Traumbilder
Donnerstag, Dezember 31st, 2009
Eine Freundin von mir, Vivian, hat sich die Mühe gemacht, ein Bild von mir zu erstellen. Dabei erweckt es offensichtlich den Eindruck, als dass ich in eine fremde Welt schaue. Vermutlich handelt es sich hier um die Zukunft – aufgrund der Gebäude anzunehmen. Besonders gelungen finde ich auch den Namen des kleinen Schiffes auf dem Wasser. Ich mag diese Art von Kunst, in der man Fotos zu einer Grafik umwandelt. Vor allem Portraits gefallen mir in diesem Fall – zumal ich persönlich auch Portraits bevorzuge. Wenn man auf das Bildchen klickt, sieht man eine vergrößerte Version.
Gerade eben befand ich mich noch in meinem Bett, doch nun jagte ich wieder durch die Wahrscheinlichkeitsfraktale und fand wenige Sekunden Platz an einer Feuerstelle. Es war Nacht und das Feuer loderte. Links von mir entdeckte ich einen Mann mit halblangen, grauen Haaren, die bis auf die Schulter fielen. Ein wenig wirkte er wie ein Indianer, obwohl er genau so europäisch aussah wie ich selbst. Doch so richtig klar erkennen konnte ich sein Gesicht nicht.
Heute tauchte ich wieder mal in die multidimensionalen Wahrscheinlichkeits-Fraktale ein. Mein Bewusstsein raste dabei durch unendlich viele alternative Realitäten, die meinem Alltag sehr gleichen, aber die Konsequenzen verschiedener Entscheidungen zeigen. In manchen Realitäten lebe ich an einem anderen Wohnort. Dann gibt es wieder Sequenzen, die ich nicht zuordnen kann. Eventuell sind sie Teil einer anderen Parallelrealität oder doch eine Erfahrung, die in Zukunft eintreten wird? Sicher kann ich mir da nicht immer sein, aber in jedem Fall eine sehr interessante Erfahrung, wenn ich mit meinem Bewusstsein durch diese Realitäten jage. In gewissen Momenten der Pause erscheinen mit diese unendlichen Realitäten wie ein gigantischer Irrgarten, in dem sich jeder Mensch unserer Welt verlaufen hat.
Die vielen Voraussagen für das Jahr 2012 haben nun ihren höchsten Punkt erreicht. Verschiedene Theorien sind angebracht und diskutiert worden. Selbst der berühmte Regisseur Roland Emmerich hat seine Vermutung in Form eines Kinofilms mit spektakulären Special-Effects präsentiert. Mittlerweile teilen sich die Vorhersagen in drei Lager: Zuerst einmal jene, die glauben, dass sich das Magnetfeld der Erde verschieben, auflösen und irgendwie gestört wird, entweder durch höhere Aktivitäten der Sonne oder eben durch eine bestimmte Planetenkonstellation. Dann jene, die glauben dass sich die Erdkruste durch eine zu hohe Erwärmung des Erdkerns verschiebt, oder sich auf Prophezeiungen zu der Annäherung eines zehnten Planetens namens Nibiru berufen, der alle 3600 Jahre hier vorbeikommt und alles neu durcheinanderwürfelt – der Mars soll bereits ein Opfer eines Umlaufes von Nibiru sein, ebenso die seltsame Kipplage des Uranus – welcher eine geografische Polverschiebung bewirken möchte.
Nun wohne ich in diesem Haus nun schon mehr als sechs Wochen und habe einiges erlebt. Die Vorfälle berichtete ich unter den Titeln “Im neuen Haus 1-4″. Mittlerweile habe ich mich dazu entschieden, den Titel umzubennen, um den Wiedererkennungswert zu steigern, vor allem in Suchmaschinen, und damit es einen schlagenden Titel besitzt, damit man gleich weiß, womit der Tagebucheintrag zu tun hat.
Ich saß an meinem Schreibtisch und habe mir die Gegenstände angesehen, die auf der Oberfläche lagen. Dann kam mir in den Sinn, dass ich nun einfach mal versuchen könnte, sie psychokinetisch zu bewegen. Kaum gedacht schon getan! Ich konzentrierte mich auf meinen Notizblock, streckte meine Hand aus und konzentrierte mich. Tatsächlich! Innerhalb von einigen Sekunden bewegte sich der Notizblock hinauf in die Luft. Ich ließ ihn in der Luft kreiseln und dann wieder auf die Schreibtischplatte fallen. Das versuchte ich auch mit einigen anderen Gegenständen und es funktionierte tadellos. Ich war sehr zufrieden. Damit hatte ich bewiesen, dass man die DNA über das Träumen programmieren konnte.









