Flüstern der tausend Stimmen aus dem Kollektiv unter. Ich konzentrierte mich dann auf den Unbekannten – es schien ein Mann zu sein – und sprach ihn nonverbal an:

„Wenn du mir irgendwie helfen kannst, wäre ich sehr erfreut… oder wenn du es schaffst, dich besser verständlich zu machen, das wäre auch gut.“

Das Flüstern verschwand und die Dunkelheit vor meinen Augen wich plötzlich einem braunen Raum. Er war hellbraun und dreidimensional. Die Wände wirkten ein wenig wie mit Tarnfarbe überzogen und auf ihnen tanzten Schlieren und Formen. Gleichzeitig durchströmte eine warme Welle meinen Körper, sodass ich ihn kaum noch fühlen konnte. Ich fühlte nur noch meinen Kopf, wie er auf dem Kissen lag.

Das Gefühl, das ich empfand als ich den braunen Raum betreten hatte, kannte ich sehr gut. Es war wie ein Aufzug, den ich betreten und mich einen Stock höher gefahren hatte. Es war ein leichtes Brausen verbunden mit einer Annäherung an die „Leinwand“, die man sehen kann, wenn man die Augen schließt, in die Dunkelheit und auf die Lichtfunken starrt. Ich besaß den Eindruck, dass mein geheimnisvoller Besucher mir dabei half, diesen Raum zu betreten oder er zeigte mir diesen Raum. Dann, völlig unangekündigt, wechselte ich in einen grünen Raum. Wieder schoss eine warme Welle durch meinen Körper und ich vergaß ihn immer mehr. Der grüne Raum war einfach nur der braune Raum, nur halt in Grün. An den „Wänden“ erkannte ich jedoch ganz andere Muster. Spiralen, Wirbel, Gesichter, amorphe Formen, ständig in Bewegung und in Aufruhr. Dann verließ ich den Raum und alles war wieder Schwarz.

Meine Nase juckte. Ein leidiges Problem in der Meditation, wenn irgendwas juckt oder kitzelt. In diesem Stadium fragt man sich immer, ob man sich nun jucken soll oder nicht, denn wenn man seinen Körper bewegt, dann verlässt man die tiefe Meditation und wenn man sich nicht bewegt, juckt es weiter und lenkt vom eigentlichen Vorhaben ab. Ich beschloss, mich zu jucken. Das Erstaunliche war, und so hatte ich das bisher noch nie wahrgenommen, es beeinflusste meine Meditationstiefe überhaupt nicht. Ich bewegte mich dann einfach mal hier und mal da, nur, um festzustellen, wie sich das auf die Meditation auswirkte. Es veränderte sich nichts. Ich blieb in diesem Zustand und in der gleichen Tiefe wie zuvor. Nun erkannte ich den Vorteil dieser „Räume“, die ich betreten hatte. Dann konzentrierte ich mich auf den braunen Raum und innerhalb von 10 Sekunden betrat ich den Raum. Die Meditation war immer noch sehr tief und ich erkannte, dass die Wände eher eine einzige Wand waren, nur leicht weitwinkelig gebogen. Dann drehte ich mich auf die Seite und wollte testen, wie der Einfluss auf die Meditationstiefe war, aber sie hielt immer noch in gleicher Intensität an. Ich schaute dann weiter auf die braune Wand.

„Durchbreche sie!“, erhielt ich gänzlich unvorbereitet die nonverbale Nachricht von dem Mann.

Doch meine Konzentrationskraft war für diese Nacht schon zu stark in Anspruch genommen worden.  Ich sagte ihm, dass ich morgen einen Versuch starten werde, diese Wand zu durchbrechen.

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Ein Kommentar für “Traumnacht: Die Farbräume”

  1. David sagt:

    Diese Empfindung mit dem Fahrstuhl erlebe ich manchmal auch! Das ist wie nach oben gebeamt werden.
    VG, David

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