Naturwesen-Workshop – Teil 3 – Der Kontakt

Auch an diesem Morgen unterhielten sich Tanis und ich am Frühstückstisch. Es ging darum, ob wir am Abend den Rückweg nach Abschluss des Workshops gemeinsam durch die Wälder antreten wollten. Dies wäre sicherlich ein Umweg, aber bestimmt wesentlich spannender gewesen. Der Weg über die Landstraße war nur bedingt reizvoll. Auch heute war das Wetter dunkel und trüb und es schien, als würde es jeden Moment zu Regnen beginnen. Nach dem Frühstück und einige Zeit später saßen wir wieder gemeinsam in dem allzu kleinen Raum.

Heute erklärte Tanis die verschiedenen Arten der Naturwesen und ihre Zugehörigkeiten zu den vier Elementen. Kurz darauf wurde ein leerer Stuhl zurechtgerückt, damit ihr Leprechaun an dieser großen Runde teilhaben konnte – wenn er denn gewollt hätte. Somit schauten wir eine Weile zum Stuhl, aber mein Gefühl sagte mir gleich, dass dort niemand saß und auch im Weiteren niemand mehr dort sitzen werde. Ebenso an Tanis’ Verhaltensweisen konnte ich deutlich erkennen, dass sie nicht in Interaktion mit dem Leprechaun stand, weil er schlichtweg nicht anwesend war. Ich erinnerte mich, dass die ihre Begegnungen mit dem Leprechaun vor sehr vielen Jahren stattgefunden hatten und er ihr damals mitgeteilt hatte, sie solle noch einige Jahre warten, bevor sie mit dem Wissen und entsprechenden Lehrprogrammen an die Öffentlichkeit gehen sollte. Diese Wartezeit hatte sicherlich vieles abgekühlt und in den Hintergrund treten lassen.Im Anschluss erklärte Tanis, dass nicht sie im Weiteren eine Verbindung zu den Naturwesen herstellen wolle, sondern wir selbst und dies wieder mal ausschließlich über die Imagination. Ihre Rechtfertigung hierzu war, dass die Naturwesen unter Klaustrophobie leiden und sich ungern in diesen engen Raum mit Menschen angefüllt auftauchen würden. Somit müssten wir auf eine andere Ebene ausweichen. Ich hatte jedoch erhofft, dass wir in den Wald gingen und sie dort einige Naturwesen herbeirufen würden, um dann jedem Menschen ein Naturwesen mitzugeben, aber sie entschied sich vermutlich aus Bequemlichkeit dagegen. Als ich sie darauf ansprach, entgegnete sie, dass es wichtiger wäre, wenn wir selbständig lernen würden, damit umzugehen und eine schlichte Imaginationsübung ausreichend wäre, um einen Kontakt herzustellen. Für mich war ihre Äußerung jedoch ziemlich unlogisch gewesen, da sie in ihren Büchern ganz anders beschrieben hatte, wie sie für gewöhnlich vorgegangen war. Für meine Teilnahme am Workshop war dies der ausschlaggebende Punkt gewesen. Andernfalls hätte ich mich sicherlich nicht angemeldet.

In der Imaginationsübung sollten wir uns eine Wiese in einer Landschaft vorstellen. Dort angekommen sollten wir Naturwesen im Geiste herbeirufen. Nun gut, während ich mir dies vorstellte, tauchte ein Leprechaun und eine Waldelfe auf. Die Elfe nannte sich Tari und der Kobold Perrish. Doch sicher sein kann ich nicht, weil im Umgang mit der Imagination bekanntlich allzu viele Interferenzen auftauchen können, seien sie aus Wunschdenken motiviert oder aus alternativen Realitäten heraus. Aus diesem Grund bleibt erst einmal in den Raum gestellt, ob eine Kontaktaufnahme stattgefunden hat oder nicht.

Danach wurde umfangreich diskutiert, ob man sich bei diesem Wetter in den Wald trauen sollte, um dort doch noch eine praktische Übung durchzuführen. Wollte Tanis eta noch ihr Wort halten und eine direkte Kontaktaufnahme initiieren? Als wir im Wald ankamen, wurde jedoch eine ziemlich christliche Übung mit Engelskarten durchgeführt, in denen jeder jeden segnete. Danach verabschiedeten wir uns voneinander und beendeten den Workshop.

Unter dem Strich gesehen waren viele Teilnehmer und Tanis überwiegend sympathische Personen, aber der Workshop ist an sich überhaupt nicht zu empfehlen. Überbucht, streckenweise redundant, zu christlich, zu imaginativ, keinerlei offene und direktere Outdoor-Interaktionen mit Naturwesen, obwohl dies versprochen worden war, und einfach viel zu theoretisch orientiert. Die Bezeichnung Info-Seminar zu verwenden, anstelle von Workshop, sowie das Ganze zum halben Preis wäre wesentlich gerechtfertigter gewesen. Außerdem merkte man, dass Tanis viel lieber ihre neueren Workshops bevorzugte, in denen es um die persönliche Weiterentwicklung in Interaktion mit dem Planeten Erde ging. Die Naturwesen sind für sie eigentlich schon vor vielen Jahren in den Hintergrund getreten und der Workshop ist vermutlich eher nur noch aus der Erinnerung heraus durchgeführt worden. Offensichtlich hatte ich mich viele Jahre zu spät angemeldet.

9 Antworten zu “Naturwesen-Workshop – Teil 3 – Der Kontakt”

  1. Momo sagt:

    Lieber Jonathan,
    es ist einfach nur sehr schade!
    Wie hätte das doch anders laufen können! Diese christliche Ausrichtung finde ich unpassend, aber das ist wohl nicht mal das “Hauptübel” gewesen.
    Ich hoffe, dass du dennoch irgendwas Positives an diesen Tagen erfahren hast.

    Momo

  2. Jonathan sagt:

    Hallo Momo,
    natürlich gab es auch schöne Momente und anderen hat der Workshop sicherlich gut gefallen, kann ich mir vorstellen. Interessant zu sehen war, dass es einige gab, die es sich zum Hobby gemacht haben, Workshops zu besuchen. Es ist ja für die Normalverdiener auch nicht so preiswert, ca. 500 Euro muss man schon für einen Workshop berechnen, wenn er etwas außerhalb liegt.
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Louis sagt:

    GRRRR… da wunderts einem nicht, dass es so viele Skeptiker gibt. Echt.Grrr grrr und noch mal grrr.

    Kobolde und Waldelfen dieser Welt, vereinigt euch! Macht mal ne Demo in der Stadt!!! DAS wär mal was.

    Liebe Grüße von einen langsam erwachenden Schläfer.

  4. Jonathan sagt:

    Hallo Louis,
    also Tanis hat definitiv sehr viel Wissen über Naturgeister und Bewusstseinserweiterung. Daran gibt es für mich keine Zweifel. Der Workshop ist eben nur leider sehr ineffizient gestaltet worden. Ansonsten halte ich sie schon für recht kompetent und auch sympathisch.
    Liebe Grüße, Jonathan

  5. Louis sagt:

    Das wollte ich damit nicht sagen, was mich ärgert ist ja nicht die Frau, sondern wie es galaufen ist. Na ja, ärgern würde ich jetzt nicht sagen, ich empfinde immer weniger Wut, zumindest bewusst. Und das ist prima so. Wut blockiert und zerstört nämlich.

    Hatte heute Besuch von einer Heilerin, uns sonst helfen mir grad einige Engel, die sind für mich da, und helfen mir meine Kanäle zu öffnen, so, dass ich sie verstehen kann. Die innere Angst und Blockaden sind noch da, aber das wird schon. Und irgendwie passt Dein Teil 21 wunderbar zu meinem eigenen seelischen Wachstum, ist echt offensichtlich!!

    Danke für Deinen Beitrag, diese Synchronizität ist schon fast unheimlich! ;)

    Wünsche Dir, dass Du es bald schaffst all diese Dinge zu beeinflussen, wie Du es Dir wünschst.

    Aber, wenn ich so anmaßend sein darf: bei mir wird das Thema Vertrauen (in die geistige Welt, in den höheren Mächten und dem höchsten Selbst, der Seele) grad ganz groß geschrieben. Das ist der SCHLÜSSEL!!! Ein Zustand zu erreichen, in dem wir nicht mehr KONTROLLIEREN müssen, weil uns alles eh längst zu füßen gelegt ist.

    Es hat was mit vertrauen, annehmen und Wertfreiheit zu tun. Irgendwo da liegt der Schlüssel. Und, lieber Jonathan: da ist so viel Liebe, so viel davon…

    Ich bin überzeugt, wir packen das!!!! Und für Dich dürfte es wohl ein Kinderspiel sein, höre auf den Alten!!! Vertraue… ;)

    In diesem Sinne;

    herzlichst

    Louis

  6. Louis sagt:

    PS:

    Also ich meinte jetzt Deinen Beitrag

    “Suche nach Erleuchtung – Teil 21 – Salomons Schlüssel”

    Grüßle

  7. Jonathan sagt:

    Hallo Louis,
    Wut ist in der Tat sehr hinderlich, denn es ist eigentlich ein Ohnmachtsgefühl, das sich dahinter verbirgt oder eine Angst, das man eine bestimmte Sache (leider) nicht kontrollieren kann. Wut kann auch ein Zeichen dafür sein, dass man etwas noch nicht verstanden hat und sich deswegen aufregt. In Wirklichkeit ist Verstehen eine Möglichkeit, Wut zu neutralisieren oder das Arbeiten an Ängsten oder eben die Erkenntnis zu gewinnen, dass man doch eine Kontrolle auf unkontrollierbare Dinge besitzt. Letzteres setzt aber viel Selbstehrlichkeit voraus, da hier unterbewusste Meinungsverschiedenheiten existieren können, die zur Gestaltung der Situation geführt hat, in der man sich wütend, machtlos und unkontrolliert gefühlt hat.
    Vertrauen ist schon ein Schlüssel, aber dieser bewirkt ja, dass alles von alleine läuft. Mir geht es ja um Kontrolle. ;-) Ich möchte das “Programm” beeinflussen können, damit ich es so gestalten kann, wie ich es will… sozusagen wie in einem luziden Traum dies auch möglich ist.
    Liebe Grüße, Jonathan

  8. Louis sagt:

    Genau. Ich kann Dich da gut verstehen…

    Vielleicht wäre beides ganz nützlich. Ein Zustand erreichen, in dem wir nichts kontrollieren müssen, weil es mit uns und unseren Wünschen dauerhaft im Einklang ist, und falls wir doch etwas verändern/gestalten wollen, dass das dann problemlos und ruck zuck geht. Ganz ohne schwarze Magie, einfach ein Wechsel der Realität die es ohnehin schon gibt, wohin man dann mit seinem Bewusstsein navigiert und wir es äußerlich als Veränderung wahrnehmen, es aber keine ist, keine Manipulation, denn “dort” ist es einfach so, ganz natürlich und ungezwungen und von selbst, wo wir uns auch nicht mehr mit dem Thema Schuld und Kontrollsucht beschäftigen müssen.

    Kontrolle, die aber in Wahrheit absolute Harmonie mit dem Inneren und dem Äußeren darstellt. Wo wir endlich ganz frei und ungezwungen und unbegrenzt spielen können. Wo wir die äußere Fülle nicht mehr brauchen, weil wir sie im Inneren haben, aber dennoch nicht darauf verzichten müssen. Spielen eben. Erfahren nach Herzenslust.

    Ein schönes Ziel.

    Herzlichst

    Louis

  9. Jonathan sagt:

    Hallo Louis,
    Du hast absolut Recht. Wir sollten stets beides können. Das hält und flexibel. :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

Schreibe eine Antwort

Spam protection by WP Captcha-Free

JONATHANS HAUPTSEITE

Suche

Kategorien

Neuesten Einträge

Zufallseintrag

Navigation

Blogroll

Meta

Syndication