Bitcoins: Bitcoin-Satelliten, Banker-Ängste und Automaten

Bitcoins Russland China Litecoins Von offizieller bzw. regierungstechnischer Seite her gelingt es dem Bitcoin noch nicht so gut, sich in China und auch Russland zu etablieren. Die russischen und chinesischen Bitcoin-Nutzer sind davon nicht begeistert und viele neigen dazu, dies eher als negative Entwicklung zu betrachten, was die virtuelle Währung betrifft. Überhaupt tun sich einige Regierungen schwer, den Bitcoin als Währung zu akzeptieren und versuchen ihm, diesen Status abzusprechen, damit er nicht die herkömmliche Papierwährung ablöst. Es entpuppt sich langsam zu einer schizophrenen Debatte, denn die größeren Regierungen möchten den Bitcoin nicht als Währung akzeptiert wissen, da er die Banken aushebeln und auf Dauer nutzlos machen würde, aber die Bitcoin-Nutzer lassen sich nicht irritieren.

Glücklicherweise besitzt der Bitcoin keine zentrale Institution, d.h. die Regierungen können dem Bitcoin kaum den Garaus machen, wie sie es eigentlich gern hätten. Sie können sogar den Bitcoin verbieten und man kann trotzdem damit handeln. Solange das Internet existiert, solange wird also auch der Bitcoin existieren. Er findet immer neue Möglichkeiten, sich über Wasser zu halten und auf der letzten Konferenz wurde das leidige Thema der eher negativen Reaktion Russlands besprochen, worauf entgegnet wurde: „Niemand weiß, warum Russland sich gegen den Bitcoins stellen möchte, aber ehrlich gesagt, wen interessiert’s?“

Diese Aussage zeigt deutlich, dass sich der Bitcoin sehr ungern reglementieren lässt und von daher unzerstörbar ist. Doch glimmt noch Hoffnung am goldenen Horizont des kämpfenden Bitcoins für Russland, denn die russische Volksbank entgegnete, dass ein Verbot bisher nicht geplant wäre. Doch es ist schon korrekt, zu welchem Resümee die Bitcoin-Konferenz gelangt ist, denn es ist tatsächlich völlig unerheblich, ob der Bitcoin verboten werden würde oder nicht. Es wäre ähnlich dem Marihuana-Verbot, niemand darf es benutzen, aber dennoch wird es weltweit von Millionen geraucht.

Während also die Banken und Regierungen krampfhaft kämpfen, hüpft der Bitcoin über all die Steine hinweg, die ihm in den Weg geworfen werden. Ebay plant, Bitcoin-Zahlungen zu ermöglichen, weltweit werden Bitcoin-Automaten aufgestellt, Island kurbelt mit Geschenken die virtuelle Währungsreform an… Es gibt unzählige Pläne, die den Bitcoin miteinschließen und dessen Anwendung und Verbreitung unterstützen. Es gibt zwar „Hacker“, die die Bitcoin-Handelsportale angreifen, aber auch das wirft ihn  nicht zurück. Nun gut, man wundert sich schon, was das denn für seltsame Hacker sind, denn normalerweise benutzen sämtliche Hacker für ihre Geldangelegenheiten ausschließlich Bitcoins. Warum sollten diese also ihre eigene Währung attackieren? Somit ist ja deutlich, von wem diese „Hacker“ engagiert worden sind. Immerhin geht es hier um Milliarden Dollar Verluste, wenn sich die Menschen dieser Welt plötzlich klar darüber werden, dass man Bankkontogebühren gar nicht bezahlen muss – es gibt ja Bitcoins.

Nun hat das Institute of Technology in Massachusetts geplant, über 4500 Studenten mit Bitcoins auszurüsten, voraussichtlich im Wert von 100 Dollar, um ein wissenschaftliches Experiment mit der virtuellen Münze durchzuführen. Analysiert werden soll, wie Menschen im Alltag mit dem Bitcoin umgehen. Zwar wird dieser Einkauf den Bitcoin-Kurs nicht unbedingt beeinflussen, aber es ermöglicht eine Erweiterung auf dieser Handelsebene. Sicherlich werden einige dieser Studenten, die mittlerweile in der ganzen Welt aufgebauten Bitcoin-Automaten nutzen, den Handel auch zu einem gewissen Teil wieder erhöhen.

Die Firma „Robocoin“ hat zur Verschlüsselung das beste Passwortverschlüsselungssystem eingesetzt, das bis zum heutigen Tage existiert. Der Vorsitzende von Robocoin erklärt, dass er bereits jetzt mit über zwanzig Großfirmen und Verkäufern zusammenarbeite. Der Vertrieb von Bitcoins läuft also trotz aller Hindernisse weiter.

Doch nicht nur das, denn Jeff Garzik, ein bekannter Bitcoin- und Linux-Entwickler, plant in naher Zukunft, winzige Satelliten, genannt „Bit-Sats“ in die Umlaufbahn zu befördern, damit diese dann für Hacker unangreifbar werden. Hierzu erklärt er: „Wir wollen, dass es dem Bitcoin gut geht und frei bleibt, darum suchen wir nach Alternativen, um die Rechenblöcke zu verteilen. Ich glaube, der Weltraum hält das Versprechen unserer Zukunft und bietet jetzt eine Menge an Anwendungen.“ Hierzu gründete er die Firma „Dunvegan Space Systems„, um die Bit-Sats ins All zu befördern. Die Preise hierfür sind mit ca. 5 Millionen Dollar recht erschwinglich und durchaus realisierbar. Im August 2015 startet die Durchführung des Projekts und die Bit-Sats werden in die Umlaufbahn geschossen. 

Die irischen Firmen BitVendo und Merrion Vaults möchten sich ebenfalls an der Durchsetzung des Bitcoins beteiligen und planen nun gemeinsam, einen unknackbaren Bitcoin-Speicher zu erschaffen, der das ganze System umso sicherer gestalten soll. Dieser Speicher biete alternativen Währungen und Gold einen sicheren Aufbewahrungsschutz und möchte  ungefähr 50-80 Euro jährlich kosten.

Bisher gibt es bereits die Zwei-Wege-Authentifizierung, die einen Bitcoin-Transfer nur dann ermöglicht, sobald man zuerst einmal sein Bitcoin-Konto mit dem persönlichen Passwort betritt, die Überweisung durchführt und dann noch einmal über das Smartphone eine Pin-Nummer erhält, die des Vorgang dann abschließt. Um ein Bitcoin-Konto zu knacken und die Münzen zu entwenden, erfordert es also den Diebstahl des Passwortes und das des Smartphones, anders ist eine Überweisung nicht mehr möglich. Diese 2-Wege-authentifizierung muss jedoch im Portal einmalig aktiviert werden. Die einzige Schwachstelle stellt also nur noch das Bitcoin-Handelsportal dar. Doch auch in diesem Fall wird an all diesen Portalen mit Hochdruck gearbeitet, es hackersicher abzuriegeln.

Wie man deutlich erkennen kann, während die Regierungen, die ihren großen Nutzen in den bisherigen Banken sehen, setzt sich der Bitcoin langsam und sicher durch. Wer also noch Bitcoins besitzt, die er vielleicht teurer eingekauft hat als der Preis momentan an Höhe hergibt, sollte sich einfach zurücklehnen und im nächsten Jahr noch einmal auf sein Konto schauen, was sich zwischenzeitlich entwickelt hat. Zwar wird empfohlen, Haus, Auto, Freundin und Hund zu verkaufen, um diese gemeinsam in Bitcoins umzusetzen, empfehle ich, erst einmal nur die Gelder einzusetzen, die man auch gegenwärtig nicht benötigt.

.
Quellen:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/bitcoin-mit-studenten-kriegen-100-dollar-in-virtueller-waehrung-a-967032.html
http://www.bitcoinalmanach.de/robocoin-mit-grosen-neuigkeiten-am-1-mai/
http://www.bitcoinalmanach.de/bitcoin-sie-kommen-aus-dem-all/
http://www.bitcoinalmanach.de/bitvendo-ein-bitcoin-cold-storage-service/
http://www.bitcoinalmanach.de/bitcoin-authenticator-erhoht-sicherheit-der-wallet/
http://www.youtube.com/watch?v=-EKgFktOoWY
http://www.bitcoinalmanach.de/bitcoin-konferenz-in-moskau-trotz-regulativer-unsicherheit/
http://www.bitcoinalmanach.de/bitcoin-konferenz-in-moskau-trotz-regulativer-unsicherheit

Unterstütze den Matrixblogger...
Du kannst unten einen Kommentar hinterlassen.

Ein Kommentar für “Bitcoins: Bitcoin-Satelliten, Banker-Ängste und Automaten”

  1. Markus sagt:

    Ein schöner Artikel. Auch ich bin gespannt, wo der Bitcoin uns hinführen wird :)

Hinterlasse einen Kommentar

Powered by WordPress